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Fachbereich Versorgungstechnik genießt hohes Ansehen

Gleich drei Ereignisse fanden am vergangenen Donnerstag im Fachbereich Versorgungstechnik der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel (FH) statt: die 15. Fachtagung Versorgungstechnik, die feierliche Einweihung des Hörsaals "Kieback&Peter Forum" und die Prämierung dreier herausragender Diplomarbeiten.

FachtagungQualität in Lehre, Studium, Weiterbildung, angewandte Forschung und Entwicklung sowie die enge Zusammenarbeit mit Wirtschafts- und Industriepartnern zeichnen den Fachbereich Versorgungstechnik an der FH in Wolfenbüttel seit drei Jahrzehnten aus. Ein Image, dass sich auch in der Resonanz der 15. Fachtagung Versorgungstechnik widerspiegelte, die in Kooperation mit dem Competence Center for Building Networks (CBN) veranstaltet wurde.

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FH-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach begrüßte die Teilnehmer

Über 130 Teilnehmer/-innen aus dem gesamten Bundesgebiet waren nach Wolfenbüttel gereist, um sich zum Thema "Innovation in der Gebäudeautomation durch offene Bustechnologien" unter anderem über den aktuellen Entwicklungsstand und deren heutige Einsatzmöglichkeiten zu informieren. FH-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach dankte in seiner Begrüßungsrede insbesondere den Professoren Dr. Siegfried Baumgarth und Dr. Georg-Peter Schernus: "...die sich über viele Jahre für den Fachbereich Versorgungstechnik verdient gemacht, ihn aufgebaut und weiterentwickelt haben." Beide Professoren sind Gründungsmitglieder des im Jahre 2001 gegründeten CBN, dem es in wenigen Monaten gelungen ist, Kompetenzen aus Unternehmen der Gebäudeautomationsbranche, aus Planungsbüros und aus dem Hochschulbereich in einem Expertenforum zu einem firmenneutralen Informations- und Erfahrungsaustausch über offene Bus-Technologien und ihre Entwicklungen zusammenzuführen. Umbach weiter: "... dass der Fachhochschulstandort Wolfenbüttel in Fragen der Gebäudeautomation an erster Stelle genannt wird, dies ist vor allem auf die anwendungsorientierten wissenschaftlichen und technischen Entwicklungsarbeiten der Kollegen Baumgarth und Schernus zurückzuführen." CBN (mehr...)

Kieback&Peter ForumIm Anschluss an die Fachtagung wurde im Beisein zahlreich geladener Gäste feierlich das "Kieback&Peter Forum" seiner Bestimmung übergeben. Es handelt sich dabei um einen Hörsaal im Fachbereich Versorgungstechnik, dessen modernste regelungstechnische Ausstattung von der Kieback&Peter GmbH & Co KG im Wert von 15 000 € gesponsert wurde. So kann beispielsweise die Raumtemperatur automatisch geregelt und das Licht gelöscht werden, wenn die installierte Kamera über einen gewissen Zeitraum keine Bewegungen mehr wahrnimmt. Darüber hinaus wurde das Kieback&Peter Forum für Präsentationszwecke mit einem Beamer und einer Leinwand ausgestattet.

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Einweihung des Hörsaals "Kieback&Peter Forum" (von links): Dipl.-Ing. Andreas Pöhlig,
Prof. Dr. Manfred Heiser, Dekanin Prof. Dr. Rosemarie Masannek, Prof. Dr. Gehorg-Peter Schernus,
Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Prof. Dr. Siefried Baumgarth

Schon seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitet das Berliner Unternehmen Kieback&Peter GmbH & Co KG, führender Anbieter von Geräte- und Systemlösungen im Heizungs-, Lüftungs- und Klima-Bereich sowie im Gebäudemanagement erfolgreich mit der FH zusammen. Etwa 20 Absolventen des Fachbereichs Versorgungstechnik wurden im Laufe der Jahre von Kieback&Peter eingestellt. "Die von uns bereitgestellte Technik dient der praxisnahen Ausbildung der Studenten an zeitgemäßen Produkten, die heute europaweit in der täglichen Anwendung stehen", erklärt Dipl.-Ing. Andreas Pöhlig von der Kieback&Peter-Niederlassung Hannover. Pöhlig betonte: "Bundesweit genießt die hohe Qualität der Ausbildung der FH-Ingenieure der Versorgungstechnik aus Wolfenbüttel ein hohes Ansehen in unserem Unternehmen".

FH-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach bedankte sich bei dem Unternehmen: "Dank Ihrer Unterstützung kann das Ausbildungsniveau gehalten werden. Angesichts der extremen Haushaltslage benötigen wir verlässliche Partner an unserer Seite. Vielleicht gibt es ja noch andere interessierte Firmen? - Wir haben noch weitere Hörsäle zur Verfügung."

