Willkommen an der Fakultät Soziale Arbeit


Kommentierte Lehrangebote

In dieser Rubrik erhalten Sie inhaltliche Angaben zu einzelnen Lehrveranstaltungen mit Modulzuordnung und Semesterlage.

Modul 3

3. Semester


Bockisch | Geschichte der Sozialen Arbeit

Die Geschichte Sozialer Arbeit mit ihren Entwicklungssträngen der Sozialpädagogik und Sozialarbeit ist geprägt durch eine Pluralität von Gegenstandsbestimmungen, Prinzipien und Leitsätzen, die das aktuelle (Selbst-)Verständnis Sozialer Arbeit geprägt haben. Anhand der Ideen und Programme namhafter Theoretiker/innen werden Entwicklungslinien der Theorie und Praxis Sozialer Arbeit erarbeitet und hinsichtlich ihres Einflusses auf die Soziale Arbeit der Gegenwart untersucht. 

Die Entstehung Sozialer Arbeit vollzog sich im Kontext gesellschaftlicher, staatlicher und kirchlicher Einrichtungen als Handlungsrahmen für sozialarbeiterische Hilfekonzepte und sozialpädagogische Erziehungsprogramme. In der Veranstaltung werden die historischen Entwicklungen und Ausdifferenzierungen dieser Institutionen und der in diesem Rahmen konzeptionierten klassischen Methoden Sozialer Arbeit erarbeitet.


Modul 6

2. Semester


Brenssell | Grundlagen der Psychologie für die Soziale Arbeit

Die Psychologie ist keine einheitliche Wissenschaft, es gibt sehr unterschiedliche – und gar sich widersprechende - psychologische Theorien und Denkrichtungen - und diese enthalten unterschiedliche Menschenbilder. Jeder psychologischen Theorie, jeder Methode liegen implizite Grundannahmen über den Menschen zugrunde, das hat großen Einfluss auf unser (Alltags)Denken und auf die Soziale Arbeit. In der Vorlesung erhalten Sie einen Einblick in verschiedene Theorien, Praxen und Menschenbilder der Psychologie und ihre Relevanz für die Soziale Arbeit.
Eine Frage an Sie als Studierende der Sozialen Arbeit: „Welches Bild vom Menschen prägt Ihr persönliches Denken?“ Die Vorlesung schafft auch dafür einen Reflexionsraum.


Modul 7

2. Semester


Baur | Bildung und Erziehung auf dem Prüfstand – Reproduktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem und Reformkonzepte

Erziehungs- und Bildungsinstitutionen in Deutschland sollen laut Verfassung allen Heranwachsenden Chancengleichheit durch Bildung gewähren. Thematisiert werden in dieser Lehrveranstaltung die Ursachen und Folgen davon, dass dieser Auftrag verfehlt wird, z. B. durch den bisher ungenügenden Ausbau der Einrichtungen frühkindlicher Bildung und Erziehung, die Selektionsfunktion der Schule, die ungleiche Ressourcenverteilung in verschiedenen Bildungsinstitutionen und durch strukturelle und pädagogisch-konzeptionelle Versäumnisse.

Aktuelle bildungspolitische und pädagogische Maßnahmen und Konzepte u. a. für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse im Bildungssystem (überwiegend Geflüchtete) werden vorgestellt. Sie werden diskutiert unter den Fragestellungen, ob und wie sie der Reproduktion von Ungleichheit im Bildungssystem begegnen können und welchen Herausforderungen sich pädagogische Professionen stellen müssen.


Neuber | Armut und soziale Ungleichheit

Die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit sind eng verknüpft mit Fragen von sozialer Ungleichheit und Soziale Arbeit sieht sich in vielen Arbeits- und Handlungsfeldern mit sozialen Problemen konfrontiert, die in Folge mangelnder Bildung, Erwerbslosigkeit, Wohnungslosigkeit oder Armut von Menschen entstanden sind – also Folgen sozialer Ungleichheit.

