Ostfalia

Daniela Kock ist die neue Gleichstellungsbeauftragte der Ostfalia

Seit dem 1. September ist Daniela Kock die neue Gleichstellungsbeauftragte der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Damit übernimmt sie das Amt von Renate Gehrke, die sich Ende August nach 16 Jahren Gleichstellungsarbeit an der Hochschule in den Ruhestand verabschiedete.

Daniela Kock am Eingang zum Gleichstellungsbüro der Ostfalia
(Foto: Ostfalia)

Langjährige Erfahrung in der Gleichstellungsarbeit kann auch Daniela Kock vorweisen. So ging sie nach ihrem Studium der Pädagogik und Kulturwissenschaften in die Erwachsenenbildung, koordinierte an der Volkshochschule der Stadt Salzgitter in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten Bildungs- und Qualifizierungsangebote für Frauen, bevor sie sich ab dem Jahr 2000 am Trainings- und Weiterbildungszentrum Wolfenbüttel e.V. (TWW) einbrachte. An diesem An-Institut der Ostfalia managte sie in einem Projektteam ein regional vernetztes Pilotprojekt zur beruflichen Qualifizierung von Frauen im Bereich Informationstechnologie. Weitere Erfahrung sammelte sie als Trainerin und Beraterin im Bildungsmanagement sowie als Lehrbeauftragte an der Ostfalia. Seit 2008 gehört sie zum Team des Gleichstellungsbüros der Ostfalia, wo sie sich bis zum Antritt ihres jetzigen Amtes als wissenschaftliche Mitarbeiterin engagiert hat. Dort bildete sie sich weiter, z.B. als „taste-MINT-Beobachterin“ oder in den Bereichen „Genderkompetenz für Trainerinnen und Trainer“ und „Systemische Methoden in der Beratung“. „In den letzten Jahren haben wir für den angemessenen Umgang mit Geschlechterrollen an der Ostfalia viel erreicht. Unsere Gleichstellungskonzepte für das Professorinnenprogramm haben positive Bewertungen erhalten und wir haben zahlreiche Projekte realisiert, die uns zu einer als `familienfreundlich´ zertifizierten Hochschule gemacht haben. Außerdem konnten wir den Anteil von Frauen in Positionen erhöhen, in denen sie traditionell unterrepräsentiert sind“, erklärt Daniela Kock, die sich nun auf neue Herausforderungen freut. „Natürlich wollen wir auf diesem Weg weitergehen und unsere Hochschulangehörigen zunehmend für Aspekte der Gleichstellung sensibilisieren. Dazu wollen wir auch mit dem `Gender Monitoring´ arbeiten. Dort können zusätzliche Daten zu genderrelevanten Sachverhalten wie z. B. der Verteilung der Geschlechter bei Lehraufträgen oder verhandelbare Einkommensunterschiede erfasst werden. Ziel ist es, diese Informationen dann für die Weiterentwicklung der Gleichstellungsaktivitäten der Ostfalia zu nutzen. In Zukunft werden entsprechende Maßnahmen nicht nur für Frauen und Männer an Bedeutung gewinnen, sondern im Sinne von `Gender Diversity´ auch weitere Aspekte der Vielfalt berücksichtigt werden. Das wird sich auch online beim Ausbau unseres Gender-Diversity-Portals widerspiegeln.“

Damit künftige Schritte in Richtung Gleichstellung so effektiv wie möglich realisiert werden können, ist Daniela Kock nun dabei, nach personellen Wechseln das neue Team zu organisieren. Zunächst soll auch ihre bisherige Stelle der wissenschaftlichen Mitarbeiterin neu besetzt werden. Darüber hinaus möchte die neue Gleichstellungsbeauftragte den Austausch mit den Fakultäten und zentralen Einrichtungen der Ostfalia intensivieren. Im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit allen Akteurinnen und Akteuren ist Daniela Kock sowohl eine klare Kommunikation, eine strukturierte Vorgehensweise als auch Verlässlichkeit und eine wertschätzende Atmosphäre wichtig.
Eine solche Ausgangsbasis hat Daniela Kock als 51-Jahre junge Großmutter eines einjährigen Enkelsohns übrigens schon früh schätzen gelernt – beispielsweise nachdem sie während ihrer Studienzeit ihre heute 28-jährige Tochter bekommen hat. Von diesen Erfahrungen profitiert sie auch in ihrem Beruf noch heute.


Vera Huber | Mon Jul 27 09:17:37 CEST 2015