Willkommen an der Fakultät Soziale Arbeit


Kommentierte Lehrangebote

In dieser Rubrik erhalten Sie inhaltliche Angaben zu einzelnen Lehrveranstaltungen mit Modulzuordnung und Semesterlage.

Modul 1

1. Semester


Boeckh | Propädeutik

Blended learning Seminar! Sie benötigen Laptop/Tablet, Kamera und Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in Selbstlernphasen und online-Lehreinheiten!

Worum geht es?: In der Propädeutik setzen wir uns mit der Frage auseinander, was „Wissen“ ist und welche Rolle „Wahrnehmung“ und „Sozialisation“ dabei spielen. Wir werden sehen, dass die sog. „ Realität“ sehr subjektiv ist. Studieren bedeutet deshalb „Fragen, fragen, fragen!“ (W.-D. Narr) Wie aber geht dieses Fragen? Was muss ich dabei beachten? Damit beschäftigen wir uns nach dem eher wissenschaftsphilosophischen Ausflug, in dem wir uns die formalen Regeln und Standards wissenschaftliche Arbeitens ansehen.


Modul 3

3. Semester


Bockisch | Geschichte der Sozialen Arbeit

Die Geschichte Sozialer Arbeit mit ihren Entwicklungssträngen der Sozialpädagogik und Sozialarbeit ist geprägt durch eine Pluralität von Gegenstandsbestimmungen, Prinzipien und Leitsätzen, die das aktuelle (Selbst-)Verständnis Sozialer Arbeit geprägt haben. Anhand der Ideen und Programme namhafter Theoretiker/innen werden Entwicklungslinien der Theorie und Praxis Sozialer Arbeit erarbeitet und hinsichtlich ihres Einflusses auf die Soziale Arbeit der Gegenwart untersucht. 

Die Entstehung Sozialer Arbeit vollzog sich im Kontext gesellschaftlicher, staatlicher und kirchlicher Einrichtungen als Handlungsrahmen für sozialarbeiterische Hilfekonzepte und sozialpädagogische Erziehungsprogramme. In der Veranstaltung werden die historischen Entwicklungen und Ausdifferenzierungen dieser Institutionen und der in diesem Rahmen konzeptionierten klassischen Methoden Sozialer Arbeit erarbeitet.


Modul 4

Option 1

Zörner | Vertiefung: Musik in der Sozialen Arbeit

Für das Seminar sind keine musikalischen Grundkenntnisse notwendig. Vielmehr sollen methodische Angebote für die musikpädagogische Arbeit mit verschiedenen Klientengruppen aufgezeigt sowie das musikalisch handwerkliche Grundwissen hierfür vermittelt werden.

Musiktheoretischer Hintergrund: Musikpsychologische Aspekte, Musiksoziologische Betrachtungen, Wahrnehmung, Erleben und Wirkung von Musik, Musikbezogene Arbeitsfelder in der Sozialen Arbeit.

Musikalische Grundlagen (Rhythmik, Melodik, Harmonik, Notation)

Praktische Ausübung verschiedener musikalischer Methoden: Gesang/Spiellieder, Liedbegleitung, Verklanglichung / Improvisation / Rezeption/ Malen nach Musik, Perkussive Ansätze (Body Percussion, Perkussion mit Alltagsgegenständen), Eigenproduktion einfacher Instrumente sowie Musizieren damit, Bewegung zur Musik.


Modul 6

2. Semester


Brenssell | Grundlagen der Psychologie für die Soziale Arbeit

Die Psychologie ist keine einheitliche Wissenschaft, es gibt sehr unterschiedliche – und gar sich widersprechende - psychologische Theorien und Denkrichtungen - und diese enthalten unterschiedliche Menschenbilder. Jeder psychologischen Theorie, jeder Methode liegen implizite Grundannahmen über den Menschen zugrunde, das hat großen Einfluss auf unser (Alltags)Denken und auf die Soziale Arbeit.  In der Vorlesung erhalten Sie einen Einblick in verschiedene Theorien, Praxen und Menschenbilder der Psychologie und ihre Relevanz für die Soziale Arbeit.
Eine Frage an Sie als Studierende der Sozialen Arbeit: „Welches Bild vom Menschen prägt Ihr persönliches Denken?“ Die Vorlesung schafft auch dafür einen Reflexionsraum.


Modul 7

2. Semester


Baur I Ungleiche Bildungschancen und Reformkonzepte

Erziehungs- und Bildungsinstitutionen in Deutschland sollen laut Verfassung allen Heranwachsenden Chancengleichheit durch Bildung gewähren. Thematisiert werden in dieser Lehrveranstaltung die Ursachen und Folgen davon, dass dieser Auftrag verfehlt wird, z. B. durch den bisher ungenügenden Ausbau der Einrichtungen frühkindlicher Bildung und Erziehung, die Selektionsfunktion der Schule, die ungleiche Ressourcenverteilung in verschiedenen Bildungsinstitutionen und durch strukturelle und pädagogisch-konzeptionelle Versäumnisse.

Aktuelle bildungspolitische und pädagogische Maßnahmen und Konzepte u.a. für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse im Bildungssystem (überwiegend Geflüchtete) werden vorgestellt. Sie werden diskutiert unter den Fragestellungen, ob und wie sie der Reproduktion von Ungleichheit im Bildungssystem begegnen können und welchen Herausforderungen sich pädagogische Professionen stellen müssen.


 

Baur | Bildung und Erziehung auf dem Prüfstand – Reproduktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem und Reformkonzepte

Erziehungs- und Bildungsinstitutionen in Deutschland sollen laut Verfassung allen Heranwachsenden Chancengleichheit durch Bildung gewähren. Thematisiert werden in dieser Lehrveranstaltung die Ursachen und Folgen davon, dass dieser Auftrag verfehlt wird, z. B. durch den bisher ungenügenden Ausbau der Einrichtungen frühkindlicher Bildung und Erziehung, die Selektionsfunktion der Schule, die ungleiche Ressourcenverteilung in verschiedenen Bildungsinstitutionen und durch strukturelle und pädagogisch-konzeptionelle Versäumnisse.

Aktuelle bildungspolitische und pädagogische Maßnahmen und Konzepte u.a. für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse im Bildungssystem (überwiegend Geflüchtete) werden vorgestellt. Sie werden diskutiert unter den Fragestellungen, ob und wie sie der Reproduktion von Ungleichheit im Bildungssystem begegnen können und welchen Herausforderungen sich pädagogische Professionen stellen müssen.


Deppisch | Abgehängt?! - Soziale Ungleichheit im Kontext ländlicher Räume

Abwanderung, Perspektivlosigkeit und Infrastrukturverfall oder kurz: "abgehängt" - so oder so ähnlich zeichnen öffentliche Diskurse häufig das Bild ländlicher Räume. Doch was ist Ländlichkeit eigentlich? Wie gestalten sich ländliche Lebensverhältnisse tatsächlich? Und welche Gruppen sind in strukturschwachen ländlichen Räumen (besonders) benachteiligt? Diesen und weiteren Fragen, gehen wir gemeinsam im Rahmen des Seminars "Abgehängt?!" – Soziale Ungleichheit in ländlichen Räumen nach.

