FH-Absolventinnen und -Absolventen schneller im Beruf und mehr Geld

Wer sich für ein Fachhochschulstudium entscheidet, der liegt goldrichtig. Dies belegt eine Studie des DZHW (Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung). Bundesweit sind über 16.000 Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen (FH) des Prüfungsjahrgangs 2013 zu ihrem Studienverlauf und Rückblick auf das Studium befragt worden. Das zusammengefasste Ergebnis zeigt: Nach dem Abschluss gelingt FH-Absolventinnen und -Absolventen der Übergang in den Beruf besser als Absolventinnen und Absolventen einer Universität – und sie verdienen bereits am Anfang mehr Geld.

Befragungen finden auch an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften regelmäßig statt. Die vergleichsweise herangezogenen Ergebnisse der Absolventinnen- und Absolventenbefragung des Abschlussjahres 2013 decken sich weitgehend mit denen der DZHW-Studie. Und sogar besser wie zum Beispiel im Hinblick auf den Praxisbezug, ein gutes Job-Angebot und das anfängliche Jahreseinkommen.

Die Auswertung

Laut DZHW-Studie beurteilen 36 Prozent der Bachelor-Absolvent/-innen die Vorbereitung auf den Beruf während ihres Studiums an einer FH als gut oder sehr gut – an der Ostfalia 40 Prozent.

Die Verzahnung von Theorie und Praxis bewerteten in der Studie 61 Prozent der FH-Absolvent/-innen mit gut oder sehr gut – an der Ostfalia mit 68 Prozent. Ein hohes Ergebnis auch bei den Master-Absolvent/-innen: 45 und 70 Prozent (Studie), 48 und 78 Prozent (Ostfalia). Entgegengesetzt die Auswertung bei den Uni-Absolvent/-innen: Laut Studie halbieren sich hier die Zahlen sowohl im Bachelor (17 und 32 Prozent) als auch im Master (23 und 35 Prozent).

Die Aktualität des Praxisbezugs hat bei FH-Absolvent/-innen hervorragend abgeschnitten: 65 Prozent (Studie), 72 Prozent (Ostfalia), Uni-Absolventen: 44 Prozent (Studie).

Nach dem Bachelor-Abschluss nehmen laut Studie 44 Prozent der FH-Absolvent/-innen ein Masterstudium auf, an der Ostfalia 38 Prozent, an der Uni 82 Prozent. Ein gutes Job-Angebot haben 34 Prozent der Bachelor-Absolvent/-innen FH erhalten, an der Ostfalia 52 Prozent! Berufserfahrungen nach dem Studium wollten 62 Prozent der Absolvent/-innen (Studie) sammeln, 72 Prozent (Ostfalia) und 16 bzw. 9 Prozent (Uni). Praktika im Unternehmen führen laut Studie dazu, dass 36 Prozent der FH-Absolvent/-innen, aber nur 26 Prozent der Uni-Absolvent/-innen dort ihre spätere Stelle finden. Dieses Ergebnis deckt sich mit der Absolvent/-innenbefragung 2013 der Ostfalia.

Die Meinung, dass Uni-Absolvent/-innen in ihrer ersten Tätigkeit mehr verdienen als FH-Absolvent/-innen sollte revidiert werden: Das Bruttojahreseinkommen von Absolvent/-innen einer Fachhochschule mit Bachelorabschluss liegt laut Studie bei 35.100 Euro, bei Uni-Absolventen 30.200 Euro. Masterabsolvent/-innen FH verdienen im Schnitt 40.200 Euro (Studie), 48.550 Euro (Ostfalia), Uni-Absolvent/-innen 38.500 Euro. Über eine unbefristete Stelle verfügen laut Befragung: Bachelor (FH) 54 Prozent (Studie/Ostfalia), Master (FH) 60 Prozent (Studie), 78 Prozent (Ostfalia), Uni-Absolvent/-innen Bachelor 32 Prozent und 23 Prozent der Masterabsolvent/-innen.

Studie der DZHW: www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-201601.pdf

E-Mobil-Check-Studis

Praxisbezug: Studierende beim Check eines E-Mobils

Text: Me
Foto: Ostfalia


Vera Huber | Fri Jul 22 15:43:21 CEST 2016