Die Fakultät Versorgungstechnik auf dem 6. Niedersächsischen Forum für Brennstoffzellen und Elektromobilität
Auf dem diesjährigen 6. Niedersächsischen Forum für Brennstoffzellen und Elektromobilität am 02. November 2011 in Hannover war die Fakultät Versorgungstechnik der Ostfalia Hochschule mit einem Stand und zwei Exponaten vertreten.
Gemeinsam mit der Fraunhofer ICT (Institut für Chemische Technologie) Projektgruppe „Nachhaltige Mobilität“ aus Wolfsburg wurde u.a. ein Redox-Flow-Batterie-System ausgestellt. Das Exponat war ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Labor für Elektrotechnik und regenerative Energietechnik und der ICT Projektgruppe, dass im Rahmen von studentischen Arbeiten angefertigt wurde. Das Herzstück des Exponats ist dabei der sogenannten Zellenstapel (Stack), der als Energiewandler für elektrische in chemische Energie fungiert und umgekehrt. Als Energieträger wird ein flüssiger Elektrolyt eingesetzt, der Be- oder Entladen werden kann. Die gespeicherte elektrische Energie ist von der zur Verfügung stehende Menge des Elektrolyten abhängig, der in skalierbaren Behältern gelagert wird. Das ICT lieferte für den Aufbau den Stack und den Elektrolyten, die Systemtechnik, also die dazugehörenden Sensoren, Aktoren sowie die Steuerungstechnik wurden vom Labor für Elektrotechnik und Elektrotechnik aufgebaut und entwickelt.
Als weiteres Exponat wurde eine Wasserstoffkette bestehend aus einem Energieerzeuger (Fotovoltaikzellen), einem Wasserelektrolyseur, einer Brennstoffzelle und einem elektrischen Verbraucher ausgestellt. Diese Miniaturwasserstoffkette steht exemplarisch für den regenerativen Energiepark der Fakultät Versorgungstechnik, der unterschiedliche regenerative Energieerzeuger (PV-Anlagen und eine Windkraftanlage), konventionelle Technik (BHKW) und verschiedene Speichertechnologien (Wasserstoffkette, Blei-Akkumulatoren und Vanadium-Redox-Flow-Batterie) zu einem Smart Grid im Kilowattbereich verbindet.
Durch den steigenden Anteil erneuerbarer Energieeinspeiser in das elektrische Versorgungsnetz übernimmt die elektrische Energiespeicherung eine Schlüsselrolle. Elektrische Energiespeicher ermöglichen die zeitliche Entkopplung von Energieangebot und –nachfrage. Durch geschicktes Management kann erreicht werden, dass starke Leistungsschwankungen ausgeglichen und Netzengpässe vermieden werden. Für die Speicherung stehen unterschiedliche Technologien, wie die klassische Batterietechnik aber auch innovative Ansätze wie auf Wasserstoff basierende Systeme oder die Redox-Flow-Batterie, zur Verfügung.
Die Forschungsarbeiten des Labors für Elektrotechnik und regenerative Energietechnik unter Leitung von Professor Boggasch beschäftigen sich intensiv mit dem Themen der zukünftigen Energieversorgung. Der Energiepark fungiert dabei als zentrales Testobjekt, an dem verschiedene Versorgungsszenarien oder Technologien untersucht und getestet werden können.
Der Energiepark an der Ostfalia wurde kürzlich durch eine 5 kW Redox-Flow-Batterieanlage der kanadisch-chinesischen Firma Prudent Energy ergänzt. Damit konnte der einzigartige Energiepark der Ostfalia mit einer weiteren innovativen Speicherkomponente aufgerüstet werden.

Gemeinschaftsstand Ostfalia und Fraunhofer ICT

Exponat: Wasserstoffkette

Exponat: Redox-Flow-System

Am Ausstellungsstand herrschte reges Interesse. EGT-Student Alex Jost im Gespräch.