Die Bewertung von ungleichen Lebensbedingungen in der Gesellschaft hat immer auch etwas mit ihrer Erklärung zu tun – also welche theoretische Perspektive ich auf Armut und soziale Ungleichheit einnehme. In dem Seminar setzen wir uns systematisch mit verschiedenen theoretischen Ansätzen zu Armut und sozialer Ungleichheit auseinander.


Rost | Gesellschaftlicher Wandel und Nachhaltigkeit aus soziologischer Perspektive

Der Wandel gesellschaftlicher Verhältnisse ist ein Grundthema der Soziologie, das für die Reflexion von Kontexten, Aufgaben, Funktionen, Möglichkeiten und Folgen Sozialer Arbeit relevant ist. Die Veranstaltung zielt auf ein vertieftes Verständnis von Grundzügen, Dimensionen, Dynamiken und Konsequenzen sozialen Wandels. Dabei führt sie von der eher zurückblickenden Beobachtung vollzogenen Wandels hin zu Perspektiven, die sich auf zukünftigen Wandel richten und Fragen des Umgangs mit Risiken und Gefährdungen (Prävention…) wie auch der Gestaltung zukünftigen Wandels (nachhaltige Entwicklung…) aufgreifen.


Rost | Gewalt. Soziologische Perspektiven und gesellschaftlicher Umgang mit Gewalt

Gewalt ist ein Phänomen, das sich in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und in verschiedensten Formen manifestiert. Um Gewaltphänomene und entsprechende Probleme erkennen und angemessen bearbeiten zu können, bedarf es daher einer Begrifflichkeit, die in der Lage ist, die Komplexität der Formen von Gewalt zu erfassen und deren Vielfalt zu unterscheiden. Ausgehend von einer Erörterung verschiedener Gewaltbegriffe blickt die Blockveranstaltung auf eine Reihe von Gewaltformen, die von Mikrogewalt (in einzelnen Interaktionen) bis hin zu Makrogewalt (organisierter Gewalt) reichen. Der Blick auf Prozesse des Ausübens, Erleidens und Betrachtens von Gewalt (in kriegerischen Konflikten, in Institutionen, in Interaktionen wie bei Gewalt unter Jugendlichen, häuslicher Gewalt…) verbindet sich dabei mit einer Erörterung des gesellschaftlichen Umgangs mit diesen Gewaltphänomenen und -problemen bzw. von Ansätzen der Problembearbeitung (z.B. Gewaltprävention, Opferhilfe, Täterarbeit…). Somit zielt die Veranstaltung auf die Vermittlung eines Überblicks über die Komplexität des Gewaltphänomens.


Schmidt | Abweichendes Verhalten

Abweichendes Verhalten ist ein klassisches Forschungs- und Handlungsfeld der Sozialen Arbeit. Es ist eng verknüpft mit Fragen von sozialer Ungleichheit, von Inklusion und Exklusion, aber auch mit dem Spannungsverhältnis von Hilfe und Kontrolle.

Wenn ein Verhalten als abweichend bezeichnet wird, drängt sich sofort die Frage auf: abweichend von was? Die allgemeine Antwort lautet: Von Normen, Regeln, Vorschriften und Verhaltenserwartungen, die von einer maßgeblichen Anzahl von Menschen in einer Gemeinschaft oder Gesellschaft akzeptiert werden. Welches Verhalten als abweichend wahrgenommen und bezeichnet wird, ist immer kontext- und zeitabhängig. Und abweichendes Verhalten ist eng verwoben Sanktionen und sozialer Kontrolle.

Wir werden uns in dem Seminar mit verschiedenen theoretischen Perspektiven auf abweichendes Verhalten sowie empirischen Studien zu Devianz beschäftigen. Erwartet werden die regelmäßige Lektüre von Texten und die aktive Mitwirkung am wissenschaftlichen Diskurs in der Gruppe. Die genaue Auswahl der Lektüre wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.


Modul 8

3. Semester


Jung | Basiswissen Psychiatrie

Basiswissen zur allgemeinen Krankheitslehre seelischer Störungen, zu Grundprinzipien der psychiatrischen Diagnostik sowie zur multiprofessionellen Therapie. Häufige Krankheitsbilder: Depressionen und Manien, Psychosen, Belastungsreaktionen und Traumafolgen sowie Umgang mit psychiatrischen Krisen und Notfällen.


