Kinder-Hochschule der Ostfalia erfolgreich gestartet
„Spielerisch das Studium entdecken“ – so lautet das Motto der neuen Kinderhochschule an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Am 5. Juni 2013 öffnete sie auf dem Campus Salzgitter erstmals ihre Türen. Über 100 Schüler aus den Grundschulen Am Ziesberg und Dürerring in Salzgitter strömten ins Audimax, um zwei kindgerecht aufgearbeitete Vorlesungen zu erleben.
„Laber doch“ hieß es bei Prof. Dr. Harald Rau. Der Kommunikations- und Medienwissenschaftler startete in seiner Vorlesung mit einer Konzentrationsübung, der sogenannten Jägerhaltung. Die Junior-Studierenden erfuhren, dass diese bereits sehr alt ist und unter anderem auf Felszeichnungen in Kalifornien (USA) zu finden ist. Alle Kinder machten begeistert mit, um die Jägerhaltung zu erlernen und zu erfahren, wann und wo sie angewendet werden kann. Des Weiteren setzte sich die Vorlesung damit auseinander, wie Kinder die richtigen Worte finden können, zum Beispiel im Gespräch mit Eltern, Lehrerinnen, Lehrern oder Freunden. Ein weiterer Aspekt der Kommunikation war die Auseinandersetzung mit der Behauptung des 2007 verstorbenen Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. In Übungen probierten die Schülerinnen und Schüler aus, sich ohne Worte, nur unter Einsatz von Mimik und Gestik, mit ihrem Gegenüber für das Freibad zu verabreden. „Für mich ein wirklich schönes Erlebnis: Die Kinder waren echte 'Mitmacher'. Bei den Übungen waren alle begeistert dabei und wenn es etwas auszuprobieren gab, konnte ich die Freiwilligen kaum zählen. Wenn die Zuhörerinnen und Zuhörer motiviert sind, dann ist man das als Vortragender automatisch auch“, so Professor Rau.
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| Begeistertes Mitmachen bei der „Jägerhaltung“ in der Vorlesung von Prof. Dr. Harald Rau. |
Gestärkt ging es nach einer Pause in die Vorlesung „Mobil? Ich versteh nur Bahnhof“. Mit Folienpräsentation und den Fragen „Warum seid ihr mobil? Warum seid ihr unterwegs?“, führte Prof. Dr. Thomas M. Cerbe vom Institut für Verkehrsmanagement der Ostfalia die Kinder an das Thema Mobilität heran. Aktuell wird dieses auch in den Schulen behandelt. „Umso erfreulicher die Begeisterung in der Vorlesung“, berichtete Cerbe. So sprühten die Junior-Studierenden vor Ideen, als sie von "ihrem Professor" gefragt wurden, wie sie sich die zukünftige Mobilität vorstellen. Danach sollte es Autos mit Tragflächen geben, kleine Fahrkabinen am Seil oder die Möglichkeit, sich einfach wegbeamen zu lassen.
Die Kinder-Hochschule der Ostfalia wird zweimal im Semester, also viermal im Jahr ihre Türen öffnen. Weitere Informationen: Manuela Sentner, Ostfalia, Telefon 05331/939-10120, E-Mail: m.sentner@ostfalia.de
Über 100 Junior-Studierende sitzen in der Vorlesung „Mobilität“ von Prof. Dr. Thomas M. Cerbe.
Evelyn Meyer-Kube/07.06.2013
Fotos: Manuela Sentner

