Risikomanagement und Nachhaltigkeit sind Themen von ZWIRN

ZWIRN Gruppenfoto

Zusammenarbeit mit Tansania

Am 9. und 10. Oktober veranstaltete das Zentrum für wissenschaftliches, interdisziplinäres Risikomanagement und Nachhaltigkeit – kurz ZWIRN– eine Tagung für seine Mitglieder aus Hochschule und Wirtschaft auf der Burg Warberg. Das Thema lautete „Vernetztes Risiko- und Nachhaltigkeitsmanagement – erfolgreiche Navigation durch den Nebel des Risikos“. ZWIRN wurde 2016 an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften gegründet. Ziel des Zentrums ist die Förderung von Forschung, Entwicklung und Lehre auf dem Gebiet des Risikomanagements und der Nachhaltigkeit für Unternehmen und Institutionen. Durch die Verzahnung von elf Fakultäten der Ostfalia sowie weiteren Hochschulen und Universitäten bündelt das ZWIRN ingenieur-, sozial- und geisteswissenschaftliche Kompetenzen und ist damit breit aufgestellt.

Für die Tagung konnten die Gastreferenten Dr. Emmanuel Kileo, Dekan der Fakultät Business and Mangement Studies am Stefano Moshi Memorial University College in Tansania und der Agrarhandelsexperte Dipl.-Ing. Peter Link, Geschäftsführer der Bundeslehranstalt für den Agrarhandel Burg Warberg in Warberg gewonnen werden. In seinem Impulsvortrag „Risikomanagement und Nachhaltigkeit“ würdigte Dr. Kileo das deutsche Engagement in diesen Themenbereichen, insbesondere im Hinblick auf die Landwirtschaft, Ernährung und den Bereich Recycling.

Peter Link ging in seinem Beitrag auf die Wurzeln des Risikomanagements im Agrarbereich ein. Die Absicherung von Ernterisiken über Börsen in Deutschland habe ihren Ursprung auf der Burg Warberg. Von hier aus sei an den Börsen und in der Politik Überzeugungsarbeit geleistet worden, damit heute im Agrarbereich Risikoabsicherungen mit Rohstoffderivaten möglich sind. „Davon profitieren alle Agrarhandelsunternehmen in Deutschland, wobei der Bundeslehranstalt circa 450 Agrarhandelsunternehmen mit einem Umsatz von circa 20 Milliarden Euro angeschlossen sind“, erklärte Link. Er lobte die weitgefächerten, fachübergreifenden Kompetenzen sowie die Praxisnähe der dem ZWIRN angehörenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Gemeinsam soll ein „InnovationsCampus“ auf der Basis der historischen Wurzeln rund um die Burg Warberg entwickelt werden.

Auch gemeinsame Projekte in Tansania und Deutschland soll es geben, dies wurde mit Dr. Emmanuel Kileo und Peter Link vereinbart, wie zum Beispiel die Einwerbung von Industrieprojekten, die Schaffung von Bildungsangeboten, aber auch der Ausbau von Kooperationen, u.a. in China und Serbien. Weitere Informationen: www.zwirn.de

Zum Foto:
Tagungsteilnehmer/-innen (von links, 1. R.): Prof. Dr. Martin Rambke, Maschinenbau, Prof. Dr. Stefan Zeranski, Recht, Dr. Hedda Sander, Versorgungstechnik (Ostfalia), Dr. Emmanuel Kileo, Tansania; (2. R.): Prof. Dr. Joachim Schmidt, Fahrzeugtechnik, Prof. Dr. Achim Michalke, Versorgungstechnik, Dipl.-Jur. Christian Reichel, Heike Ahrens-Freudenberg LL.B. (Recht); (3. R.): Tobias Immenroth M.A., Gesundheitswesen, Nina Dembowski B.A. und Prof. Dr. Brigitte Wotha, Verkehr-Sport-Tourismus-Medien, Nina Boggasch B.A., Soziale Arbeit; (4. R.): Prof. Dr. Gert Bikker, Vizepräsident Ostfalia, Peter Link, Geschäftsführer und Peter Rautenschlein, Präsident Burg Warberg e.V.

Evelyn Meyer-Kube
Foto: Ostfalia, BELS


Vera Huber | Mon Oct 02 14:26:47 CEST 2017