14 Mädchen beim MINT for Girls-Ferienworkshop

„Was macht eigentlich eine Bioingenieurin?“, „Muss ich gut in Mathe sein für ein technisches Studium?“. Mit diesen und vielen weiteren Fragen rundum Studium und naturwissenschaftlich-technische Berufe haben sich 14 Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren in ihrer ersten Sommerferienwoche beschäftigt.

„Unser Ferienworkshop ermöglicht den jungen Frauen ganz konkrete Einblicke in Berufe und Studiengänge, die sie bisher nicht kannten oder für sich in Betracht gezogen haben. Gerade die Verknüpfungen aus Natur- und technischen Wissenschaften stieß auf großes Interesse bei den Teilnehmerinnen“, so die Projektverantwortliche an der Technischen Universität Braunschweig (TU), Britta Böckmann. Die Teilnehmerinnen schnupperten Hochschulluft an der TU und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, wobei praktische Arbeiten in Laboren sowohl der Mechatronik als auch der Mikrobiologie ebenso auf dem Programm standen wie der Austausch mit Studentinnen aus naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen.

Eine Exkursion zur Braunschweigischen Maschinenbauanstalt (BMA) ermöglichte den Teilnehmerinnen spannende Einblicke in den Maschinen- und Anlagenbau für die Zuckerherstellung. Handwerklich erproben konnten sich die jungen Frauen dort in der Ausbildungswerkstatt und in Gesprächen mit Auszubildenden und Studentinnen viel über deren Tätigkeiten im Unternehmen erfahren. Bei den Studien- und Berufsberaterinnen der Agentur für Arbeit absolvierten die Teilnehmerinnen einen MINT-Führerschein, für den sie zu Berufsfeldern im MINT-Bereich recherchierten. Abschließend setzen sich die Mädchen in einem Potentialworkshop mit ihren Stärken und Interessen auseinander, reflektieren ihre Vorstellung von der eigenen beruflichen Zukunft und entwickelten Ideen für die Zeit nach der Schule.

„Die Woche hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe jetzt viel mehr Vorstellungen davon, was ich nach der Schule alles machen kann“. „Das eigenständige praktische Arbeiten in den Laboren und in der Ausbildungswerkstatt war spannend. Ich habe so etwas vorher noch nie gemacht“, so das Feedback der Teilnehmerinnen.

Die positiven Rückmeldungen freuen auch Jessica Bangisa, Projektverantwortliche der Ostfalia: „Junge Frauen, die sich für Technik und Naturwissenschaften interessieren, konnten sich einen Eindruck verschaffen, ob sie in diesem Bereich ein Studium aufnehmen wollen.“

MINT for Girls 2017

Bei der Braunschweigischen Maschinenbauanstalt konnten Teilnehmerinnen wie Celina Pankau aus Querenhorst in der Ausbildungswerkstatt praktisch tätig werden.

Text: JB/Me


Vera Huber | 2017-06-29 10:57