Voigt-Kehlenbeck | Kritische Behindertenpädagogik

Basiswissen zur Behindertenhilfe und zu den aktuellen Veränderungen, die verbunden sind mit einem Paradigmenwechsel im Rahmen der Inklusion.

Grundlagen der Förderung von Menschen mit Unterstützungsbedarf im Sinne des Empowerments, zum Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Beeinträchtigung und spezifischen Perspektiven der Betroffenengruppen unter dem Eindruck eigener Forschungsanliegen (disability studies). 


Modul 9

3. Semester


Boeckh | Europäische Gesellschaft(en) zwischen Kohäsion und Spaltung

Studierende sind mit der Bitte an mich herangetreten, ein Seminar zu organisieren, das uns die Möglichkeit gibt, eine für Soziale Arbeit relevante Tagung zu besuchen. Unsere Wahl fiel auf die Jahrestagung der DGSA vom 23.4 - 25.4.2020 in Landshut. Das Thema lautet: Europäische Gesellschaft(en) zwischen Kohäsion und Spaltung. Wir werden uns inhaltlich auf die Veranstaltung an 2 Nachmittagen vorbereiten. Aktive Mitarbeit ist hierzu erforderlich. Es ist geplant, die Ergebnisse der Exkursion der Hochschulöffentlichkeit in geeigneter Form zu präsentieren.

Seminarzeiten: Vorbereitung am 1.4. und 8.4. (10:15 - 12:45 Uhr) / Exkursion: 23.4. - 25.4.)
TN-Zahl: 10
Anmeldung: 1.4. (10:15 - 12:45 Uhr)
Prüfung: Hausarbeit

Kosten: stehen noch nicht fest


Boeckh | Der Osten auf der Kippe (Exkursion Berlin, Leipzig, Dresden, Halle) (Boeckh)

Auf Wunsch einer Studierendengruppe, die an der Exkursion „Soziale Probleme aktuell - Mikrokosmos Stadion“ ins Ruhrgebiet teilgenommen hat, biete ich im WS 2020/2021 eine Exkursion zum Thema Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und mögliche Präventionsstrategien an. Wir werden dazu an unterschiedlichen Orten mit Akteuren aus Sozialer Arbeit und Politik Kontakt aufnehmen und uns über deren Arbeit informieren. Aktive Mitarbeit ist hierzu erforderlich. Es ist geplant, die Ergebnisse der Exkursion der Hochschulöffentlichkeit in geeigneter Form zu präsentieren.

Anmeldung: 6.5. (9:00 - 11:30 Uhr)

Vorbereitung: 6.5. und 13.5. (9:00 - 11:30 Uhr)

Exkursion: 26.10. - 31.10.2020
TN-Zahl: 11

Prüfung: Hausarbeit

Kosten: stehen noch nicht fest


Boeckh | Sozialpolitik I - Armut und soziale Ausgrenzung

In der Veranstaltung beschäftigen wir uns mit Fragen von Armut und sozialer Ausgrenzung. Die Veranstaltung schließt an die Inhalte der Ringvorlesung an und vertieft vor allem theoretische Konzepte der Armutsforschung sowie die Frage, warum sich Armut und soziale Ausgrenzung „sozial“ vererben. Die theoretischen Zugänge werden wir nicht nur empirisch ausarbeiten sondern auch auf die Praxis Sozialer Arbeit übertragen.

Folgende Themenfelder sind Gegenstand des Seminars:

Themenfeld I: Armut und soziale Ausgrenzung - Begriffe / Konzepte
Themenfeld II: Soziale Ungleichheit aus politikwissenschaftlicher Perspektive
Themenfeld III: Gesichter der Armut - Armutsberichte
Themenfeld IV: Armutskreisläufe - warum vererbt sich Armut?
Themenfeld V: Armutsbekämpfung - was macht der Sozialstaat?
Themenfeld VI: Gerecht ist was mir nützt! - soziale Gerechtigkeitsvorstellungen

Jedem dieser Themenfelder ist eine Seminareinheit gewidmet.