Wir geben einen Einblick in verschiedene Ländlichkeitsverständnisse und die strukturelle Vielfalt ländlicher Räume. Daran anschließend erschließen wir uns Peripherisierungsprozesse und den potenziellen Zusammenhang zwischen räumlicher Ungleichheit und Rechtspopulismuszuspruch. Vor dem Hintergrund von Konzepten der Intersektionalität reflektieren wir, welche Auswirkungen räumliche Ungleichheiten auf verschiedene sozial marginalisierte Gruppen (wie Geflüchtete oder Menschen in Armut) haben. Das Seminar schließt mit der Thematisierung ländlicher Räume als besonderem Kontext von Sozialer Arbeit.

Die Veranstaltung hat das Ziel, in die Differenziertheit der sozialen Benachteiligung in ländlichen Räumen einzuführen. Dabei werden sowohl idealisierende als auch skandalisierende Bilder des Ländlichen hinterfragt.


Figlestahler | Problemdiskurse über Jugend – Wer gilt warum als problematisch?

Jugend wird in öffentlichen Diskursen häufig mit pauschalen Problematisierungen wie „kriminell“, „radikal“ oder „faul“ verknüpft. Aus der Perspektive der Soziologie sozialer Probleme stellen sich dabei die grundlegenden Fragen, wie diese Problematisierungen entstehen und welche gesellschaftlichen Strukturen und Problemlagen damit in Verbindung stehen. Vermeintliche Problemgruppen werden nicht als gegeben verstanden, sondern es wird untersucht, wer eigentlich warum als problematisch gilt.

In dem Seminar erarbeiten wir uns zunächst eine soziologische Sichtweise auf Jugend mit Fokus auf Problemdiskurse über Jugend und die Perspektive der Soziologie sozialer Probleme. In einem zweiten Schritt beschäftigen wir uns mit verschiedenen problematische Zuschreibungen an junge Menschen wie z.B. „benachteiligte Jugendliche“ oder „kriminelle Jugendliche“.

Derartige Problemzuschreibungen bieten Anlass für sozialpädagogisches Handeln mit dem Anspruch, Benachteiligungen junger Menschen auszugleichen bzw. Unterstützung in problematischen Lebenslagen zu leisten. Durch die Verwendung von problematisierenden Kategorien besteht jedoch das Risiko der pauschalen Zuschreibung von Defiziten. Daher werden wir im Rahmen des Seminars auch diskutieren, welche Spannungsfelder sich aus dem Umgang mit problematischen Zuschreibungen für Soziale Arbeit ergeben.


Gottschalk | Bildungspotenziale von Online-Communities unter der Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht

Bildungsprozesse erfolgen in der heutigen Zeit in vielfältigen digitalen Kontexten. Insbesondere (Online-)Communities können dabei eine prägende Wirkung haben, in dem Individuen zu einer Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt angeregt werden, womit auch sozialisationsbezogene Effekte verbunden sind. Eine besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Kontext die Thematisierung der Kategorie Geschlecht, da die Konstitution einer Geschlechteridentität mit Bildungsprozessen verbunden ist. In diesem Seminar wollen wir uns deswegen mit dem Zusammenhang zwischen Online-Communities und der Differenzkategorie beschäftigen. Dabei soll es zunächst in einer theoretischen Kontextualisierung um (post)digitale Kulturen, Medien, Bildung, Sozialisation und Geschlecht gehen. Im zweiten Teil des Seminars werden wir uns mit dem spezifischen Fall der Let’s Play Kulturen auseinandersetzen, damit an diesen untersucht werden kann, ob Online-Communities mit der Kategorie Geschlecht zusammengedacht werden können. Das Ziel des Seminars soll ein reflektierter und sensibler Umgang mit der Kategorie Geschlecht innerhalb von Online-Gemeinschaften als Orte der (informellen) Bildung sein. 


Küchler-Hendricks | Bildung und Inklusion in der Sozialen Arbeit

Im Mittelpunkt des Seminars stehen zunächst erfahrungsbasierte und theoretische Annäherungen an die erziehungswissenschaftliche Kernkategorie Bildung. Ausgehend davon werden anhand exemplarischer Phänomene (z.B. „abweichendes Verhalten“) und Adressat.innengruppen (z.B. Menschen mit Behinderung) Konzepte aufgezeigt, wie durch Inklusion Teilhabe gefördert und damit auch Bildungsprozesse initiiert werden können.

Prüfungsform: Hausarbeit


Munz | Lebenswelten von Kindern fördernund begleiten

Das Seminar befasst sich unter anderem mit der Frage, was unter dem Begriff Lebenswelten von Kindern zu verstehen ist. Wir betrachten diesen Begriff im Kontext von vorschulischen Einrichtungen.
In der heutigen Zeit ist es üblich, dass Eltern ihr Kind früh in vorschulische Einrichtungen wie Kinderkrippen, Kindertagesstätten oder Vorschulen geben. Wir werden uns kritisch mit mit den Vor-und Nachteilen der sich hieraus ergebenen Veränderungen der Lebenswelten von Kindern und Eltern auseinandersetzen.
Es wird darum gehen, die eigene Haltung zu betrachten und zu hinterfragen. Insbesondere wird hierbei der Fokus auf die Arbeit in Familienzentren gelegt.
Anhand von praktischen und theoretischen Beispielen, werden wir uns die Unterschiedlichen Ansätze und Formen von Familienzentren und deren Hilfesysteme ansehen. Schwerpunkt wird hierbei der Early Excellence Ansatz (EEC) sein.


Ripke | Familienbildung als Herausforderung für die Soziale Arbeit

Familienbildung erscheint in den letzten Jahren in der öffentlichen Debatte als zunehmend notwendige Unterstützungsleistung für Eltern und Kinder. Familien in ihrer Selbstständigkeit und Selbstverantwortung zu stärken ist eine zentrale Aufgabe im Sozialwesen und im Gesundheitsbereich. Während diese Leistungen als öffentliche Aufgabe im KJHG rechtlich verankert sind, finden sich auch eine Vielzahl informeller, insbesondere medialer Angebote zur Information und Orientierung des familialen Zusammenlebens. Wie wirkt sich der soziale Wandel auf die Lebenssituation von jungen Eltern aus? Wie kann die Soziale Arbeit die Vielfalt gelebter Elternschaft unterstützen?

Prüfung: RP


Rost | Gewalt. Soziologische Perspektiven und gesellschaftlicher Umgang mit Gewalt

Gewalt ist ein Phänomen, das sich in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und in verschiedensten Formen manifestiert. Um Gewaltphänomene und entsprechende Probleme erkennen und angemessen bearbeiten zu können, bedarf es daher einer Begrifflichkeit, die in der Lage ist, die Komplexität der Formen von Gewalt zu erfassen und deren Vielfalt zu unterscheiden. Ausgehend von einer Erörterung verschiedener Gewaltbegriffe blickt die Blockveranstaltung auf eine Reihe von Gewaltformen, die von Mikrogewalt (in einzelnen Interaktionen) bis hin zu Makrogewalt (organisierter Gewalt) reichen. Der Blick auf Prozesse des Ausübens, Erleidens und Betrachtens von Gewalt (in kriegerischen Konflikten, in Institutionen, in Interaktionen wie bei Gewalt unter Jugendlichen, häuslicher Gewalt…) verbindet sich dabei mit einer Erörterung des gesellschaftlichen Umgangs mit diesen Gewaltphänomenen und -problemen bzw. von Ansätzen der Problembearbeitung (z.B. Gewaltprävention, Opferhilfe, Täterarbeit…). Somit zielt die Veranstaltung auf die Vermittlung eines Überblicks über die Komplexität des Gewaltphänomens.


