Erfahrungsbericht mit MathePlus

Vom MathePlus-ler zum Laboringenieur

wagner

Interview im Januar 2015 zum Thema MathePlus mit Tobias Stoffel, Student und Mitarbeiter der Fakultät Elektrotechnik

Hallo Tobias, du hast von 2009 bis 2013 an unserer Fakultät im Studiengang Automatisierung und Energiesysteme studiert und als zweitbester Bachelorabsolvent des Jahres 2013 abgeschlossen. Was hast du im Vorfeld gemacht, welche Voraussetzungen hast du mitgebracht?

Nach meinem Realschulabschluss habe ich zunächst eine Ausbildung zum Industrieelektroniker bei der Salzgitter AG gemacht und im Anschluss sieben Jahr dort im Bereich der Instandhaltung als Industrieelektroniker gearbeitet. In dieser Zeit habe ich mich weiterqualifiziert zum Techniker mit der Fachrichtung Elektronik und mich so für das Studium qualifiziert. Im SS 2009 habe ich mich dann für das Studium an der Ostfalia entschlossen.
 

Du hast dein Studium mit der Teilnahme an der zusätzlichen Lehrveranstaltung „Tutorium Mathe“, dem heutigen „MathePlus“ begonnen. Wann hast du diese Entscheidung getroffen? Stand die Teilnahme für dich von vornherein fest?

Zu Beginn wusste ich gar nicht, dass es dieses Programm gibt. Prof. Wagner hat es in der ersten Mathematik-Vorlesung vorgestellt. Dann habe ich die Einstufungsklausur mitgeschrieben – das Ergebnis ist nicht so gut ausgefallen.
 

Durch die Entscheidung für das Nullte Semester verlängert sich die Studienzeit planmäßig um ein Semester. Hast du lange gezögert, bis du dich  für hierfür entschieden hast? Was waren deine größten Bedenken?

Ein, zwei Tage habe ich schon überlegt. Mein größtes Bedenken war die zeitliche Verzögerung. Ich war bereits 27, als ich mit dem Studium begonnen habe – da will man so schnell wie möglich fertig werden. Einem Studienkollegen ging es ähnlich wie mir. Wir haben uns noch einmal in einem persönlichen Gespräch von Prof. Wagner beraten lassen. Nachdem wir uns testweise in eine MatheStandard-Vorlesung gesetzt haben, war klar, dass wir für MathePlus machen.
 

Inwiefern hat dir das Tutorium Mathe / MathePLUS in deinem weiteren Studium geholfen? Würdest du dich wieder so entscheiden?

Die Entscheidung würde ich auf jeden Fall wieder so treffen. Zum einen haben mir natürlich die Mathe-Kenntnisse in meinem Studium weiter geholfen. Zum anderen habe ich von dem sanfteren Einstieg ins Studium profitiert. Man wird lockerer an das Studium herangeführt und lernt Gleichgesinnte kennen – wir haben in der Zeit Lerngruppen gebildet, die das ganze Studium gehalten haben. Wir haben so wieder gelernt zu lernen.
 

Welchen Rat würdest du Studienanfängern bei der Entscheidung für eine der beiden Studieneingangs-Varianten mit auf den Weg geben?

Ich würde allen Anfängern dazu raten, genau zu schauen, welche Voraussetzungen Sie mitbringen. In meiner Ausbildung zum Techniker habe ich nicht die nötigen Kenntnisse für das Studium erlangt. Da führte kein Weg an MathePlus vorbei. Und auch anderen Kommilitonen, die sich mit einer Techniker- oder Meisterausbildung für das Studium qualifiziert haben, ging es ähnlich.
Von dem „halben Jahr länger“ sollte ich niemand abschrecken lassen. Mit den meisten, mit denen ich mein Studium angefangen hatte, habe ich auch zusammen auf der Absolventenfeier unseren Abschluss gefeiert. Viele von ihnen hatten später Verzögerungen im Studium, weil sie Klausuren wiederholen mussten. Für die Studiendauer spielt es kaum eine Rolle, ob man sich für MathePlus entscheidet.
 

Was machst du jetzt?

Seit dem Wintersemester 2013 studiere ich auf Teilzeitbasis im Masterstudiengang Intelligente Mobilität und Energiesysteme. Außerdem arbeite seit Oktober 2013, ebenfalls auf Teilzeitbasis, bei Prof. Könemund in dem Drittmittelprojekt „Mobile4e“ mit und beschäftige mich um Langzeitmessungen von Batterien. Im April läuft das Projekt aus. Voraussichtlich werde ich im Anschluss weiter als Laboringenieur an der Fakultät Elektrotechnik arbeiten.
 

Dann hoffen wir, dass du unserer Fakultät noch lange erhalten bleibst. Vielen Dank für das Interview.

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