BELS-Report 2020

BELS-Report 2020

Fortschritt braucht disruptive Ereignisse - 
Auszug aus dem Editorial

Das Jahr 2020 sollte für die BELS aus verschiedenen Gründen ein ganz besonderes Jahr werden. Zum 20-jährigen Bestehen von wirtschaftsrechtlichen Studiengängen an der Ostfalia Hochschule war eine Feier mit vielen Honoratioren geplant, durch die Reakkreditierung der bestehenden Studiengänge und die Akkreditierung von zwei neuen Masterstudiengängen sollte die wirtschaftsrechtliche Lehre gestärkt und ausgebaut und durch die Gewinnung neuer Kollegen weitere Kompetenz an die Fakultät geholt werden. Es ist tatsächlich ein besonderes und ereignisreiches Jahr, jedoch nicht aufgrund der vorgenannten Anlässe.

Im März 2020 habe ich das Amt des Dekans von meinem Vorgänger, Professor Dr. Huck, übernehmen dürfen. Damals war noch nicht absehbar, dass die erste größere Amtshandlung kaum 14 Tage später darin bestand, die Präsenzlehre an der BELS einzustellen und die Mitarbeiter ins Home-Office zu entsenden. Durch das große Engagement aller Beteiligten ist es in kürzester Zeit gelungen, die Lehre weitestgehend in digitaler Form fortzuführen.

Auch wenn die Prozesse noch nicht optimal aufeinander abgestimmt sind, hat diese extreme Situation dazu beigetragen, den Umwandlungsprozess zu einer modernen digitalen Lehre zu beschleunigen und zu befördern. Digitale Medien können nicht in allen Fällen eine Präsenzveranstaltung ersetzen. Sie sind jedoch eine wertvolle Ergänzung und bieten die Möglichkeit, das Studium dem individuellen Zeitbudget der Studierenden anzupassen. Auch wenn die Pandemie uns alle vor große Probleme gestellt hat, ist die Weiterentwicklung der Lehre an der BELS dadurch enorm beflügelt worden.

Wenn alle Beteiligten weiterhin so verantwortungsvoll und verständig zusammenarbeiten, wird später rückblickend betrachtet diese Zeit vor allen Dingen als Meilenstein beim Aufbruch in ein neues Zeitalter der Lehre in Erinnerung bleiben. In diesem Sinne greift der diesjährige BELS Report, neben anderen spannenden Themen rund um Wissenschaft und Studium, diese didaktischen Ansätze auf.

Viel Freude bei der Lektüre des neuen BELS Report wünscht Ihnen

Ihr

Kai Litschen

Dekan der Brunswick European Law School (BELS)

 


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