Wunderlich | Familie, Sozialraum und Soziale Arbeit

„Familie“ und „Sozialraum“ sind aus zwei Gründen relevant für die Soziale Arbeit. Erstens ist die Berücksichtigung der familiären und räumlichen Kontexte (und der damit einhergehenden Ressourcen und Herausforderungen) für eine professionelle Unterstützung und Förderung von Einzelpersonen und Zielgruppen wichtig. Dazu gehört zweitens, dass das Handeln von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern durch ihren eigenen familiären und sozialräumlichen Kontext geprägt ist. Im Seminar werden beide Perspektiven behandelt. Es werden theoretische Grundlagen zu "Familie" und "Sozialraum" vermittelt, ausgewählte Methoden der Sozialraumanalyse und der Reflexion über Familie praktisch umgesetzt und anhand eines Familienzentrums ein konkreter Praxisbezug hergestellt. Um den Zusammenhang zwischen Familie, Sozialraum und Sozialer Arbeit diskutieren zu können, ist die Bereitschaft über den eigenen familiären und sozialräumlichen Kontext zu reflektieren die Voraussetzung für die Teilnahme an dem Seminar.


Modul 8

3. Semester


Caton | Einführung in die klinische Sozialarbeit

"Klinisch" bedeutet nicht: "im Krankenhaus" sondern "behandelnd" - gleich ob stationär oder ambulant, ob in Beratungsstellen, Praxen, Heimen oder Kliniken.
Klinische Sozialarbeit ist eine Teildisziplin der Sozialen Arbeit, die sich mit psycho-sozialen Störung und Abweichungen und den sozialen Aspekten psychischer und somatischer Erkrankungen und Behinderungen befasst, unter Berücksichtigung der Lebenslage der Betroffenen.

Sie hat das Ziel der psycho-sozialen Belastungs-, Krisen- und Krankheitsbewältigung und der sozialen Integration.
Gegenstände sind u.a.
-Psychosoziale Diagnostik
-Psychosoziale Beratung
-Sozialtherapie
-Klinische Forschung
-Evaluation
-Prävention und Rehabilitation


Müller | Einführung in die Rehabilitation

In dieser Lehrveranstaltung werden die unterschiedlichen Formen der Rehabilitation als ein Arbeitsfeld der klinischen Sozialen Arbeit vorgestellt und voneinander abgrenzt. Dabei werden die Besonderheiten der medizinischen Rehabilitation am Beispiel der besonders anspruchsvollen neurologischen Rehabilitation mit Ihrem Phasenmodell vertieft. Die Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation lassen sich in institutionalisierte und individuelle Angebote unterteilen. Das Beispiel des Hamburger Modells wird als individueller Ansatz exemplarisch erarbeitet. Am Beispiel der Berufsförderungswerke wird ein institutionelles Angebot der beruflichen Rehabilitation exemplarisch dargestellt. Neben den unterschiedlichen Arten der Rehabilitation, werden die verschieden Institutionen der Rehabilitation, deren Schnittstellen, sowie deren Zielgruppen und die unterschiedlichen Kostenträger der Rehabilitation Thema der Lehrveranstaltung sein. Bei alledem werden die Arbeitsfelder von Sozialarbeiter*innen im Kontext der Rehabilitation herausgearbeitet

Die zentralen Begriffe Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit sind in der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (International Classification of Functioning, Disability and Health - ICF) klassifiziert. Der wesentliche Nutzen der ICF besteht in der zu Grunde liegenden bio-psycho-sozialen Betrachtungsweise der Komponenten der "Funktionsfähigkeit", deren Beeinträchtigungen im Sinne von Krankheitsauswirkungen und in der Einführung von "Kontextfaktoren". Das ICF Modell spielt eine zentrale Rolle in der Rehabilitation. In dieser LV wird die Begriffe der ICF und das ICF gestützte Vorgehen wird anhand verschiedener Fallbeispiele praxisorientiert erarbeitet.


Zimmermann | Einführung in die kritische Behindertenhilfe

In dieser Lehrveranstaltung wird den Studierenden vermittelt, welche Veränderungen sich – in allen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit – durch die Inklusion ergeben haben. So wird es in Zukunft nicht mehr eine Kinder- und Jugendhilfe geben, die für die sog. Normalen bereit steht und eine andere, die nur für behinderte Kinder verantwortlich ist.

Durch die Inklusion wird eine neue Perspektive möglich, die quer zu allen Handlungsfeldern davon ausgeht, dass es in allen Lebenslagen Menschen gibt, die in der einen oder anderen Seite auf Hilfe angewiesen sind. In der Kindheit, in der Jugendphase, im jungen Erwachsenenleben und im Alter.  

Mit der Behindertenrechtskonvention wird es hoffentlich bald keine Sonderwelten für behinderte Menschen mehr geben. Für angehende Fachkräfte der Sozialen Arbeit ist es entsprechend relevant, sich auch mit Beeinträchtigungen zu beschäftigen (Autismus, ADS, Tourett Syndrom, kognitive Beeinträchtigung sollte für Sie kein Fremdwort bleiben).

In Ihrer beruflichen Zukunft wird es mit Sicherheit Herausforderungen geben, die mit dem Thema Behinderung zu tun haben. Auch wenn Sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt meinen, mit dieser Zielgruppe „ eher nicht“ arbeiten zu wollen. In dieser LV geht es um Grundlagen, beginnend mit der historischen Entwicklung von Ausgrenzung behinderten Lebens bis zur heutigen Vision einer inklusiven Gesellschaft gelehrt. Wir empfinden in der Sozialen Arbeit heute eine moralische Verpflichtung, jeglicher sozialen und räumlichen Aussonderung von Menschen mit Beeinträchtigungen systematisch entgegen zu wirken. In diesem Seminar werden Bezugskinder/Patenschaften vergeben, die Sie beteiligen an einem praxisnahen Mitdenken. Die Ergebnisse werden im Seminar eingebracht und ergebnisorientiert ausgewertet. So sind die Studierenden aktiv beteiligt und werden befähigt, sich für die Weiterentwicklung einer inklusiven Gesellschaft zu engagieren.


Modul 9

2. Semester


Boeckh | Sozialpolitik in Deutschland - Grundlagenvorlesung

Im Rahmen dieser Vorlesung beschäftigten wir uns mit der Entstehung des Sozialstaates in Deutschland. Sie lernen seine historische Entwicklung, seinen Aufbau und seine Strukturprinzipien sowie Verteilungswirkungen kennen. Die wichtigsten sozialen Sicherungsleistungen werden ebenfalls besprochen.

Folgende Themenblöcke werden wir bearbeiten:

Themenfeld I: Begriff der Sozialpolitik
Themenfeld II: Geschichte der Sozialpolitik
Themenfeld III: Inhalt der Sozialpolitik


3. Semester


Eckhardt | Prekäre Lebenslagen

Die „Entdeckung des Sozialen“ im Rahmen des Washington Konsens‘ und neoliberaler transnationaler Institutionen hat weitreichende Folgen für soziale Ausschlussprozesse und die Rahmenbedingungen für die Soziale Arbeit. Ein ganz wesentliches Moment der Durchsetzung dieser finanzpolitischen Linie ist es, dass hierbei soziale Fragen zu technischen Fragen gemacht werden und damit die sozialen Inhalte der makroökonomischen Politik systematisch ausgeblendet werden. Diese Auswirkungen, sowie mögliche Alternativen sollen in diesem Seminar diskutiert werden. 

