Wolfsburg

Team e.Wolf der Ostfalia beim Carolo Cup erfolgreich

Erfolg für das Team e.Wolf der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften: Mit ihrem autonomen Modellfahrzeug sicherte sich die Projektgruppe aus der Fakultät Fahrzeugtechnik am 7.2. den vierten Platz in der Standard-Leistungsklasse des Carolo Cups. Beim von der Technischen Universität Braunschweig veranstalteten Wettkampf kämpften die Ostfalia-Studierenden vom Campus Wolfsburg gegen zehn andere Teams aus Deutschland, der Schweiz und Schweden in den Disziplinen Einparken, Rundkurs mit und ohne Hindernissen sowie einer Präsentation der Konzepte. Auch das Team „Ostfalia-Cup“ der Fakultät Informatik vom Standort Wolfenbüttel nahm mit dem siebten Platz erfolgreich am Wettbewerb teil.

Das Team e.Wolf freut sich über die erfolgreiche Teilnahme beim diesjährigen Carolo Cup.

„Das ist ein super Ergebnis für uns“, freute sich das Team. „Wir haben im März fast komplett bei null angefangen und konnten kaum auf existierende Software zurückgreifen. In unserer Leistungsklasse mussten wir uns unter anderem mit den Teams aus Ulm und München messen, die in vier der letzten sechs Jahre den Gesamtsieg unter sich ausgemacht haben.“ Neben diesen beiden Favoriten schaffte es nur das Team aus Karlsruhe, in der Endabrechnung vor dem Team e.Wolf zu landen.

Dabei begann der Wettbewerb in der Stadthalle Braunschweig für das Team e.Wolf mit einem Schock: Beim ersten Einparkversuch blieb der Porsche 914 der Ostfalia-Mannschaft stehen. „In der Aufregung ist uns leider ein Leichtsinnsfehler unterlaufen und das Fahrzeug nicht komplett gestartet worden.“ Beim zweiten Versuch parkte das Modellauto jedoch souverän in unter acht Sekunden in die vorgebebene Parklücke ein. Auch mit nur einem gültigen Versuch - und damit nur der Hälfte der möglichen Punkte - reichte diese Zeit für den fünften Platz in der Parkdisziplin.

Parcours in der Stadthalle Braunschweig.

Beim anschließenden Rundkurs ohne Hindernisse lief für das Team e.Wolf dann alles nach Plan: Souverän absolvierte die vierte Generation des e.Wolf den Parcours und erreichte mit einer zurückgelegten Distanz von 278 Metern in zwei Minuten den dritten Platz in dieser Disziplin. „Besonders stolz sind wir darauf, als einziges Team unserer Leistungsklasse komplett ohne Strafmeter ausgekommen zu sein.“ Strafmeter gibt es zum Beispiel für die Verwendung der Fernbedienung bei Orientierungsverlust oder Überschreiten der Fahrbahnmarkierung.

Eine Premiere gab es für das Team in der Königsdisziplin des Carolo Cups, dem Rundkurs mit Hindernissen. „Für diesen Wettbewerb haben wir zum ersten Mal eine Hinderniserkennung und Ausweichstrategien entwickelt“, erläutern die Studenten. Die neue Software funktionierte: Das Fahrzeug konnte dem Großteil der Hindernisse ausweichen und auch Vorfahrtsregeln an Kreuzungen beachten. „Die Strafen in dieser Disziplin sind leider sehr hart, deswegen haben wir ein Punktergebnis ganz knapp verpasst“, analysierte die Projektgruppe. Insgesamt gelang es nur vier Teams aus der Standard-Leistungsklasse in der schwierigsten Disziplin Punkte zu holen.

Auch dank des überzeugenden Gesamtkonzepts, das von einer Expertenjury aus Forschung und Wirtschaft mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde, holte das Team in der Gesamtwertung einen sicheren vierten Platz. „Vielen Dank an unsere Sponsoren, vor allem der Ostfalia Hochschule und dem Institut für Fahrzeugsystem- und Servicetechnologien für die große Unterstützung. Das tolle Ergebnis ist eine große Motivation für den nächsten Wettbewerb“, blickt das Team voraus.

Text: E.Müller
Fotos: Privat