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Ressourcenmanagement in Unternehmen – Theorie und Praxis vor Ort

okermuehle

Studierende besuchten die Hedwigsburger Okermühle im Landkreis Wolfenbüttel.

Ostfalia kooperiert mit Hedwigsburger Okermühle und Wienecke, Hillebrecht & Partner

Wie können vorhandene Ressourcen möglichst effizient eingesetzt werden? Wie sieht die Theorie in der Praxis aus? Studierende des Studiengangs Bio- und Umwelttechnik (Bio- and Environmental Engineering) stellten diese Fragen und informierten sich direkt vor Ort in der Hedwigsburger Okermühle. Sie hat sich auf Großkunden der Lebensmittelindustrie konzentriert und produziert ausschließlich Weizenmahlprodukte aus kontrolliertem Vertragsanbau.

Ein effizientes Ressourcenmanagement ist heute eine wesentliche Voraussetzung für eine moderne Industrieproduktion. Deshalb bearbeitet die Okermühle diese Fragestellung in verschiedenen Projekten gemeinsam mit den Fakultäten Maschinenbau und Versorgungstechnik der Ostfalia sowie der Firma Wienecke, Hillebrecht & Partner. Letztere ist eine Ausgründung der Hochschule. Als Ingenieurgesellschaft für Energiemanagement gewährt sie Studierenden im Rahmen des praxisorientieren Lernens detaillierte Einblicke in das Ressourcenmanagement von Unternehmen. So auch Thomas Koch, Produktionsleiter der Hedwigsburger Okermühle. Er stellte den Studierenden bei ihrem Besuch vor Ort Daten zu den Energie- und Materialflüssen des Unternehmens zur Verfügung. Auch über die Produktionsprozesse der Okermühle konnten sich die Studierenden eingehend informieren. Anhand der gesammelten Daten zu Produkten, Energieverbräuchen und Reststoffen, erarbeiten die Studierenden Stoff- und Energieflussdiagramme und entwickeln Ansätze für Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Ressourcenmanagements im Unternehmen.

Zurzeit kooperiert die Hedwigsburger Okermühle mit Wienecke, Hillebrecht & Partner und der Ostfalia in den Projekten „Hydrothermale Carbonisierung in Niedersachsen“, „Gärversuche mit Reststoffen der Hedwigsburger Okermühle“, „Einführung eines Energiemanagementsystems“ und „Optimierung der Energieeffizienz im Unternehmen“. Weitere Projekte sind vorgesehen, zum Beispiel die Optimierung des betrieblichen Abfallmanagements.

„Die Zusammenarbeit ist für alle Akteure von großem Wert. So profitiert die Okermühle von den Untersuchungen und wissenschaftlichen Ergebnissen, die Hochschule hat die Möglichkeit, praxisnahe Forschung und Entwicklung umzusetzen, und die Studierenden bekommen einen direkten Einblick in das Unternehmen und bearbeiten praxisrelevante Fragestellungen im Rahmen ihrer Studienarbeiten“, sagt Kai Hillebrecht von Wienecke, Hillebrecht & Partner.

Evelyn Meyer-Kube/08.12.2011
Foto: privat