Gemeinschaftsprojekt in Berlin vorgestellt

Auf dem „22. Innovationstag Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) präsentierten rund 300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Deutschland ihre Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Zu den vom BMWi ausgewählten Ausstellern zählte auch die Ostfalia Hochschule gemeinsam mit Willert Software Tools GmbH aus Niedersachsen.

Prof. Dr. Gert BikkerFakultät Informatik und Vizepräsident der Ostfalia Hochschule, und sein Mitarbeiter Joachim Engelhardt, präsentierten mit Arne Noyer von Willert Software Tools die Ergebnisse ihres gemeinsamen Projektes zum Thema „Generisches Framework zur Codegenerierung für eingebettete Systeme“. Das Projekt wurde gefördert vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi.


Joachim Engelhart beim Innovationstag in Berlin.

Elektronische Geräte werden immer komplexer. Dadurch steigt auch die Komplexität der Software für solche Geräte. Um dennoch den Überblick zu behalten wird ähnlich, wie ein Grundriss beim Hausbau, ein Plan der Software angefertigt, der das System anschaulich darstellt und spezifiziert. „Mit der Unified Modeling Language 2 (UML2) hat sich hierfür ein Standard etabliert. Wie beim Hausbau steht mit der Planung noch nicht das Haus. So muss auch aus dem Softwareplan noch gemäß der Spezifikation per Hand das Programm für das elektronische Steuergerät gebaut werden“, erklärt Arne Noyer. Um diesen Schritt zu vereinfachen, wurden in dem Forschungsprojekt von der Ostfalia zusammen mit Willert Software Tools und der Hochschule Osnabrück Mechanismen entwickelt, um aus der standardisierten UML2-Spezifikation automatisch den Programmcode zu erzeugen. „Eine Herausforderung dabei war, dass die Informationen bei den verschiedenen UML-Programmen zum Erstellen dieser Softwarepläne in unterschiedlichen Formaten vorliegen“, so Professor Bikker. Hierfür wurden ebenfalls Lösungen entwickelt, um diese Informationen in ein einheitliches Format zu überführen, welches dann zur automatischen Codegenerierung verwendet wird. Dadurch muss die Automatisierung für den Programmcode nicht redundant für jedes UML-Programm erneut durchgeführt werden. „Das spart nicht nur bei der Umsetzung Zeit und Kosten, sondern auch bei der Wartung“, so Bikker. Die Forschungsergebnisse für die Vereinheitlichung der Datenformate hat Willert Software Tools bereits in einem ähnlichen Produkt für den Austausch von Anforderungen zwischen verschiedenen Anforderungswerkzeugen, dem ReqXChanger, gewinnbringend kommerziell verwertet.

Impressionen vom 22. Innovationstag Mittelstand zeigt ein Filmbeitrag auf den Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Exponat der Ostfalia ab Min. 3.15).

Text: Me
Foto: Ostfalia.

 


Vera Huber | Tue Jun 02 12:56:27 CEST 2015