 

14-16. März jeweils 9-17 Uhr


 

Eckhardt | Ökosoziale Transformation. Solidarische Ökonomie und die Gestaltung des Gemeinwesens

Zukunftsfähige Arbeit am Sozialen erfordert eine Methodologie, die geeignet ist, Prozesse des geplanten Wandels und des kollektiven Lernens in kleinräumigen Einheiten einzuleiten und zu begleiten. Von zentraler Bedeutung sind die Stärkung der Organisations- und Bewältigungsfähigkeiten von Menschen und die Schaffung von Ermöglichkeitsstrukturen für öko-soziale Aktivitäten im lokalen Nahraum nach dem Vorbild des Settelments Hull-House.

 

17.03 12-17 Uhr

18.03 9-17 Uhr

24.03 12-17 Uhr

25.03 9-17 Uhr


 

Boeckh | Armut und soziale Ausgrenzung

In diesem Blockseminar erarbeiten wir das Projektmanagement sozialer Projekte. Sie lernen die Grundzüge von Projektmanagement im Allgemeinen kennen. Darüber hinaus Was die Faktoren eines gelingenden Projektes von der Planung bis zum Erfolg sind und verschiedene Formen von Projekten und Projektarbeit. Dabei werden vor allem auch die Besonderheiten bei Planung und Durchführung sozialer Projekte Thema sein. Neben Input und Textarbeit steht vor allem die Konzeption eines möglichen sozialen Projektes in Gruppenarbeit im Zentrum des Seminars. Die Anwesenheit an allen Terminen, vor allem auch am letzten Präsentationstermin wird erwartet.


Grünhagen | Projektmanagement in der Sozialen Arbeit

In diesem Blockseminar erarbeiten wir das Projektmanagement sozialer Projekte. Sie lernen die Grundzüge von Projektmanagement im Allgemeinen kennen. Darüber hinaus Was die Faktoren eines gelingenden Projektes von der Planung bis zum Erfolg sind und verschiedene Formen von Projekten und Projektarbeit. Dabei werden vor allem auch die Besonderheiten bei Planung und Durchführung sozialer Projekte Thema sein. Neben Input und Textarbeit steht vor allem die Konzeption eines möglichen sozialen Projektes in Gruppenarbeit im Zentrum des Seminars. Die Anwesenheit an allen Terminen, vor allem auch am letzten Präsentationstermin wird erwartet.


Wunderlich | Kommunale und sozialraumorientierte Sozial- und Familienpolitik

Soziale Arbeit kann als lebendiges Inventar des Sozialstaats bzw. als praktische Sozialpolitik verstanden werden. Da die meisten Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit einen kommunalen bzw. sozialräumlichen Bezug haben und häufig Familien bzw. Familienmitgliedern die Zielgruppe sind, wird Sozialpolitik im Seminar mit Blick auf das Feld der kommunalen und sozialräumlichen Sozial- und Familienpolitik behandelt. Während in der ersten Hälfte des Semesters theoretische Grundlagen im Vordergrund stehen (kommunale Sozialpolitik, kommunale Familienpolitik, Sozialraumorientierung), werden im zweiten Seminarabschnitt Praxisbeispiele (Familienzentren, Nachbarschaft und Nachbarschaftszentren) und die Rolle der Sozialen Arbeit in der (kommunalen) Sozialpolitik diskutiert. Dabei soll auch darüber nachgedacht werden, ob Soziale Arbeit sich ausschließlich als „ verlängerter Arm der Sozialpolitik“ versteht oder als eigenständiger sozialpolitischer Akteur.


Zgonc | Projektentwicklung

Die Kompetenz, zielgerichtet Projektentwicklung betreiben zu können ist für die meisten Bereiche Sozialer Arbeit heute unabdingbar. Daher werden in diesem Seminar Projektmanagementtechniken vorgestellt und erprobt.


Modul M11

Modul M11e


Boeckh | Mit Formularen (über-)leben

zahllose Anträge bestimmen nicht nur das Leben von Klient:innen der Sozialen Arbeit: BAföG, ALG I, II, BuT, BAB, Wohngeld, Rente, Unterhaltsvorschuss, Kindergeld etc. In diesem Workshop wollen wir uns diese Anträge etwas genauer ansehen und wir wollen sie vor allem verstehen lernen. Wir werden Gruppen bilden, die sich ein Themenfeld aussuchen und durch den jeweiligen Formulardschungel kämpfen werden. Die Erfahrungen und Ergebnisse werden öffentlich präsentiert und in der Projektanalyse reflektiert.

Die Teilnahme erfordert eine hohe Bereitschaft zum autonomen Lernen in Gruppenarbeit. Blended learning Seminar: Wer nicht mit Bild und Ton an den onine-Terminen teilnehmen will, ist hier falsch.


Boeckh | International Seminar: A friendly world is possible

Sie haben Lust auf internationalen Austausch und die Zusammenarbeit mit Studierenden aus unseren Partnerhochschulen? Sie wollen diese Zusammenarbeit aktiv mitgestalten? Sie haben keine Angst davor, Ihr Schulenglisch zu aktivieren? Und Sie möchten sich mit den anderen Studierenden mit Fragen rund um gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Vorurteile, Interkulturalität u.a.m. auseinanderzusetzen? Dann sind Sie in diesem Kurs genau richtig! Der Workshop dauert 1 Woche und schließt die Betreuung der Gäste aus Polen und UK mit ein. Durch die Teilnahme am Besuchsprogramm entstehen keine Kosten.


Modul 12a

4. Semester


Jahn | Sozialberatung

Oftmals benötigen Personen, die sich in prekären Lebenslagen / Situationen befinden, eine parteiliche Unterstützung, um ihre sozialrechtlichen Ansprüche durchsetzen zu können. Sozialberatung ist sowohl als autarkes Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit zu sehen, als auch als Teilgebiet personenbezogener sozialer Dienstleistung.

In dem Seminar werden die Grundlagen der Sozialberatung erarbeitet – in Bezug zu den sozialleistungsrechtlichen Sachverhalten. Zusätzlich wird auf das Verfahren vor den Behörden und das methodische Vorgehen hingewiesen. Diverse Fallanalysen und der Transfer in die Praxis runden das erworbene Grundlagenwissen ab.

Das Rechtsdienstleistungsgesetz sowie die materiellen Leistungen nach dem SGB II und XII sind ein weiterer Schwerpunkt des Seminars.


Richter | Mediation in besonderen Lebenslagen

Ärgernisse und Lebenskatastrophen münden vielfach in zwischen-menschliche Konflikte, die häufig auch noch ein rechtliches Nachspiel haben können. Für die Soziale Arbeit besonders einschlägig ist der Bereich der strafrechtlichen Konflikte. In diesem Bereich liegt besonders viel Brisanz, da die Konfliktparteien nicht mehr „allein“ sind, sondern u. U. die Polizei und Justiz eingeschaltet haben.

Welche Konfliktlösungsmöglichkeiten gibt es dennoch? Wie ist mit strafrechtlichen Konflikten lösungsorientiert umzugehen, dass die Parteien ihren Konflikt eigenständig regeln können? Hier greift die  Mediation im Strafrecht, die ein interessantes Berufsfeld für die Soziale Arbeit darstellt. Sie erfordert eine besondere Form der Konfliktmoderation, die in der Veranstaltung vorgestellt wird. Die Rahmenbezüge der Konfliktlösungsmöglichkeiten werden erörtert und Übungen zum Umgang mit Konflikten und zur Konfliktmoderation praktiziert.


