Ostfalia

Gelungener Technologietransfer an der Ostfalia

Mittelständisches Unternehmen aus Braunschweig erhält Auszeichnung „ZIM-Kooperationsprojekt des Jahres“

Das Braunschweiger Unternehmen TLK-Thermo GmbH wurde vergangene Woche (2. Juni 2016) in Berlin für das Forschungsvorhaben SIMBA (Adaptive Multi-User Co-Simulationsplattform als Baustein für die Automobilentwicklung) mit dem Preis „ZIM-Kooperationsprojet des Jahres“ ausgezeichnet. ZIM steht für das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ des BMWi. Das bundesweite technologie- und branchenoffene Förderprogramm richtet sich an mittelständische Unternehmen und die mit ihnen zusammenarbeitenden wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen, zu denen auch die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften gehört. Der Preis wurde vom BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) im Rahmen des „Innovationstages Mittelstand 2016“ verliehen.

Überreichung der Urkunde an Dr. Wilhelm Tegethoff, TLK-Thermo GmbH (2. v.r.), durch Ministerialdirigent Stefan Schnorr (3. v.r.), Leiter der Abteilung „Digital- und Innovationspolitik“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Foto: © AiF Projekt GmbH

 

 

„Der Erfolg von SIMBA ist ein sehr gutes Beispiel für ein gelungenes Kooperationsprojekt und damit für den Wissen- und Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft“, resümiert Prof. Dr. Gert Bikker, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer der Ostfalia. „TLK hat durch das Projekt seine Kompetenz in der Interoperabilität von Software ausgebaut“, freut sich der Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens mit 40 Mitarbeitern, Dr. Wilhelm Tegethoff. „Jetzt können wir unser thermisches Fachwissen noch flexibler in die verschiedensten Computerprogramme einbringen.“

 

Ziel des Projekts war die Entwicklung einer zentralen Hardware-Software-Lösung, die das kooperative Arbeiten auf einem Cluster ermöglicht. In erster Linie scheiterte eine solche Gesamtsimulation von Fahrzeugen bisher vor allem daran, dass es für die Kopplung der Teilsimulationen zwar sogenannte Middleware-Umgebungen (Zwischenanwendungen) gibt, die Modelle aber zu komplex und die Berechnungen und Berechnungszeiten damit zu lang werden. Durch die abteilungs- und softwareübergreifende Gesamtfahrzeugsimulation konnte die Produktentwicklungszeit wesentlich verkürzt werden. Für die Automobilindustrie bedeutet dies eine deutlich effektivere Fahrzeugentwicklung bei reduzierten Kosten.

 

Eine Expertengruppe aus Industrie und Wissenschaft (Ostfalia Hochschule, TLK-Thermo GmbH, Christmann Infomationstechnik GmbH, ies GmbH & Co. KG, Universität Bielefeld und Universtität Paderborn) konnte unter maßgeblicher Beteiligung des Informatikers Prof. Dr. Gert Bikker, Ostfalia, im Projekt SIMBA eine Lösung erarbeiten. Gefördert wurde SIMBA von 2011 bis 2013 (BMWi).

 

Weitere Informationen: www.tlk-thermo und www.zim-bmwi.de/erfolgsbeispiele/mit-gesamtsimulationen-fuer-die-zukunft-gewappnet/at_download/file

 


CH | Wed Jun 22 13:44:00 CEST 2016