Fakultät Soziale Arbeit

Grundständiger Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik

Schwerpunkt Frauen- und Mädchenarbeit

Die Gliederung des Studiums im Schwerpunkt erfolgt auf dem Hintergrund der z. Z. gültigen Prüfungs- und Studienordnung des Fachbereiches Sozialwesen und wird damit auch entlang der damit verbundenen Strukturelemente des Studiums erläutert.

Projekt

Das Projektstudium dauert insgesamt 3 Semester. Studieren im Projekt bedeutet selbsttätiges Gestalten professioneller Praxis und selbstverantwortliche Einübung in den zukünftigen Beruf. Projekte sind daher das Herzstück des Studienschwerpunktes.

Jedes Projekt besteht aus der jeweiligen Projektpraxis, einem Projektplenum für die unmittelbar die Praxis betreffenden organisatorischen und theoretischen Fragen sowie der Praxisberatung bzw. Supervision. Zur Zeit existieren 3 Projekte, unter denen die Studierenden nach Maßgabe vorhandener Plätze frei wählen können:

- Projekt: Frauenhaus (van der Mond-Siebke)

- Projekt: Soziale Arbeit mit Frauen und Mädchen/Autonomes Frauenprojekt

- Projekt: Frauen- und Mädchennetzwerke (Brombach)


Schwerpunktspezifische Veranstaltungen

8 Lehrveranstaltungen in den Lernbereichen bzw. in den Wahlpflichtfächern

Die für die Durchführung des Schwerpunktes verantwortlichen Dozenten/innen werden zu Beginn jeden Semesters auf einschlägige Lehrveranstaltungen hinweisen, die in einem engen inhaltlichen Zusammenhang mit den Themen und Projekten des Schwerpunktes stehen.

LB 1: Gesellschaftliche Bedingungen sozialer Probleme

(z. B. Sozialstruktur der Bundesrepublik Deutschland, Soziale Ungleichheit der Geschlechter, geschlechtsspezifischer Arbeitsmarkt, Geschichte und Wandel der Frauenbewegung; Politische und ökonomische Rahmenbedingungen für Frauen-, Familien-, Jugend- und Kinderpolitik; Wandel privater Lebensformen, Gesellschaftliche Ursachen psychosozialer Probleme bei Frauen und Mädchen).

LB 2: Institutionen und Organisationen sozialer Arbeit

(z. B. System sozialer Sicherung in der BRD; Organisation sozialer Dienste; Träger und Institutionen sozialer Arbeit mit Frauen, Gleichstellungsstellen, Frauenberatungsstellen, Frauenförderpläne, Aufbau und Organisation sozialer Einrichtungen in freier Trägerschaft; Soziales Management in öffentlichen und freien Trägern; Sozialplanungslehre/Soziomarketing, Personalmanagement).

LB 3: Klienten und Zielgruppen sozialer Arbeit

(z. B. Entwicklungs-, Lebens- und Lernbedingungen von Mädchen, innovative Frauen- und Mädchenarbeit, Lebensräume und Lebenswelten von Frauen, MigrantInnen, Frauen und Mädchen nach Gewalterfahrungen, Traditionen und Folgen geschlechtsspezifischer Sozialisation von Mädchen und Frauen, abweichendes Verhalten von Frauen und Mädchen).

LB 4: Handlungsstrategien und Handlungskompetenz

(z. B. Gesprächsführung; Sozialpädagogische Gruppenarbeit; sozialpädagogische Einzelfallbetreuung; emanzipatorische Frauenarbeit, Bildung, Leitung und Beratung von Teams; Projektmanagement und Managementtraining; Subjektkompetenz: Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung; erlebnispädagogische Angebote; Theater- und Rollenspiel).

Recht und Verwaltung (Pflichtfach)

(z. B. Frauenfördergesetz, Sozialhilferecht; Haushaltsrecht; Familienrecht; Kinder- und Jugendhilferecht; Arbeits- und Berufsrecht).

Medienpädagogik (Pflichtfach)

Im Bereich der Medienpädagogik sind frauenbezogene/frauenspezifische Themen zu studieren, z. B. Programmentwicklung und -gestaltung für Mädchengruppen; Einsatz und Möglichkeiten kreativer Medien; Spiel; bewegungspädagogische Angebote

Blockpraktikum

Sollte nach Möglichkeit im Bereich des Schwerpunkts absolviert werden.

Diplomarbeit

Sollte sich nach Möglichkeit auf Fragestellungen des Schwerpunktes beziehen.

Abschlussqualifikation

Dipl.-Sozialpädagoge/-pädagogin (ohne weitere Zusatzbezeichnung).

Zertifikat

Zusatzprüfung (gem. § 14 PO). Anhang zum Diplom.

Prüferinnenpool

Brombach, Jünemann, Minte-König, Müller, v. d. Mond-Siebke, Pillardy, Storp