N.N. | Beratung in Krisensituationen

Beratung kann als eine grundlegende pädagogische und sozialarbeiterische Handlungsformen gesehen werden. Im Seminar werden theoretische Grundlagen von Beratung sowie unterschiedliche Beratungssituationen und Beratungsmethoden diskutiert und praktisch erprobt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Auseinandersetzung mit herausfordernden und Krisensituationen und wie hier mit einer professionellen Haltung und zielgerichteten Beratung gehandelt werden kann. Am Ende des Seminars sind die Studierenden in der Lage, Konzepte von Beratung und unterschiedliche Beratungssituationen kritisch zu reflektieren und eigene Handlungsstrategien zu entwickeln.

Prüfung: Referat/Präsentation


Modul 12b

4. Semester


Matthies | Multiloog: Verständigung über Alltagserfahrungen und psychosoziale Krisen in Theorie und Praxis

Wie können psychosoziale Krisen im Alltagssprachgebrauch verständlich werden. Seit zwanzig Jahren werden im Multiloog - Projekt  Erfahrungen dazu gesammelt und verarbeitet.

Im Blockseminar werden Arbeitsschritte aus diesem Projekt in Theorie dargestellt und in der Praxis (interaktiv) eingeübt. Es werden Grundlagen der subjektwissenschaftlichen Herangehensweise der Kritischen Psychologie vermittelt, insbesondere zum Thema der sozialen Selbstverständigung im Rahmen alltäglicher Lebensführung und ihre Anwendung in der Praxis.

Es werden Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt und praktiziert, um eigene Erfahrungen mit Krisen im Alltagsleben zu verbalisieren und diese als Grundlage für die zukünftige berufliche Praxis zu reflektieren.


Möller | Drogenmissbrauch im Jugendalter. Ursachen, Auswirkungen und Behandlungsansätze - Suchtverhalten als Selbstmedikation!?

Sucht begleitende Krankheitsbilder bei jungen Menschen 

Drogenmissbrauch im Jugendalter ist ein wachsendes Problem. Die Erstkonsumenten werden immer jünger. Adäquate Versorgungsstrukturen fehlen.

In einem Blockseminar soll auf mögliche Ursachen und Auswirkungen des Drogenmissbrauchs eingegangen werden, wobei auch entwicklungspsychologische Aspekte berücksichtigt werden. Auf die aktuelle Situation wird bezuggenommen, wie die Frage nach der Schädlichkeit von Cannabis und den Alkopops. Mit der Therapiestation Teen Spirit Island ist ein spezielles kinder- und jugendpsychiatrisches Konzept entwickelt worden in Kooperation mit einer Drogenberatungsstelle und einer Jugendhilfeeinrichtung, das vorgestellt und diskutiert wird. Auf spezielle sozialarbeiterische Aspekte wird Bezug genommen. 

Bei Suchtstörungen einschließlich Mediensucht finden sich häufig begleitende, sog. komorbide Störungen, wie z.B. ADHS, Depression, Psychosen, Essstörungen oder Traumafolgestörungen.

Um die Symptomatik zu lindern werden Drogen (z.B. Cannabis oder Alkohol) von den jungen Menschen häufig als Selbstmedikation benutzt. Da besonders Sozialarbeiter*innen in sehr vielen Arbeitsbereichen mit Drogen konsumierenden Jugendlichen konfrontiert sind, ist es erforderlich, dass gut informierte Fachleute rechtzeitig Gefährdeten und ihren Eltern geeignete ambulante oder stationäre Hilfen anbieten können. Auch in der Jugendhilfe und anderen Kontexten tätige Sozialarbeiter*innen müssen sich mit den komorbiden Kinder- und Jugendpsychiatrischen Störungsbildern auseinandersetzen. 

In diesem Seminar soll sich intensiv mit der Suchtproblematik einschließlich Mediensucht und den komorbiden Störungsbildern befasst werden. Darüber hinaus werden Therapiemöglichkeiten (einschließlich Anamneseerhebung, Diagnostik, Einzel- und Gruppentherapie, -Methoden) erörtert. Da es, wenn keine ausreichende Selbstfürsorge getroffen wird, auch Helfer*innen treffen kann, wird über das Thema Burnout gesprochen. Auch Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche (z.B. HALT-Projekt), aber auch für Helfer*innen, sollen besprochen werden. 

Die Zahl der Seminarteilnehmer*innen ist auf 24 begrenzt.  


Motzek-Öz | Psychosoziale Arbeit mit Geflüchteten

Mit Fluchtmigration gehen vielfältige subjektive Erfahrungen einher. Biographische und familiäre Brüche und Verluste, Gewalt vor und während der Flucht sowie massiv eingeschränkte Lebensbedingungen im Asylkontext können zu starken psychosozialen Belastungen und Beeinträchtigungen, wie z.B. posttraumatischen Belastungsstörungen, führen. Im Seminar beschäftigen wir uns mit den Bewältigungsvorstellungen und -kompetenzen und den oft transnationalen Lebenswelten geflüchteter Personen und Familien. Vor diesem Hintergrund werden Öffnungsprozesse der psychosozialen Regelversorgung und Ansätze der psychosozialen Beratung von geflüchteten Menschen diskutiert. Berücksichtigt werden z.B. Aspekte von Traumasensibilität, Mehrsprachigkeit und der Bedeutung von Kultur und Rassismus für psychosoziale Arbeit.

Prüfungsleistung: mündliche Prüfung


Seifert / Wendland | Sucht – Ursachen, Auswirkungen, Therapie

Abhängigkeitserkrankungen zählen zu den häufigsten seelischen Erkrankungen, die nahezu alle Tätigkeitsbereiche der Sozialen Arbeit beeinflussen. Sucherkrankungen werden allerdings oft viel zu spät erkannt. Die Folgen sind für Betroffene, Angehörige aber auch die Gesellschaft / Wirtschaft fatal. Die Versorgung suchtkranker Menschen ist dabei nicht einheitlich und abgestimmt geregelt. Dem akutversorgenden System, welches primär durch die Krankenkassen finanziert ist, steht das klassische Suchthilfesystem mit der Rehabilitation als zentrales und durch die Deutsche Rentenversicherung finanziertes Behandlungsangebot gegenüber. Dabei werden im Reha-System langfristig deutlich bessere Behandlungsergebnisse erzielt als in der Akutversorgung (erheblich bessere Abstinenzquoten). Fatalerweise wird aber nur ein sehr kleiner Teil der Betroffenen (ca. 3%) in stationären Suchtrehabilitationseinrichtungen behandelt. Es dauert zudem im Schnitt fast 13 Jahre, bis ein suchtkranker Mensch eine Rehabilitationsbehandlung antritt, obgleich gemäß den aktuellen ärztlichen Leitlinien die Rehabilitation die anzustrebende Behandlung der Wahl sein sollte. Ursächlich für diese lange Zeitspanne sind zum einen die artifizielle Trennung der Kostenträgerstruktur (Krankenkasse vs. Rentenversicherung) mit den entsprechenden Barrieren an den Schnittstellen. Zum anderen trägt aber auch das „Wesen“, oder besser die Neurobiologie der Suchterkrankung, mit einem hohen Maß an Verleugnung und Abwehr wesentlich zur ungünstigen Versorgungslage bei.