Am 19.5. wird Frau Kerstin Petras von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. (LVG & AFS) aus Hannover zu Gast sein und die Arbeit zum Themenfeld „Präventionsketten“ vorstellen.

Seminarzeiten: s. Übersicht zu den Lehrveranstaltungen
TN-Zahl: 20
Anmeldung: Stud.IP
Prüfung: Hausarbeit (Thema wird vorgegeben)


Boeckh | Sozialpolitik II - Migration und Flucht

In der Veranstaltung beschäftigen wir uns mit Fragen zu Flucht und Asyl. Dabei nehmen wir nicht nur die aktuellen Entwicklungen in den Blick, sondern beschäftigen uns auch mit der deutschen Migrationsgeschichte. Im Rahmen des Seminars besuchen wir das Museum Friedland bei Göttingen. Hier machen wir eine Führung durch das Museum und besichtigen die dort ansässige Landesaufnahmeeinrichtung, wo wir mit Mitarbeitenden des Sozialdienstes und der Diakonie sprechen werden. Durch Teilnahme an der Fahrt entstehen keine Kosten.

Seminarzeiten (s. Lehrveranstaltungsplan):
Termin 1: 17.3.2019
Termin 2: 24.3.2019
Termin 3: 31.3.2019
14:15 - 17:45: Themenfeld Flucht und Asyl

Termin 4: 2.4.2019
ganztägig
Besuch in Friedland
Abfahrt am Hbf Braunschweig gegen 9:00 Uhr; Rückkehr nach Braunschweig gegen 17:00 Uhr

Termin 5: 7.4.2019
14:15 - 17:00 Uhr: Auswertung 

TN-Zahl: 15
Anmeldung: StudIP
Prüfung: Hausarbeit


Ollmann | Sozialpolitik III - Armut und soziale Ausgrenzung

Fragen von Armut und sozialer Ausgrenzung durchziehen die Soziale Arbeit wie einen roten Faden. Dabei zeigt sich, dass sozialstaatliche Regelungen nicht nur soziale Probleme lösen, sondern auch neue schaffen können. Unsere Fragestellung ist deshalb wie sich die Lebenswelt von Klienten und Klientinnen Sozialer Arbeit beschreiben lässt?

Im Seminar sollen Sie mit Hilfe des Lernmanagementsystems (LMS) "moodle" hierzu an einem sozialpolitischen Thema Ihrer Wahl in arbeiten. Sie werden in ersten beiden Präsenzveranstaltungen intensiv auf die Arbeit mit dem LMS moodle vorbereitet - sowohl mit dessen Handhabung, als auch auf das wissenschaftliche Arbeiten in und mit Online-Medien.

Das Seminar besteht aus zwei Blockterminen (im September) sowie einer mehrwöchigen Onlinearbeitsphase, in der keine Seminarpräsenz erforderlich ist (Termine siehe Lehrveranstaltungsplanung).

Das Seminar kann nur erfolgreich absolviert werden, wenn Sie an den zwei Blocktagen und an der Onlinephase teilnehmen.

Eckdaten für die Onlinephase:
25.03. Ende der Wikibearbeitung
15.04. Beginn der Auswertung
20.05. Ende der Auswertung


Vorschau Sommersemester 2020 / Wintersemester 2020/2021

Boeckh / Grieger | Soziale Probleme aktuell - Mikrokosmos Stadion

M 9 Mikrokosmos Stadion_Ankündigung Exkursion

Fussball und Soziale Arbeit haben keine Berührungspunkte? Weit gefehlt! Am Fussball zeigen sich nicht nur viele soziale Entwicklungen, er ist auch ein niedrigschwelliger Zugangsweg für Soziale Arbeit, den Sozialarbeiter*innen im Rahmen des SGB VIII auch nutzen.

