Digitale Kompetenzen für Pflegefachpersonal

  • 05.11.20 09:25
  • Doris Zweck

Angesichts vielfältiger Entwicklungen im Gesundheitswesen erhalten telemedizinische und telepflegerische Maßnahmen eine immer größere Bedeutung – wie aktuell auch die Pandemie Covid-19 zeigt. Zunehmend werden Robotik, robotische Systeme, assistive Technologien, E-Health-Werkzeuge und telemedizinische Produkte in die gesundheitliche und pflegerische Versorgung integriert.

Doch beim Stichwort Digitalisierung in der Pflege stoßen Pflegefachpersonen im Hinblick auf ihre digitalen Kompetenzen häufig an ihre Grenzen. Der Einzug digitaler Innovationen erfordert deshalb dringend die Vermittlung digitaler Kompetenzen, u.a. in Formen der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie im Rahmen von Studiengängen.

Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich die Professorinnen Dr. Martina Hasseler und Dr. Sandra Tschupke mit ihrem Team an der Fakultät Gesundheitswesen im Projekt „ T-Nugd - Telenursing-Nursing goes digital“ mit der bedarfsgerechten Entwicklung, Erprobung sowie Evaluation eines wissenschaftlichen Weiterbildungsangebots im Bereich der Telemedizin/Telepflege. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und zusätzlichen Mitteln des Landes Niedersachsen, und soll bis August 2022 abgeschlossen sein.

„Das Projekt ist ausgerichtet auf die pflegerischen Berufsgruppen, die häufig eher zur Gruppe der nicht-traditionell Studierenden gehören, und auf die Qualifizierung durch die Entwicklung und Erprobung von drei Weiterbildungsmodulen, Clinical Assessment/Clinical Reasoning, Digitalisierung in der Pflege und Telemedizin/Telenursing“, erklärt Prof. Dr. Martina Hasseler. Und Prof. Dr. Sandra Tschupke ergänzt: „Im Blended Learning Format, also in Kombination von E-Learning- und klassischen Lernmethoden sowie praktischen Simulationen, sollen Pflegende im Rahmen einer flexiblen wissenschaftlichen sowie praxisnahen Qualifizierung digitale Kompetenzen erlangen.“

Um dabei den eher nicht traditionell Studierenden einen leichteren Zugang zur Hochschule und dortigen Wissensvermittlung zu ermöglichen, wird das Weiterbildungsangebot als Mentorenprogramm, auf Basis eines “Tandem-Teaching Ansatzes“, gemeinsam mit Studierenden des berufsbegleitenden Studiengangs Berufspädagogik und Management in der Pflege („BMP“) gestaltet.

Zielgruppe des wissenschaftlichen Weiterbildungsangebots „T-Nugd“ sind Pflegefachpersonen. Das wissenschaftliche Weiterbildungsangebot wird nach einem erfolgreichen Abschluss mit europäisch anerkannten Creditpunkten (ECTS) ausgewiesen und sollen ebenso in dem an der Ostfalia angebotenen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang „BMP“ als Wahlpflichtmodul angerechnet werden können.

 

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