Ministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić zu Besuch an der Ostfalia

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Angewandte Forschung hat hohen Stellenwert

Mit einem Kurzprogramm präsentierte sich am Freitag (4.7.) die Ostfalia Hochschule der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, anlässlich ihres Besuches am Campus Wolfenbüttel. Ihr Interesse galt der Niedersächsischen Lernfabrik für Ressourceneffizienz (NiFaR) sowie dem Centrum für Elektromobilität (CEMO) und dem Energiepark der Ostfalia.

„Die Ostfalia leistet insbesondere mit ihrer angewandten Forschung einen wichtigen Beitrag zur Lösung der großen gesellschaftlichen Probleme. Die Niedersächsische Lernfabrik für Ressourceneffizienz, das Centrum für Elektromobilität und der Energiepark sind zukunftsweisende Projekte. Hier werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unternehmen der Region für Ressourceneffizienz sensibilisiert und Beiträge für eine klimaschonende Elektromobilität entwickelt.“, sagte die Wissenschaftsministerin, Gabriele Heinen-Kljajić.

Prof. Dr. Gert Bikker, Vizepräsident der Ostfalia für das Ressort Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, informierte die Ministerin anhand des Jahresberichtes 2013 über die Entwicklung der Hochschule und ihre Perspektiven. Er betonte: "Die Fortführung und den Ausbau der angewandten Forschung verfolgen wir an der Ostfalia weiterhin mit einem hohen Stellenwert.Dabei werden zunehmend auch transdisziplinäre Themen mit gesellschaftlicher Relevanz bearbeitet und gefördert. DieNiedersächsische Lernfabrik für Ressourceneffizienz oder das Centrum für Elektromobilität, das am Schaufenster Elektromobilität aktiv beteiligt ist, sind dabei gute Beispiele mit regionalem Bezug.“

Die Niedersächsische Lernfabrik für Ressourceneffzienz (NiFaR) ist ein Projekt, das im Rahmen eines EFRE-Projektes vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gefördert wird. Ziel ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums, in dem aktuelle Projekte und Maßnahmen zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz dargestellt und Mitarbeiter aus Unternehmen geschult werden. „Die Produktionsumgebung in der Lernfabrik bietet die Möglichkeit, Einsparungsmöglichkeiten zu erleben!“, erklärte Projektleiter Prof. Dr. Holger Brüggemann.

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Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić in der Niedersächsischen Lernfabrik
für Ressourceneffizienz

Des Weiteren interessierte sich die Ministerin für das Centrum für Elektromobilität, das im September 2012 an der Ostfalia gegründet wurde. Vorstand Prof. Dr. Joachim Landrath erläuterte: „Das CEMO möchte einen Beitrag für den Weg zur postfossilen Gesellschaft liefern. Die klimafreundliche und nachhaltige Umgestaltung der Mobilität hin zur Elektromobilität soll hierbei durch einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt werden. Dieser Ansatz betrachtet über die reine Technik der Elektrofahrzeuge hinaus die gesamte Energiekette und die Nutzungsmöglichkeiten der Elektromobilität. Er beinhaltet die Energieerzeugung und -verteilung, das Energiemanagement und die Energiespeicherung sowie die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge verschiedenster Art, die zukünftig im optimalen Zusammenwirken mit der Energieerzeugung und den Nutzern stehen. Die Vision ist, die für elektrisch angetriebene Fahrzeuge benötigte Energie zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen zu gewinnen und die Alltagsmobilität mit Elektrofahrzeugen ohne Einschränkungen realisieren zu können.“ 

Informativ gestaltete sich auch der Besuch des Energieparks an der Fakultät Versorgungstechnik der Ostfalia. Hier werden u. a. Strategien des Energiemanagements im Stromnetz der Zukunft untersucht und zwei Promotionen betreut, die im Rahmen des kooperativen Promotionsprogramms Elektromobilität, gefördert vom MWK, seit etwa einem Jahr durchgeführt werden. „Im Schaufenster-Projekt werden dort weiterhin, in Kooperation mit CEMO Kollegen, praktische Fragestellungen zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge im Gebäudeumfeld untersucht. Ein wichtiges Ziel dieser Untersuchungen ist, die mobilen Speicher der Elektrofahrzeuge sinnvoll in ein intelligentes Stromnetzes zu integrieren, um die Elektromobilität mit einem möglichst hohen Anteil erneuerbar erzeugten Stromes zu ermöglichen", berichtete Prof. Dr. Ekkehard Boggasch, Leiter des Labors für Elektrotechnik und regenerative Energietechnik.

Evelyn Meyer-Kube


Vera Huber | Wed Jun 11 11:04:57 CEST 2014