Salzgitter

Ostfalia weiht neues Medienzentrum ein

20 Jahre Campus Salzgitter

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hat auf dem Campus in Salzgitter-Calbecht ein neues Medienzentrum erhalten. Nach zwei Jahren Bauzeit und Ausstattung wurde gestern Nachmittag (16.5.2013) das erste Niedrigenergiegebäude im niedersächsischen Hochschulbau im Beisein von über 200 Gästen aus Hochschule, Politik und Wirtschaft seiner Bestimmung übergeben. Den passenden Rahmen dazu bot die Jubiläumsfeier des Hochschulstandortes, dessen Erfolgsgeschichte 1993 begann.

Mit einem Grußwort eröffnete Ostfalia-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach die Doppelveranstaltung und begrüßte zahlreiche Ehrengäste, unter anderem Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, den niedersächsischen Finanzminister Peter-Jürgen Schneider, Oberbürgermeister Frank Klingebiel. „Die Liste derer, die zu der Entwicklung des Hochschulstandortes maßgeblich beigetragen haben und dies weiterhin tun, ist lang“, sagte Umbach und bedankte sich bei allen Beteiligten.

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Zerschnitten das Band (von links): Ltd. Baudirektor Michael Brassel (Staatl.
Baumanagement Südniedersachsen), Ostfalia-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach,
Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić, Finanzminister Peter-Jürgen Schneider
und Dekan Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack.

Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić zeigte sich beeindruckt: „Das Land Niedersachsen hat den Bau des neuen Hörsaal- und Seminargebäudes in Salzgitter eng begleitet und maßgeblich unterstützt. Mit einem Kostenvolumen von rund 17 Millionen Euro für den Neubau haben wir in doppelter Hinsicht nachhaltig in die Zukunft investiert. Wir stärken den Hochschulstandort Salzgitter, und zudem ist das Niedrigenergiegebäude ein Pilotprojekt im niedersächsischen Hochschulbau.“ Ziel sei es, die Betriebs- und Energiekosten mittel- bis langfristig deutlich zu senken. Gerne werde sie das Projekt zur Nachahmung weiter empfehlen, so die Wissenschaftsministerin.

Positive Stimmung auch bei Oberbürgermeister Frank Klingebiel: „Die Entwicklung des Hochschulstandortes auf dem Gelände der ehemaligen Salzgitter Erzbergbau AG in nur zwei Jahrzehnten ist eine besondere Erfolgsgeschichte für die Stadt Salzgitter. Die Ostfalia Hochschule bringt viele Studierende mit Aufbruchstimmung und Zukunftsideen zu uns. Mit seinen Studiengängen stärkt der Campus den Bildungsstandort Salzgitter. Die Unterstützung für den Bau weiterer Seminar- und Hörsäle ist für uns ebenso selbstverständlich gewesen wie die Investitionen für die Erweiterung der Mensa im Jahr 2012. Die Einweihung des Medienzentrums ist ein weiterer Meilenstein für den Hochschulstandort und für Salzgitter.“

Neuer Schub für den Campus
In seiner Rede machte Umbach die rasante Entwicklung des Campus deutlich, zeigte Perspektiven auf und ging auf ein Versprechen ein, das die Hochschule der Stadt Salzgitter und dem Land Niedersachsen vor 20 Jahren gegeben hatte. „Wir hatten versprochen, den neuen Standort weit über die vom Wissenschaftsrat damals geforderten 1000 Studienplätze hinaus zu einem blühenden Hochschulstandort zu entwickeln. Im ersten Jahr hatten wir bereits 157 Studierende zu verzeichnen. Heute sind weit über 2000 junge Frauen und Männer in Salzgitter eingeschrieben – und bis zum Jahr 2015 erwarten wir deutlich mehr als 2500 Studierende. Das wird dem Standort einen neuen Schub verleihen“, sagte Umbach.

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Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach und Wissenschaftsministerin
Dr. Gabriele Heinen-Kljajić

Nachhaltig in die Zukunft investiert
Die kontinuierlich steigende Studierendenzahl bescherte dem Campus allerdings ein enormes Platzproblem. So stellten zum Beispiel drei aufgestellte Hörsaal-Container für den Lehrbetrieb und den weiteren geplanten Ausbau des Lehrangebotes nur vorübergehend eine Lösung dar. „Umso mehr freuen wir uns über die heutige Einweihung des neuen Medienzentrums. Damit steht uns eine weitere Nutzfläche von 3300 Quadratmetern zur Verfügung“, so Dekan Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack. Mit dem Neubau wurde erstmals im niedersächsischen Hochschulbau ein Niedrigenergiegebäude finanziert, das die Vorgaben der Energieeinsparungsverordnung um mindestens 30 Prozent unterschreitet. Es beherbergt Labore, Hörsäle, Rechnerarbeitsplatz-, Seminar- und Büroräume sowie die große Fakultätsbibliothek. Das Herzstück des Gebäudes ist jedoch der Studiobereich mit der so genannten Greenbox - ein virtuelles Fernsehstudio.

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Dekan Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack überreicht Wissenschaftsministerin Dr. Gabriele
Heinen-Kljajić Blumen.

Evelyn Meyer-Kube/17.05.2013