Im Rahmen der angebotenen Lehrveranstaltung werden daher folgende Inhalte vermittelt:

  • Neurobiologische Grundlagen der Suchtentstehung und deren Bedeutung für die Behandlung (Neuroanatomie, Funktionsweise des Gehirns, wie entsteht Sucht?)
  • Überblick über die wesentlichen legalen und illegalen Suchtmittel sowie stoffungebundene Süchte (geschichtliche Hintergründe, Wirkungen, Folgen)
  • Vorstellung des Suchthilfesystems (Prävention, Rehabilitation, Nachsorge, Selbsthilfe, gesetzliche Grundlagen, ICF, bio-psycho-soziales Krankheitsmodell)

Im Rahmen einer praktischen Übung können Studierende ihr erworbenes Wissen im letzten Abschnitt der Vorlesung dann in Form von Patientengesprächen in Kleingruppen von 2-3 Studierenden anwenden (Suchtanamnese erstellen; individuelle Hintergründe der Suchtentstehung und deren Folgen eruieren). Wegen des Patientenkontaktes findet die Vorlesung in Blockform in der Fachklinik Erlengrund in Salzgitter Ringelheim statt.

Die Fachklinik ist über den Bahnhof in SZ-Ringelheim (ca. 10 Minuten Fußweg) auch gut mit der Bahn zu erreichen. Für die Mittagspausen (12.15 – 12.45 Uhr) besteht die Möglichkeit, in der Fachklinik für 4 € ein Mittagessen zu bestellen.

Teilnehmerbegrenzung: 24 Studierende

Bitte unbedingt beachten:
Das Seminar wird (unter Vorbehalt der pandemischen Lage) in Präsenz stattfinden. Die Teilnahme kann nur bei vorhandener Immunisierung (geimpft, genesen) und einem gültigen Testnachweis erfolgen. Dies gilt auch für bereits geboosterte Teilnehmer:innen.

Die Anwesenheit während des gesamten Seminars wird erwartet.

Die Seminartermine am Freitag entnehmen Sie bitte der Lehrveranstaltungsplanung.

Prüfungsleistung: Bitte kontaktieren Sie die Dozierenden direkt!


Modul 12c

4. Semester


Motzek-Öz | Ver-rückt und mittendrin: Teilhabe von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen

Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen erleben in vielfacher Weise Einschränkungen ihrer gesellschaftlichen Teilhabe, u.a. in Bezug auf soziale Beziehungen, Wohnen und Arbeit. Diese sind Gegenstand des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und der dadurch eingeleiteten Reformen der Eingliederungshilfe (SGB IX).

Im Seminar gewinnen die Studierenden anhand von empirischen Studien und Lernfällen Einblicke in die Teilhabesituation von Menschen mit unterschiedlichen psychischen Beeinträchtigungen (z.B. Depression, PTBS) und lernen Handlungsspielräume der Sozialen Arbeit in der Eingliederungshilfe kennen. Um im Rahmen der qualifizierten Assistenz soziale Teilhabe fördern zu können, erarbeiten die Studierenden in Gruppen konkrete methodische Ansätze und stellen diese in Referaten vor.

Prüfungsleistung: Referat


Sodomann | Gebärdensprache

In diesem Kurs wird die Welt der Gebärdensprache und die speziellen Eigenschaften der Gehörlosigkeit erlernt. Auch wird die deutsche Gebärdensprache mittels körperlichen, gestischen und mimischen Ausdrucksmöglichkeiten nähergebracht. Spezielle Anforderungen sind nicht notwendig, "aktive Mitarbeit" ist wünschenswert. Diese Lehrveranstaltung ist auf Initiative des FARA in das Lehrangebot aufgenommen worden. Sie soll prinzipiell für Studierende aller Semester zugänglich sein.


Modul 13a

5. Semester


N.N. | Soziale Arbeit und Organisation

Die Soziale Arbeit umfasst zahlreiche Tätigkeitsgebiete und berufliche Möglichkeiten. Ziel des Seminars ist es, unterschiedliche Handlungsfelder und deren Organisationen zu erkunden und Verständnis von organisationalen sowie institutionellen Handlungsbedingungen zu gewinnen. Die Auseinandersetzung finden im Seminar vor dem Hintergrund aktueller theoretischer und praxisbezogener Debatten statt. Theoretische Entwürfe von Organisation, Organisationskultur und Organisationsstrukturen werden in Bezug zu dem praktischen Handeln im Arbeitsalltag gesetzt. Am Ende des Seminars sind die Studierenden in der Lage, professionelles Handeln in unterschiedlichen Handlungsfeldern und Organisationen vor dem Hintergrund von gesellschaftspolitischen und organisationalen Bedingungen einzuordnen und kritisch zu reflektieren.


Theenhausen | Personalauswahlinstrumente

Im Seminar werden nachfolgende Themen bearbeitet:

  • Personalauswahlinstrumente
  • Stärken/Schwächenanalyse
  • Selbstbild/Fremdbildabgleich
  • Einführung in Vorstellungsgespräche
  • Einführung in die Körpersprache

Modul 13c

5. Semester


Brenssell | Partizipative Praxisforschung in der Sozialen Arbeit

Partizipative Forschungsansätze folgen zwei Grundsätzen:
1. forschen „mit“ statt „über“ Menschen, d.h. sie beteiligen Menschen als Akteure am Forschungsprozess. 
2. Sie verfolgen einen emanzipatorischen Anspruch, d.h. sie wollen diskriminierende/ausschließende gesellschaftliche Bedingungen verändern.
Welche Möglichkeiten partizipativer Forschung gibt es? Wie lassen sich (Forschungs)Methoden wie „Photovoice“ im Rahmen des Studiums oder einer Abschlussarbeit umsetzen? Worin liegen Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen partizipativer Praxisforschung in der Sozialen Arbeit? In dem Seminar lernen Sie unterschiedliche Methoden und Projekte partizipativer Forschung kennen. Sie können Ideen für eigene Forschungsprojekte – z.B. im Rahmen Ihrer BA Arbeit - bekommen und diese im Rahmen des Seminars weiterentwickeln.  Oder wir können als Seminar gemeinsam ein kleines partizipatives  Forschungsprojekt entwickeln. 2017 zum Beispiel haben wir im Seminar zur Frage „Was denkst Du?“ gemeinsam eine Aktionsforschung an der Fakultät initiiert, aus der der Arebitskreise Kritische Sozialarbeit hervorgegangen ist; 2018/19 haben wir einen OPEN SPACE zum Thema „Plastik und Soziale Arbeit“ veranstaltet. Zum Einlesen: Brenssell/Lutz-Kluge:  Partizipative Forschung und Gender. Emanzipatorische Forschungsansätze weiterdenken von 2020 (auch in der Bibliothek).


 

Rost | Die Praxis qualitativer Forschung – Planung, Datensammlung und Analyse

Die Blockveranstaltung bietet eine Einführung in Grundlagen der qualitativen Sozialforschung sowie die Einübung elementarer Vorgehensweisen des qualitativen Forschens. Im Einzelnen umfasst das die methodologischen Grundlagen und die Planung des Forschungsprozesses (1. Tag), die Formen der Datenerhebung (2. Tag) und die Auswertung qualitativer Daten (3. Tag).

Die Teilnehmenden lernen, Ansprüche und Ergebnisse qualitativer Forschung angemessen einzuschätzen sowie eigene qualitative Forschungsprojekte – z.B. im Rahmen der Bachelorarbeit – planen und durchführen zu können.


