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2. Deutsch- chinesisches Wirtschaftsrechtssymposium "Erfolg in China: Recht, Wirtschaft und Kultur" in Shanghai

Nachdem im Oktober 2002 in Wolfenbüttel das erste Symposium mit dem Fachbereich Recht der FH Braunschweig/Wolfenbüttel, dem CDHK an der  Tongji Universität Shanghai und Siemens Transportation Systems Braunschweig stattfand, wurde am 15. bis 16. Oktober das 2. deutsch-chinesische Wirtschaftsrechtssymposium in Shanghai an der Tongji Universität ausgerichtet. Gastgeber war das Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) an der Tongji Universität mit Unterstützung der Fachhochschule Braunschweig/ Wolfenbüttel sowie Siemens Limited China, Bejing und Siemens Transportation Systems (TS) in Braunschweig und Berlin.

Wie bereits beim 1. Symposium im Herbst 2002 in Wolfenbüttel lag der Schwerpunkt auch diesmal auf praxisnahen, wirtschaftsbezogenen Themenfeldern, wie dem sog. Anlagengeschäft und artverwandten Themen. Das besondere Charakteristikum des Symposiums (Erfolg in China: Recht, Wirtschaft, und Kultur) ist die in der Wirtschaft stets gegenwärtige Verzahnung von Recht, Wirtschaft und Kultur; es ist dieser Dreiklang, der die Grundlage des (ökonomischen) Handelns im internationalen Raum bestimmt; eine lediglich rechtliche Betrachtung würde den ökonomischen und kulturellen Kontext weitgehend ausblenden und damit ein tieferes, in der Praxis aber unabdingbares gegenseitiges Verständnis erheblich erschweren. 

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Gruppenbild der Referenten und Veranstalter vor dem modernen Tagungsgebäude
auf dem Gelände der Tongji Universität in Shanghai (von links):
1. Reihe Prof. Dr. Zimmer (Vizedirektor des CDHK, Tongji). Prof. Gu (Vizedirektor des CDHK),
Herr Changhao Gu (Vizedirektor des Rechtsamtes der Stadt Shanghai), Prof. Dr. Huck
(FH Braunschweig/Wolfenbüttel), Prof. Dr. Gang Wan (Präsident der Tongji-Universität
und Direktor des CDHK), R. Grolms, Siemes AG, Braunschweig, Herr Ullbricht,
General Manager TS, Siemens AG, Beijing, Prof. Dr. Gao, (CDHK, Tongji)
2. und 3. Reihe: Prof. Dr. Wang (2 v.links), E. Lindner (MWK), E.Isermann
(Präsident des Oberlandesgerichts, Braunschweig) . M.Klemt (Siemens AG),
Prof. Dr. Rogmann (FH Braunschweig/Wolfenbüttel), J. Dehn, (Generalstaatsanwalt
Braunschweig), Ulrich Schwarze, Siemens, Berlin, Prof. Dr. Müller (FH Braunschweig/Wolfenbüttel)

Auch bei diesem Symposium wurde nicht nur Wert darauf gelegt, verschiedene Fachgebiete zusammen zu führen, sondern diese auch aus der jeweiligen nationalen Sicht  darzustellen. Grußworte zu dieser Veranstaltung sprachen Ministerialrat E. Lindner als Vertreter der niedersächsischen Landesregierung (MWK), der Präsident der Tongji Universität Prof. Gang Wan, Prof. Dr. Huck (Vizepräsident und Dekan des Fachbereichs Recht), Herr Changhao Gu , Vizedirektor des Rechtsamtes der Stadt Shanghai sowie Herr R. Grolms, Betriebsleiter der Siemens TS RA, Braunschweig.

Von Seiten der FH waren Prof. Dr. Huck, Prof. Dr. Müller (Studiendekan des Fachbereichs Recht) und Prof. Dr. Rogmann (Beauftragter für Internationales des Fachbereichs Recht) mit Vorträgen und Moderationen aktiv in  das Symposium eingebunden. Mit zu den Vortragenden der deutschen Delegation zählte MR Lindner vom nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der die Forschungspolitik in Niedersachsen auf Grundlage der verfassungsrechtlichen Vorgaben erläuterte und dabei auf die maßgeblichen Förderkriterien des Landes Niedersachsens bei der Forschungsförderung einging (Excellenz und Wirtschaftsbezug). Die Delegation wurde ferner verstärkt durch den Herrn Edgar Isermann, Präsident des OLG Braunschweig sowie Herrn Jürgen Dehn, Generalstaatsanwalt, Braunschweig, die das Symposium mit Fachvorträgen aus der Sicht der Justiz bereicherten. Als Vertreter der Wirtschaft berichteten Michael Klemt von Siemens TS RA über das Thema "Die Bearbeitung öffentlicher Ausschreibungen aus China in einem deutschen Unternehmen" sowie Ulrich Schwarze über "Projektabwicklung und Verständnis im Hinblick auf Änderungen und Störungen in der Praxis" und Hongjie Zhang über "Auswirkungen kultureller Unterschiede bei kritischen Vertragsstörungen" (beide Siemens, TS, Berlin).

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Grußworte zur Eröffnung der Tagung auf deutsch und chinesisch (von links):: Prof. Dr. Wang (Tongji, CDHK),
Herr Changhao Gu (Vizedirektor des Rechtsamtes der Stadt Shanghai, Prof. Dr. Gang Wan
(Präsident der Tongji Universität und Direktor des CDHK), Prof. Dr. Huck (FH Braunschweig/Wolfenbüttel),
Herr R. Grolms. Mitglied der Geschäftsleitung der Siemens, Braunschweig

Daneben wurden u.a Themen aus dem chinesischen Vergaberecht, dem chinesischen Kartellrecht, dem Gesellschaftsrecht und dem Arbeitsrecht behandelt. Mit insgesamt siebzehn Vorträgen waren beide Tage prall gefüllt und boten den Teilnehmern von Universität, Anwaltskanzleien, der deutsch- chinesischen Handelskammer und den Vertretern von Siemens aus den Standorten Berlin, Shanghai Peking und Braunschweig Gelegenheit zu einem wissenschaftlichen und  facettenreichen Gedankenaustausch, der nach dem Wunsch der Beteiligten auch in Zukunft fortgesetzt werden soll. Die Vorbereitungen im Fachbereich Recht  für die Ausrichtung des 3. chinesisch-deutschen Wirtschaftsrechtsymposium in 2004 haben daher schon begonnen. 

Programm: Hier klicken.
Informationen zur 1. Deutsch-chinesichen Tagung 2002: Hier klicken.

Text: Prof. Dr. Winfried Huck