Die Exkursion führt Sie für eine Woche in das Ruhrgebiet, genauer nach Bochum (Unterkunft: JGH Bochum). Von dort aus werden Sie zusammen mit Dipl.-Soz.Arb. Grieger und mir die Arbeit mit Fans rund um den VFL Bochum und andere Ruhrgebietsvereine kennenlernen. Dabei geht es nicht darum den Fussball als sportliches Event, sondern als Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Gemeinwesenarbeit kennenzulernen. Termine mit der Polizei und der Landesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte NRW, der Jugendgerichtshilfe in Essen sowie ein Besuch der Steinwache in Dortmund sind deshalb ebenfalls geplant. 

Wenn möglich, werden wir ein Freundschaftsspiel gegen das Studierendenteam der Evangelischen Fachhochschule Bochum bestreiten. Also bitte Indoor-Sportkleidung mitbringen.

Eigenanteil ca. 80,- Euro (für Fahrt, Unterkunft, ÖPNV und Eintritte – ohne Essen/Trinken)

Persönliche Anmeldung und Vorbereitung im SoSe 2020 am 6.5. (15:15 - 17:45 Uhr) und 11.5.2020 (16:15 - 18:45 Uhr)

Exkursion: im WS 2020/2021 vom 19.10. - 24.10.2020

TN-Zahl: 11

Anmeldung: Stud.IP

Prüfung: Hausarbeit


Stölner | Ökonomische Grundlagen des Sozialstaats

Der Sozialstaat wird als Ort der stetigen Veränderung wahrgenommen und unterliegt der ständigen Kritik von Links und Rechts. Ziel des Seminars ist es, sich einerseits mit den Grundlagen des Sozialstaates auseinanderzusetzen, andererseits aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu beleuchten und wie diese sozialpolitisch bearbeitet werden.

U.a. behandelt das Seminar diese Fragen: Was ist Sozialpolitik? Wie wird der Sozialstaat legitimiert? Welche historischen Konstellationen waren für die Herausbildung des Sozialstaates bedeutend? Welche Rahmenbedingungen sind heute maßgebend? Was sind die Grundnormen der Sozialpolitik? Was sind die Instrumente und Funktionen der Sozialpolitik? Wer zahlt, wer bekommt was? Welche Wirkungen (ausgewählte Instrumente) zeigen sich? Wie lassen sich Gerechtigkeit und Sozialstaat verbinden? Ist der Sozialstaat unter diesen Bedingungen heute noch finanzierbar?


Stölner | "Kommunale Sozialpolitik - Ganztägiges Lernen im Rahmen von Schule und Jugendhilfe"

Ziel des Seminars ist es, ganztägiges Lernen aus Sicht von Schule und Jugendhilfe zu beleuchten und zu reflektieren. Im Zentrum stehen der Lernbegriff (individuelles, gemeinsames Lernen etc.), seine Bezüge (Identität, Diversität, soziale Ungleichheit, normative Grundlagen etc.) und damit auch sein organisatorisches Umfeld aus Schule, Jugendhilfe sowie kommunale Sozial- und Bildungspolitik im Rahmen von kommunalen Bildungslandschaften. Innerhalb des Seminars besuchen die Studierenden eine Ganztagsschule (1 Tag) und können so ihr erworbenes Wissen anhand der Praxis reflektieren. Das Seminar wird für Lehramtsstudierende der TU Braunschweig und Studierende der Sozialen Arbeit, Ostfalia Hochschule, angeboten und findet in Zusammenarbeit mit dem Verein TABULA e.V. Wolfsburg statt. Unterrichtsort ist die TU Braunschweig, Praxisort ist Wolfsburg.


Zgonc | Projektentwicklung

"Sie lernen wichtige Grundzüge der Projektentwicklung kennen und sollen anhand dessen eigene kleine Projekte entwickeln und vorstellen."


Modul 12a

4. Semester


Jahn | Sozialberatung

Oftmals benötigen Personen, die sich in prekären Lebenslagen / Situationen befinden, eine parteiliche Unterstützung, um ihre sozialrechtlichen Ansprüche durchsetzen zu können. Sozialberatung ist sowohl als autarkes Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit zu sehen, als auch als Teilgebiet personenbezogener sozialer Dienstleistung.