Modul 14

Baur I Schule im Kontext von Flucht und Migration

Schulen haben die Verantwortung, Sozialisationsaufgaben in der Gesellschaft zu übernehmen. Eine besondere Herausforderung für die Bildungsinstitutionen stellt die Integration von geflüchteten Schüler*innen - sei es aus arabischen Kriegsgebieten oder aus der Ukraine - dar. Zudem spiegelt sich in den Schulen die wachsende soziale Spaltung in den Städten und die soziale Exklusion von Kindern und Jugendlichen wider, die in benachteiligten Quartieren leben und häufig einen Migrationshintergrund haben. Ähnliche Problemlagen zeigen sich in den europäischen Nachbarländern, wie z.B. Frankreich und Dänemark.

In der Lehrveranstaltung werden die Herausforderungen für Schulen in schwieriger Lage, ihre Lösungsansätze und abzuleitende Handlungsfelder für die Soziale Arbeit in Schule und Quartier betrachtet. Forschungsergebnisse aus durchgeführten Projekten zur schulischen Integration von Geflüchteten in Niedersachsen, Dänemark und Frankreich und methodische Herangehensweisen werden eingebunden.


Eckhardt I Intersektionalität als Herausforderung und Chance in der Sozialen Arbeit

"Intersektionalität" taucht immer häufiger in den Debatten innerhalb der Sozialen Arbeit auf - doch was sind eigentlich die Ursprünge dieses Konzeptes? Forderungen nach Intersektionalität bedürfen eines Wissens um Kolonialität und müssen ausgehend von den Forderungen schwarzer Feminismen unterschiedliche Unterdrückungsformen zusammendenken. In diesem Seminar setzen wir uns mit möglichen Bedeutungen intersektionaler Perspektiven für die Soziale Arbeit auseinander - ausgehend von der Forderung der internationalen Definition der Sozialen Arbeit, dass wir als Sozialarbeiter*innen ein kritisches Bewusstsein brauchen, um Privilegierungs- und Unterdrückungsquellen wahrnehmen zu können und Möglichkeiten des Abbaus kennen bzw. entwickeln können.


Brenssell | Neoliberale Globalisierung: Einführung, Bedeutung für die Soziale Arbeit und alternative Bewegungen

Globale Politik hat große Bedeutung für die Soziale Arbeit vor Ort. Noch vor kurzem wurde viel über drei transnationale Freihandelsabkommen diskutiert – CETA TTIP und TISA – die auch die Bedingungen Sozialer Arbeit nachhaltig beeinflussen würden.   „Der Paritätische“ beteiligt sich an den Protesten und war auch auf der größten bundesweiten Demonstration gegen die geplanten Freihandelsabkommen 2015 präsent (http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/ceta-ttip-tisa-co/faq-zu-ceta-ttip-jefta-co/). Freihandelsabkommen sind nur ein Beispiel für globale Formen von Macht, die die Bedingungen und Spielräume der Sozialen Arbeit mitbestimmen.  Im Seminar lernen Sie internationale Akteure und Institutionen wie IWF, Weltbank, transnationale Konzerne kennen und wir werfen einen Blick auf die großen aktuellen Krisen – Finanzkrise, ökologische Krise, Klimakrise, Ernährungskrise … - um ihre globalen Zusammenhänge zu verstehen. Was sind globale treibende Kräfte, Akteure und Konstellationen und wie gewinnen sie Einfluss auf die Soziale Arbeit?

Anhand von Filmen und Texten gehen wir im Seminar folgenden Fragen nach:  welche lokalen sozialen Konsequenzen hat globale Politik? Welche Kritik wird formuliert, etwa vom Weltsozialforum oder von der globalisierungskritischen Bewegung? Welche Alternativen gibt es? Im Seminar werden wir auch Soziale und ökologische Bewegungen, ihre Ziele, ihre Argumente diskutieren: Was wollen Bewegungen wie „Fridays for future“ „De-Growth“, „Care-Revolution“, das „Weltsozialforum“ oder Nichtregierungsorganisationen wie „attac“ erreichen und wie deckt sich dies mit Zielen der Sozialen Arbeit? Das Seminar führt ein und greift aktuelle Themen auf.


Geschlechterwissen: Einführung in Grundbegriffe und Themenfelder
Barrenscheen/Wedl TU BraunschweigWS 2022/2023

Das Seminar bietet eine Einführung in die Gender Studies. Ziel ist, zentrale Begrifflichkeiten, Konzepte und Themenfelder kennenzulernen. Welche Geschlechtervorstellungen zeigen sich in der Geschichte, bei der Identitätsbildung, im Sprachgebrauch und wofür kämpfen queer-feministische Bewegungen? Wie hat sich Geschlecht als zweigeschlechtliches Konzept entwickelt und wie sieht es heute aus? Welche Geschlechterdifferenzierungen finden wir vor und in welcher Weise sind diese zu problematisieren? Welche theoretischen Modelle helfen beim Verständnis der Geschlechteraspekte? Diesen Fragen gehen wir nach, wobei die Inhalte in Selbstlernphasen und Gruppenarbeitsphasen erarbeitet und in Blockterminen (ausgewählte Samstage) miteinander diskutiert werden.
Wie viele Prüfungsplätze für die Fak. Soziale Arbeit: 7, Studiengang Stadt- und Regionalmanagement: 7
Hybridveranstaltung mit Treffen an Blockveranstaltung an Samstagen, ggf. coronabedingt vollständig als Online-Veranstaltung


Preuß | Fremdsein, Fremdwerden, Fremdmachen. Zur Phänomenologie der Fremdheit

„Sage mir, wen oder was du für fremd hältst, und ich sage dir, wer du sein willst“ – Der Soziologie Alois Hahn pointiert den Kern eines jeden Fremdheitsempfindens: Dass das Fremde nicht ohne das Eigene zu denken ist und umgekehrt. Das Seminar setzt sich zum Ziel, anhand einer Reihe soziologischer Abhandlungen zum Sozialtypus des Fremden der Frage nachzugehen, was das Fremde ausmacht, wie und zu welchem Zweck es womöglich produziert und legitimiert wird. Neben der intensiven Lektüre theoretischer Basistexte werden die Dimensionen anhand ausgewählter Beispiele bearbeitet und diskutiert. Beachten Sie, dass sich diese Veranstaltung von politischen Diskussionen und dazugehörigen Fremdheitsdiskursen distanziert. Sofern diese thematisiert werden, dann über eine theoriegeleitete und kritische Auseinandersetzung mit ihren zentralen Begriffen (zb. ‚Fremdenfeindlichkeit‘, ‚Multikulturalität‘ etc.).


Baur | Schulsozialarbeit im Aufwind

Der Ausbau der Schulsozialarbeit erfolgt bundesweit und bildet damit ein expandierendes Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit ab. Die Trägerstruktur zeigt sich allerdings in den Bundesländern unterschiedlich. Mit Einführung des Erlasses „Soziale Arbeit in schulischer Verantwortung“ hat in Niedersachsen eine umfassende Strukturreform der Schulsozialarbeit eingesetzt, die eine Landesverantwortung für den Ausbau signalisiert. Berlin beauftragt dagegen über das Landesprogramm „ Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen“ Träger der freien Jugendhilfe.

In der Lehrveranstaltung wird danach gefragt, wie sich die multiprofessionelle Kooperation an den Schulen zeigt, welche diversitätssensiblen Handlungsansätze entwickelt werden und wie die Qualitätsentwicklung an Schulen durch Schulsozialarbeit vorangetrieben wird.

