Animationsfilme von Mediendesign-Studierenden der Ostfalia werden weltweit gezeigt

  • 19.06.20 14:17
  • B. Löbner

Animationsfilme von Mediendesign-Studierenden der Ostfalia werden weltweit gezeigt

Schon immer haben Krisenzeiten die Motivation und Kreativität von Menschen verstärkt hervorgebracht. So auch aufgrund der Einschränkungen durch die Covid-19-Krise bei Studierenden des Studiengangs Mediendesign an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Salzgitter. Drei Studierende mit dem Studienschwerpunkt Animation nehmen am internationalen Class of 2020 Animation Virtual Showcase teil, der vom Animation Educator's Forum (AEF) initiiert und von ASIFA-Hollywood (USA) unterstützt wird. Ziel der Vorführung ist es, Absolventen die Möglichkeit zu geben, ihre Abschlussarbeiten auf einer virtuellen Bühne zu präsentieren.

„Die Arbeitswelt in der Medien- und insbesondere der Animationsbranche ist sehr international ausgerichtet und vernetzt. Durch den Showcase erlangen die Studierenden Sichtbarkeit für ihre Fähigkeiten und die Aufmerksamkeit von potentiellen Auftraggebern aus der ganzen Welt. Gleichzeitig können sie auch Werke ihrer kreativen Fachgenossen kennenlernen“, berichtet Melanie Beisswenger, Professorin für Mediendesign mit Schwerpunkt Animation an der Ostfalia. „In Zeiten des Social Distancings und des Home Offices erlaubt es dieser virtuelle Animations-Showcase auf eine ganz wunderbare Art und Weise über Grenzen hinweg in einen Dialog und Austausch zu treten.“

Die 34 teilnehmenden Hochschulen befinden sich größtenteils in den USA. Aber auch Hochschulen aus u.a. Kanada, Singapur, Australien, Deutschland und Großbritannien sind vertreten. Es werden etwa 200 Filme gezeigt, darunter auch die Abschlussarbeiten der Ostfalia-Studierenden Danny Seggelke, Natalie Holy und Hendrik Hihn. Danny Seggelke präsentiert seinen 3D-Animationsfilm „Enjoy your Breakfast!“, der von einem Roboterkind handelt, das einfach nur frühstücken will. „Ich freue mich definitiv darüber, dass meinem Werk diese Plattform gegeben wird und zu wissen, dass Menschen Interesse an meinem Werk haben könnten, ist auch eine gewisse Motivation.“ Auch interessiere er sich für das mögliche Lob und die Kritik an seiner Arbeit: „Bei mir wird dann immer die Lust, etwas Neues zu machen geweckt, bei dem ich dieses Feedback anwenden kann.“

Auch Hendrik Hihn freut sich seinen 2D-Animationsfilm „Greta“ auf internationaler Bühne präsentieren zu können. Er sieht in der Teilnahme gleich mehrere Chancen: „Einerseits möchte ich natürlich viele Menschen mit meinem kleinen Filmchen zum Lachen bringen. Andererseits würde ich mich auch freuen, mich durch den Showcase mit anderen Animatoren vernetzen und austauschen zu können, um in der Animationsindustrie schneller Fuß fassen zu können.“ Beim dritten Werk „Dreaming of the Stars“ handelt es sich ebenfalls um einen 2D-Animationsfilm. „Die Idee war es, eine kurze, selbst erdachte Geschichte zu einem Abenteuer, welches drei Freunde miteinander erleben, darzustellen,“ erklärt Schöpferin Natalie Holy das Konzept ihrer Arbeit. Und auch sie sieht die virtuelle Bühne als interessante Möglichkeit: „Mit der Teilnahme am Showcase erhoffe ich mir, meine Projekte und Ideen an ein weitläufigeres Publikum heranzubringen.“

Ab dem 18. Juni ist der Showcase-Link auf der AEF-Website verfügbar: http://animationeducatorsforum.org/class-of-2020-animation-virtual-showcase/

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