In dem Seminar werden die Grundlagen der Sozialberatung erarbeitet – in Bezug zu den sozialleistungsrechtlichen Sachverhalten. Zusätzlich wird auf das Verfahren vor den Behörden und das methodische Vorgehen hingewiesen. Diverse Fallanalysen und der Transfer in die Praxis runden das erworbene Grundlagenwissen ab.

Das Rechtsdienstleistungsgesetz sowie die materiellen Leistungen nach dem SGB II und XII sind ein weiterer Schwerpunkt des Seminars.


Richter | Mediation in besonderen Lebenslagen

Ärgernisse und Lebenskatastrophen münden vielfach in zwischen-menschliche Konflikte, die häufig auch noch ein rechtliches Nachspiel haben können. Für die Soziale Arbeit besonders einschlägig ist der Bereich der strafrechtlichen Konflikte. In diesem Bereich liegt besonders viel Brisanz, da die Konfliktparteien nicht mehr „allein“ sind, sondern u. U. die Polizei und Justiz eingeschaltet haben.

Welche Konfliktlösungsmöglichkeiten gibt es dennoch? Wie ist mit strafrechtlichen Konflikten lösungsorientiert umzugehen, dass die Parteien ihren Konflikt eigenständig regeln können? Hier greift die  Mediation im Strafrecht, die ein interessantes Berufsfeld für die Soziale Arbeit darstellt. Sie erfordert eine besondere Form der Konfliktmoderation, die in der Veranstaltung vorgestellt wird. Die Rahmenbezüge der Konfliktlösungsmöglichkeiten werden erörtert und Übungen zum Umgang mit Konflikten und zur Konfliktmoderation praktiziert.


Modul 12b

4. Semester


Flory / Teigler | Empowernde Unterstützung für Geflüchtete: Die Arbeit psychosozialer Zentren

Das Blockseminar „Psychologische Arbeit mit geflüchteten Menschen“ gibt Einblicke in die Arbeit der psychosozialen Zentren und ihres Dachverbands BAfF e.V. (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer).

Die psychosozialen Zentren bieten Psychotherapie, soziale Arbeit, rechtliche Beratung und medizinische Versorgung für geflüchtete Klient*innen an, die in der Regelversorgung keine oder nur unzureichende Unterstützung bekommen.

Im Rahmen des Blockseminars werden unter anderem folgende Inhalte vermittelt: Traumatheorie und kontextualisierte Traumadiskurse; strukturelle Barrieren und politischer Kontext der psychosozialen Arbeit mit geflüchteten Klient*innen; Bedeutung von Multiprofessionalität und Netzwerken; Therapie und Beratung zu dritt - Arbeiten mit Sprachmittlung; Macht und Ohnmacht in der Versorgung von geflüchteten Klient*innen.

Die Referatsthemen und Literatur werden noch im Stud.IP bekannt gegeben. Die Auswahl der Referatsthemen erfolgt per E-Mail und telefonisch in Rücksprache mit den Lehrbeauftragten. Dafür setzen sich die Lehrbeauftragten nach der Anmeldung mit den Studierenden in Verbindung. Aktive Mitarbeit und Referate stellen die Seminarleistung dar.


Jung | Psychiatrie vertieft

Seelisch erkrankte Menschen: Fremd wirkende und schwer nachvollziehbare Symptome? Versuche der Annäherung an die Logik des subjektiven Erlebens der Betroffenen durch spezifische Fachkennt­nisse und störungssensiblen empathischen Umgang. Weiterführende praxisrelevante Beispiele zur komplexen psychosozialen Versorgung häufiger psychiatrischer Krankheitsbilder.

Der erfolgte Besuch der Vorlesung „Psychiatrische Krankheitsbilder“ in M8 ist wünschenswert, aber nicht Voraussetzung.


Maier / Römmling-Wasserthal | Gewalt gegen Frauen - Psychosoziale Versorgung

Wie lässt sich Gewalt gegen Frauen im gesellschaftlichen Kontext verstehen?
Es werden die sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen betrachtet, durch welche Gewalt gegen Frauen mitausgelöst und aufrechterhalten wird. Die psychosoziale Versorgungslage und der gesellschaftliche Umgang mit den Folgen der Gewalt und den von Gewalt betroffenen Frauen werden kritisch diskutiert. Zudem wird im Seminar in die Debatte um medizinisch-psychiatrisches Krisen- und Krankheitsverständnis und deren Ausblendungen eingeführt. Es werden alternative Ansätze aufgezeigt und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit diskutiert.


