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Ostfalia Hochschule und Wolfenbütteler Unternehmen gestalten gemeinsame Vorlesung

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Die Studierenden vor der Altstadtbäckerei in Wolfenbüttel.

Das Institut für Biotechnologie und Umweltforschung (IBU) der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften setzt auf die Zusammenarbeit mit Wolfenbütteler Unternehmen. Von dieser Zusammenarbeit profitieren die Studierenden der Fakultät Versorgungstechnik, die beteiligten Unternehmen und natürlich die Hochschule.

Die Richter Altstadtbäcker sind seit Jahren ein fester Kooperationspartner für die Hochschule. Bereits im Jahr 2001 haben sich die Altstadtbäcker am Forschungsprojekt „Marktvorteile durch umweltorientiertes Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU)“ beteiligt, das gemeinsam mit der Stadt Wolfenbüttel, Wolfenbütteler Unternehmen, der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) und der Fachhochschule erfolgreich umgesetzt wurde. Seitdem beteiligt sich die Richter Altstadtbäcker immer wieder an Projekten und stehen den Dozenten der Hochschule im Rahmen der Vorlesungen regelmäßig als Praxisbeispiel zur Verfügung.

Während der langjährigen Zusammenarbeit haben sich aus den Projekten bereits zwei Ingenieurbüros als Ausgründungen von Mitarbeitern und Studierenden der Hochschule etabliert. Sowohl die Gesellschaft für Stoffstrom- und Abfallmanagement als auch das Unternehmen Wienecke, Hillebrecht & Partner - Ingenieurgesellschaft für Energiemanagement haben ihren Ursprung in Kooperationsprojekten zwischen Hochschule und Unternehmen.

Im Rahmen eines aktuellen Studienprojektes haben Studentinnen des Instituts für Biotechnologie und Umweltforschung das Unternehmen unter dem Aspekt des Klimaschutzes untersucht, das heißt es wurden die Treibhausgasemis¬sionen der Produktion ermittelt und ein „CO2 Fußabdruck“ berechnet. Außerdem wurde die Verwertung der organischen Reststoffe der Altstadtbäcker untersucht. Hierbei wurden verschiedene Verwertungsoptionen und ihre Klimawirksamkeit untersucht.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Unternehmen setzt auf Ökostrom und gibt seine Bioabfälle in die Ethanolproduktion, wodurch jährlich 330 t CO2-Äq eingespart werden können. Die Ergebnisse wurden von Sandra Berger und Maria del Pino im Rahmen der Exkursion zu den Altstadtbäckern vorgestellt. Die Studierenden der Vorlesung erhielten dadurch einen konkreten Einblick in die praktische Anwendung von Projektergebnissen und den Technologietransfer zwischen Hochschule und Unternehmen.

Text: Kai Hillebrecht/19.11.2010
Foto: privat