Expert*innen aus der Praxis, des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung in Niedersachsen und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin sind geladene Gäste in der Lehrveranstaltung und bringen ihre Perspektiven auf die Organisation, Handlungsfelder, Kooperationen und Entwicklungsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit ein.


Eckhardt | Genderreflektierende Soziale Arbeit

"Kaum ein Teil unserer Identität ist für uns so selbstverständlich wie unser Geschlecht. Wir machen es an Genitalien fest, performen es jeden Tag durch unser Verhalten und nehmen es irgendwie für gegeben hin. Gleichzeitig verbinden wir mit Geschlecht bestimmte Verhaltensnormen, die Einfluss auf unsere Entscheidungen und damit auf den Verlauf unseres Lebens haben.

Als Gender Studies bezeichnen wir eine inter- und transdisziplinäre Forschungsrichtung, die sich mit Fragen nach Hierarchie, Differenz, Rollen und Stereotypen von und zwischen Geschlecht beschäftigt. Im Seminar beleuchten wir die grundlegenden Fragen der Gender Studies: Was ist Geschlecht und wie funktioniert es? Welche gesellschaftlichen Funktionen erfüllt Geschlecht und was passiert, wenn die Rahmenbedingungen sich ändern? Wie wirkt sich Geschlechterdifferenz auf die Verteilung von ökonomischer, politischer und sozialer Macht aus?

In diesem Seminar beschäftigen wir uns insbesondere mit der Frage, welche Bedeutung die Erkenntnisse der Gender Studies für unsere eigene professionelle Praxis als Sozialarbeiter*innen haben kann."


Kresimon | Transnationale Perspektiven auf Integration und Inklusion

In der sozialen Arbeit spielen die Themen der Integration und Inklusion eine herausragende Rolle. In den verschiedenen Ländern Europas hat die jeweils spezifische kulturelle, soziale und politische Entwicklung der gesellschaftlichen und ökonomischen Kontexte zu unterschiedlichen Ansätzen und Strategien sozialer Arbeit und der Bekämpfung von sozialer Ungerechtigkeit und Ausgrenzung geführt.

In einer zunehmend interkulturellen Gesellschaft ist es ist für uns nicht nur wichtig sondern auch hilfreich und spannend, Modelle sozialer Arbeit kritisch vergleichen zu können und diese als bereichernd in unsere Kompetenzen und Handlungsansätze zu integrieren.

Insbesondere in den Bereichen der Inklusion von behinderten Kindern in das normale Schulsystem, wie auch der Inklusion von Menschen mit psychiatrischen Problemhintergründen, kann Italien auf eine rund 40 jahrelange Tradition zurückblicken, weit vor den Forderungen der UN Behindertenkonvention von 2006.

Diese Geschichte, wie auch die Methoden (z.B. Sozialraumorientierung, Inklusionsförderung in Schulen) und Instrumente (z. B. soziale Unternehmen – Kooperativen zur Arbeitsintegration) die dort entstanden sind, werden wir in dem Blockseminar näher betrachten und deren Bedeutung auch für die soziale Arbeit in Deutschland analysieren.


Mouratidis | Interkulturelle Kommunikation und Beratung im Praxisfeld der Sozialen Arbeit

Zunehmend erforderlich ist die Interkulturelle Kommunikation in der Sozialarbeit, in der schulischen sowie in der beruflichen Bildung. Das alltägliche Zusammentreffen von Deutschen und Zugewanderten ist längst Realität. Wir leben - insbesondere in den städtischen Ballungsräumen - in einer multikulturellen Gesell-schaft.

Die Studierenden sollen interkulturelle Kommunikation verstehen, entwickeln und in ihrer Arbeit anwenden. Durch die theoretische als auch praktische Auseinandersetzung sollen die Teilnehmer/innen unterstützt werden, in der Arbeit mit den Klient/innen einen vorurteilsfreien und offenen Umgang zu erreichen. Dazu wird eine Reihe von Übungen durchgeführt die in der interkulturellen Beratung Anwendung finden. Im ersten Drittel des Seminares erfolgt die Vermittlung von literaturgestützter Theorie (Vortrag durch Power Point, Gruppenarbeit, Verteilung von Handouts), im zweiten Drittel erfolgen die Übungen (Sensibilisierung für interkulturelle Aspekte, Meine Wurzeln, Stereotyp und Vorurteile, Kommunikation und Handeln im interkulturellen Kontext). Im letzten Drittel erfolgt eine Reflexion der gewonnen Erkenntnisse.


Modul 15

6. Semester


Diverse Lehrende | Qualitätsentwicklung durch supervisionsorientierte Verfahren

Supervisionsorientierte Verfahren dienen der Reflexion professionellen Handelns von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. In der Lehrveranstaltung stehen Selbstwahrnehmung und Selbsterfahrung der Studierenden im Mittelpunkt, da persönliche Reflexionsfähigkeit in der Praxis für gute Soziale Arbeit unerlässlich ist. Die im Seminar besprochenen Themen werden entsprechend der supervisorischen Verschwiegenheitsverpflichtung vertraulich behandelt.

Neben grundlegenden Informationen erhalten Sie einen Einblick in die Arbeitsformen Supervision, Coaching und Kollegiale Beratung. Erwartet wird eine verbindliche aktive Mitarbeit. Die Inhalte der Lehrveranstaltung sind Bestandteil der Modulprüfung M 15.


Gröpler / Bromberg | Berufsspez. Fallseminar - Fallseminar zu Dokumentation und Beratung

Das Seminar legt seinen Schwerpunkt auf die Beschäftigung mit der Arbeit an Fällen, der Fallanalyse sowie mit der zugehörigen Dokumentation im Zusammenhang von Beratung und Dokumentation. Wir werden theoriegeleitet sowie praxisorientiert erarbeiten, was einen Fall zu einem Fall macht bzw. wodurch ein Fall überhaupt zu einem Fall wird.

Wir werden uns zentrale Annahmen und Haltungen bei der und zur Fallarbeit erarbeiten, uns mit der Prozesshaftigkeit des Fallgeschehens auseinandersetzen und uns dazu verständigen, welche Fehler hierbei auftreten können. Ein Gastvortrag zum Thema „Digitale Tagebücher in der Kinder- und Jugendhilfe“ wird die Bedeutung von Fall-Dokumentationen thematisieren, wie diese für die Fallanalyse und Fallbesprechung gewinnbringend genutzt werden und wie diese professionalisiert werden können. Varianten des Caseworks und Casemanagements werden in ihren Anwendungen diskutiert. Die Basislektüre wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben. 


Jahn | Berufsspez. Fallseminar - Betriebssozialarbeit

In der Arbeitswelt spielt die Betriebssozialarbeit eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der physischen und psychischen Gesundheit der Beschäftigten. In dem Seminar werden der Nutzen der Betriebssozialarbeit, das abwechslungsreiche Aufgabengebiet für Sozialpädagog*innen / Sozialarbeiter*innen und die vielfältigen Methoden- und Interventionsmöglichkeiten in und für Betriebe aufgezeigt.

Die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche in der Betriebssozialarbeit werden u.a. auch durch den Einbezug diverser Praxisvertreter (VW, SZST, KMU) zusätzlich zu den Themen Beratung, Coaching, Supervision vorgestellt. Ergänzend wird ein geschichtlicher Einblick geboten und die Messbarkeit der Wirkung von Betriebssozialarbeit hinterfragt. Aktuelle Themenbetrachtungen der Personalentwicklung, des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) sowie das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) runden das Seminarangebot ab.

nach oben
Drucken