Ostfalia

20 Jahre Gleichstellungsarbeit an der Ostfalia gefeiert

Rund 80 Gäste feierten am 29. Oktober 2013 das 20-jährige Jubiläum „Gleichstellungsarbeit an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften“ in Wolfenbüttel. Wie alles begonnen hat und welche Erfolge in zwei Jahrzehnten an der Ostfalia diesbezüglich erzielt wurden, darüber berichtet eine kleine Jubiläumsbroschüre, die im Gleichstellungsbüro der Hochschule erhältlich ist. Ein kurzes Fazit zum Thema gab es bereits kurz vor der Feier von Renate Gehrke, Gleichstellungsbeauftragte der Ostfalia: „Einerseits haben wir bereits viel erreicht, andererseits liegt noch ein ganzes Stück Weg vor uns hin zu einer wirklich geschlechtergerechten Hochschule.“

Einen Rück- und Ausblick gab Vizepräsidentin Prof. Dr. Rosemarie Karger in ihrer Begrüßungsrede: 1993 bestellte der Senat der Ostfalia Hochschule (damals Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel) erstmalig vier nebenamtliche Frauenbeauftragte für die jeweiligen Statusgruppen (Professorinnen, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Mitarbeiterinnen im technischen und Verwaltungsdienst, Studentinnen). Sie bildeten den Frauenrat und stehen für den Beginn der institutionalisierten Gleichstellungsarbeit an der Hochschule.

„Für mich ist Gleichstellungsarbeit eine Herzensangelegenheit“, sagte Vizepräsidentin Rosemarie Karger. Die Bauingenieurin berichtete u.a., dass sie selbst als „Frau der Technik“ oft in der Situation war, zu einer unterrepräsentierten Gruppe zu gehören. „Ich habe in manchen Situationen zu spüren bekommen, was es bedeutet, sich in einem männlich dominierten Umfeld durchsetzen zu müssen. Für mich war es deshalb selbstverständlich, mich für die Gleichstellung der Geschlechter einzusetzen. Für meine Arbeit an der Ostfalia bedeutet das, dass ich fünf Jahre lang im Frauenrat aktiv mitgewirkt habe und zwischenzeitlich Sprecherin des Frauenrats war. Umso mehr freut es mich, dass wir heute zusammen zwanzig erfolgreiche und dynamische Jahre der Gleichstellungsarbeit feiern können“, so Karger.

Abgesehen von der Bildung des Frauenrates, der ebenfalls 1993 beschlossenen Senatsrichtlinie für Frauenförderung und Gleichstellung, der 1994 ersten, in einen technischen Fachbereich (Informatik) berufenen Professorin, und der ersten Dekanin 1995, gab es an der Ostfalia eine kontinuierliche Entwicklung in der Gleichstellungsarbeit - von der reinen Frauenförderung hin zum Konzept des Gender Mainstreaming. Inzwischen ist die Ostfalia eine für ihre Familienfreundlichkeit zertifizierte Hochschule mit zahlreichen festen Angeboten für Studierenden und Beschäftigte. Die Förderung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat hohe Priorität an der Hochschule wie zum Beispiel Möglichkeiten der Telearbeit, des Teilzeitstudiums oder auch der Nutzung der vielen hochschuleigenen Betreuungsmöglichkeiten für Kinder u.v.m.

Großes Lob und Anerkennung gab es deshalb von vielen Seiten für Renate Gehrke und ihr Team. Die Diplom-Pädagogin und Gleichstellungbeauftragte der Ostfalia begann an der Hochschule 1999 als Leiterin des Frauen- und heutigen Gleichstellungsbüros. Als zentrale Einrichtung der Hochschule setzt sich das Team mit Sitz in Wolfenbüttel (Am Exer) mit den mit den komplexen Handlungsfeldern der Gleichstellungsarbeit auseinander, die als Querschnittsaufgabe alle Bereiche der Hochschule umfasst. Dazu gehört u.a. die Beratung und Information von Studierenden und Beschäftigten in allen gleichstellungsrelevanten Themen ebenso sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Erfüllung des Gleichstellungsauftrages. Weitere Informationen unter www.ostfalia.de/bfg

Evelyn Meyer-Kube
 


Vera Huber | Mon Nov 04 17:20:00 CET 2013