Prämierung DiplomarbeitenEin weiteres Ereignis dieses Tages war die feierliche Prämierung dreier herausragender Diplomarbeiten, die im neuen "Kieback&Peter Forum" stattfand. Schon zum vierten Mal zeichnet das Center of Building Networks (CBN) und seine 13 Mitgliedsfirmen Absolvent/-innen aus, die ihr Studium durch eine hervorragende Diplomarbeit auf dem Gebiet der Gebäudeautomation abgeschlossen haben. "Ursprünglich einmal mit Unterstützung der Firma ABB ins Leben gerufen, hat das CBN die Vergabe dieses Preises übernommen", erklärte Prof. Dr. Ekkehard Boggasch.

"Wir brauchen den Nachwuchs dringend, um die Zukunft gestalten zu können, denn der entscheidende Wettbewerbsvorteil einer Firma ist das Potential, das Wissen, das in den Köpfen steckt", so der Appell von Dipl.-Ing. Horst Zacharias, Vorstandsmitglied des CBN und Geschäftsführer der INGA Ingenieurgesellschaft für Gebäudeautomation mbH, Teil der Unternehmensgruppe Zacharias, Hameln.

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Die Prämierung der herausragenden Diplomarbeiten fand im neuen "Kieback&Peter Forum" statt.

In der Regel werden die eingereichten Diplomarbeiten von einer Jury, zusammengesetzt aus vier Vertretern des CBN, mit Platz 1, 2 und 3 bewertet und entsprechend unterschiedlich mit einer Gesamtsumme von 2 500 € prämiert. Doch gab es diesmal laut Zacharias große Probleme. Die Jury war sich einig: alle drei in Frage kommenden Diplomarbeiten sind ausgezeichnet und haben den ersten Platz verdient.

Ausgezeichnet mit jeweils 1000 € wurden:
Dipl.-Ing. Silke Bremer, sie schrieb ihre Diplomarbeit mit dem Thema "Optimierte Anpassung der Energiebereitstellung an den Bedarf" am Institut für Verbrennungstechnik und Prozessautomation des Fachbereichs Versorgungstechnik. Ihr Betreuer Prof. Dr. Siegfried Baumgarth: "Frau Bremer hat in ihrer umfangreichen, am Fachbereich Versorgungstechnik durchgeführten und mit einem hohen Innovationsgehalt versehenen, experimentellen Diplomarbeit gezeigt, dass an den bestehenden Heizungs- und Klimaanlagen in Gebäuden enorme Energieeinsparpotenziale vorhanden sind, wenn innovative Verfahren und Techniken zur Anwendung kommen, wie sie bislang noch nicht eingesetzt werden. Daher ist die Arbeit ist eine Goldgrube für jeden Anlagenbetreiber!"

Auch Dipl.-Ing. Thorsten Tümper wurde von Baumgarth betreut: "Herr Trümper hat seine Diplomarbeit mit dem Thema Simulation eines Wärme- und Kälteverbundsystems bei der Firma IMTECH Hamburg durchgeführt, ein potentieller Arbeitgeber für unsere Absolventen. Es gelang ihm innerhalb kurzer Zeit bei den Planungen für eine neu zu errichtende Pharma-Fabrik die Energieverbrauchskosten um bis zu 70 Prozent zu senken, wenn neue Techniken, die er aus seinem Studium bei uns gelernt hat, zur Anwendung kommen. Damit sind sofort Einsparsummen von einigen 100.000 Euro pro Jahr verbunden. Er hat damit so überzeugt, dass ihm gleich mehrere Stellen angeboten wurden, was zeigt, das trotz der allgemeinen negativen Stimmung ein hoher Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieuren in unserem Bereich besteht."

Die Diplomarbeit von Dipl.-Ing. Lars Baumann beschäftigt sich mit der "Vernetzung alternativer Energiesysteme unter Verwendung moderner Kommunikationstechnik". Betreuer Prof. Dr. Ekkehard Boggasch dazu: "Herr Baumann hat in seiner hier im Fachbereich Versorgungstechnik angefertigten Diplomarbeit unterschiedliche alternative Energieerzeugungssysteme datentechnisch vernetzt. Die Energie aus Solarzellen, Windgeneratoren und Blockheizkraftwerken wird damit erstmals gleichzeitig im Sekundenrhythmus erfasst, dargestellt und archiviert. Vom Schraubenschlüssel bis zur Programmierung in C++ war dabei alles vertreten. Das zeigt, wie vielseitig und interessant die Versorgungstechnik sein kann."

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Freude bei den Prämierten für die hohe Anerkennung ihrer Leistungen (von links):
Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Dipl.-Ing. Thorsten Tümper, Dipl.-Ing. Silke Bremer, Dipl.-Ing. Lars Baumann,
Dipl.-Ing. Horst Zacharias, Prof. Georg-Peter Schernus

Prof. Dr. Manfred Heiser, der die Gesamtorganisation dieses veranstaltungsreichen Tages übernommen hatte, zeigte sich am Ende über die überaus positive Resonanz und das lebhafte Interesse aller Beteiligten hoch zufrieden und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich nun bald wieder verstärkt mehr Studierwillige von der Versorgungstechnik als einem modernen und praxisnahen Studiengang angezogen fühlen werden.

Kontakt:
Fachbereich Versorgungstechnik: Hier klicken
Center of Building Networks, Prof. Dr. Manfred Heiser, E-Mail

Text und Fotos: Evelyn Meyer