Mölders / Matthies | Multiloog: Verständigung über Alltagserfahrungen und psychosoziale Krisen in Theorie und Praxis

Wie können psychosoziale Krisen im Alltagssprachgebrauch verständlich werden. Seit zwanzig Jahren werden im Multiloog - Projekt  Erfahrungen dazu gesammelt und verarbeitet.

Im Blockseminar werden Arbeitsschritte aus diesem Projekt in Theorie dargestellt und in der Praxis (interaktiv) eingeübt. Es werden Grundlagen der subjektwissenschaftlichen Herangehensweise der Kritischen Psychologie vermittelt, insbesondere zum Thema der sozialen Selbstverständigung im Rahmen alltäglicher Lebensführung und ihre Anwendung in der Praxis.

Es werden Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt und praktiziert, um eigene Erfahrungen mit Krisen im Alltagsleben zu verbalisieren und diese als Grundlage für die zukünftige berufliche Praxis zu reflektieren.


Möller | Drogenmissbrauch im Jugendalter und Sucht als Selbstmedikation

Teil 1 des Seminars im April. Suchtverhalten als Selbstmedikation!? Suchtbegleitende Krankheitsbilder bei jungen Menschen. Bei Suchtstörungen einschließlich Mediensucht finden sich häufig begleitende, sog. komorbide Störungen, wie z.B. ADHS, Depression, Psychosen, Essstörungen oder Traumafolgestörungen. Um die Symptomatik zu lindern werden Drogen (z.B. Cannabis oder Alkohol von den jungen Menschen häufig als Selbstmedikation benutzt. Da besonders Sozialarbeiter in sehr vielen Arbeitsbereichen mit Drogen konsumierenden Jugendlichen konfrontiert sind, ist es erforderlich, dass gut informierte Fachleute rechtzeitig Gefährdeten und ihren Eltern geeignete ambulante oder stationäre Hilfen anbieten können. Auch in der Jugendhilfe und anderen Kontexten tätige Sozialarbeiter müssen sich mit den komorbiden Kinder- und Jugendpsychiatrischen Störungsbildern auseinandersetzen.

In diesem Seminar soll sich intensiv mit der Suchtproblematik einschließlich Mediensucht und den komorbiden Störungsbildern befasst werden. Darüber hinaus werden Therapiemöglichkeiten (einschließlich Anamneseerhebung, Diagnostik, Einzel- und Gruppentherapie, -Methoden) erörtert. Da es, wenn keine ausreichende Selbstfürsorge getroffen wird, auch Helfer treffen kann, wird über das Thema Burnout gesprochen. Auch Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche (z.B. HALT-Projekt), aber auch für Helfer, sollen besprochen werden.

Auf die einzelnen Drogen und ihre Wirkungen wird in einem extra Seminar eingegangen (das in Hannover stattfindet). Gleichzeitig besteht die Möglichkeit das spezielle Konzept der Therapiestation für drogenabhängige Jugendliche und Heranwachsende Teen Spirit Island im Kinderkrankenhaus auf der Bult kennenzulernen. 

Die Anzahl der teilnehmenden Personen ist auf 25 begrenzt, 10 Teilnehmende können eine Prüfungsleistung (Referat) ablegen.Die Teilnehmenden werden um aktive Mitarbeit gebeten! (in Form von Referaten). Fallbeispiele aus der Praxis der Studierenden sind erwünscht und können supervidiert werden. 

Nach der Stud.IP-Anmeldung (04.02.-10.02.2020) ist die schriftliche verbindliche Anmeldung für die Referate inklusive Themenausgabe bei Frau Schneider (Prüfungsamt, R.123) erforderlich.
Anmeldezeitraum: Mittwoch 18.03.2020 von 09.30-12.00h.
 

