Ostfalia

TUNA: Umweltkompetenz für eine nachhaltige Entwicklung fördern

Mit rund 740.000 EUR fördert die Europäische Union (EU) das von der Ostfalia geführte Projekt "Tuning environmental competences in Russian fishery education for sustainable development (TUNA)" – was übersetzt so viel bedeutet wie: „Förderung umweltorientierter Kompetenzen in der russischen Fischereiausbildung für eine nachhaltigen Entwicklung“. Die finanzielle Förderung des Projekts erfolgt im Rahmen von Tempus, einem Hochschulkooperationsprogramm der Europäischen Union (EU) für die Zusammenarbeit mit den EU-Nachbarregionen.  Das Programm unterstützt seit  1990 die Weiterentwicklung und Reformierung des Hochschulwesens in Osteuropa und Russland, Zentralasien, den Ländern des westlichen Balkans und im südlichen Mittelmeerraum. EU-Hochschuleinrichtungen kooperieren hier mit Hochschuleinrichtungen aus den 27 Tempus-Partnerländern in gemeinsamen Projekten und Strukturmaßnahmen.

„Das wesentliche Ziel unseres Projekts ist es, die an den vier russischen Partnerhochschulen bestehenden Bachelor-Studiengänge für  Wasserbioressourcen mit einem stärkeren Umweltbezug zu versehen. Hierzu werden wir, also unser Konsortium aus fünf westeuropäischen und  4 russischen Hochschulen sowie fünf außeruniversitären Einrichtungen (siehe Auflistung unten), in den Curricula Lehrveranstaltungen aus dem Bereich des Umweltmanagements verankern. Hierbei  müssen und werden wir sicherstellen, dass jeder Studiengang an den russische Hochschulen  ein eigenständiges Profil erhält und die Anforderungen des lokalen Arbeitsmarktes berücksichtigt werden.“ erklärt der  Projektkoordinator des TUNA-Projekts, Dr. Thomas Potempa (Fakultät Fahrzeugtechnik der Ostfalia). „In einem zweiten Schritt wird es dann darum gehen, zwei neue interdisziplinäre Master-Studiengänge, <Umweltmanagement in Fischereiunternehmen> und <Ökologischer Tourismus> für unsere russischen Partnerhochschulen in Kaliningrad (staaltl. Technische Universität), Nizhny Novgorod (staatl. Landwirtschaftsakademie),  Tumen (staatl. Landwirtschaftuniversität) und Krasnodar (Kuban staatl. Universität) zu entwickeln, um so den mittel- und langfristigen Bedarf der russischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen an hochqualifizierten Fachkräften zu decken. Die neuen Master-Kurse werden als Fernstudiengänge bzw. berufsbegleitende Studiengänge eingeführt  und sollen zusammen mit den zu schaffenden Fernstudienzentren die Basis für ein russlandweites Qualifikationsnetzwerk in diesen beiden Bereichen bilden.“

Die Auftaktveranstaltung zum TUNA-Projekt fand in der Woche vom 22.10.2012 bis 27.10.2012 in Kaliningrad statt, in der die ersten Aktivitäten für die angestrebten Projektergebnisse abgestimmt wurden.

Zu den kooperierenden Hochschulen und Partnereinrichtungen des TUNA-Projekts gehören neben der Ostfalia (alle Nennungen in englischer Sprache):

  • Kaliningrad State Technical University (Russland)
  • Kuban State University (Russland)
  • Tyumen State Agricultural Academy (Russland)
  • Nizhyny Novgorod State Agricultural Academy (Russland)
  •  University of Wolverhampton (GB)
  • Vilnius University (Litauen)
  • VSO Collegue of Business Studies in Prague, p.b.c. (Tschechische Republik)
  • Educational Methodical Association for Fishery Education (Russland)
  • Atlantic Scientific Research Institute of Marine Fisheries ( Russland)
  •  West-Baltic State Regional Department for Fishes Reproduction (Russland)
  • Small Innovative Campany “KD-AQUA” (Russland)
  • Nizhny Novgorod Branch of GosNIORH (Russland)
  • Foundation Link Campus University of Malta (Italien)


Vera Huber | Tue Nov 20 16:30:00 CET 2012