In den Referaten wird das gewählte Thema in ca. 20 Minuten vorgestellt mit anschließender Diskussion. Weiter wird ein Handout vorbereitet. Am Ersten Seminartag zu Beginn der Veranstaltung sollten alle Referate und Handouts vorbereitet vorliegen. Gemeinsam mit den Teilnehmern wird dann die Referatsfolge festgelegt. Bitte Laptop mitbringen. Beamer und Lautsprecher sind vorhanden.


Teil 2 des Seminars
im März / April in Hannover. Drogenmissbrauch im Jugendalter ist ein wachsendes Problem. Die Erstkonsumenten werden immer jünger. Adäquate Versorgungsstrukturen fehlen.

In einem Blockseminar soll auf möglich Ursachen und Auswirkungen des Drogenmissbrauchs eingegangen werden, wobei auch entwicklungspsychologische Aspekte berücksichtigt werden. Auf die aktuelle Situation wird Bezug genommen, wie die Frage nach der Schädlichkeit von Cannabis und den Alkopops. Mit der Therapiestation Teen Spirit Island ist ein spezielles kinder- und jugendpsychiatrisches Konzept entwickelt worden in Kooperation mit einer Drogenberatungsstelle und einer Jugendhilfeeinrichtung, was vorgestellt und diskutiert wird. Auf spezielle sozialarbeiterische Aspekte wird Bezug genommen.

Das Blockseminar soll an zwei Vormittagen in der Zeit von 09.00-13.00, in der Einrichtung Teen Spirit Island in Hannover, Janusz-Korczak-Allee 12, stattfinden. Auf diese Art kann die Einrichtung kennen gelernt werden und es besteht die Möglichkeit mit Jugendlichen zu sprechen. Eigene Fälle und Fragen können im Seminar diskutiert werden.

Empfohlene Artikel aus Büchern für die Klausurvorbereitung:

  • Buch: „Drogenmissbrauch im Jugendalter“ Chr. Möller (Hrsg.):
    • Cannabis- und Alkoholmissbrauch als Risikofaktoren für Ausbruch und Verlauf der Schizophrenie von Heinz Heffner
  • Buch: „Sucht im Jugendalter“ Christoph Möller (Hrsg.)
    • Trotzdem Ja zum Leben sagen, Salutgenese und Sucht im Jugendalter, Christoph Möller Herausgeber
    • Gruppentherapie im Jugendalter, Christoph Möller Herausgeber
    • Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung und kormorbide Suchterkrankung bei Jugendlichen und Erwachsenen, Martin Ohlmeier
  • Buch: „Internet- und Computersucht“ Christoph Möller (Hrsg.)
    • Epidemiologische Daten zur Medien- und Computernutzung bei Kindern und Jugendlichen von Nadine Jukschat & Co.
    • Hochprozentiges für Kinder und Jugendliche und Erwachsene. Das Abhängigkeitspotential von Online-Rollenspielen und Browser-Spielen, Regine Pfeiffer

Entwicklungsfördernde Elemente - Überlegung aus psychologischer, ärztlicher und pädagogischer Sicht und konkrete Anregung bei Mediensucht, Christoph Möller und Emilie Hornemann

Hinweis: Die Prüfungsleistung ist entweder in Teil 1 als Referatsprüfung zu erbringen oder in Teil 2 als Klausur.


Seifert / Focke | Sucht – Ursachen, Auswirkungen, Therapie

Abhängigkeitserkrankungen zählen zu den häufigsten seelischen Erkrankungen, die nahezu alle Tätigkeitsbereiche der Sozialen Arbeit flankieren. Sucherkrankungen werden allerdings oft viel zu spät erkannt. Die Folgen sind für Betroffene, Angehörige aber auch die Gesellschaft / Wirtschaft fatal. Die Versorgung suchtkranker Menschen ist dabei nicht einheitlich und abgestimmt geregelt. Dem akutversorgenden System, welches primär durch die Krankenkassen finanziert ist, steht das klassische Suchthilfesystem mit der Rehabilitation als zentrales und durch die Deutsche Rentenversicherung finanziertes Behandlungsangebot gegenüber. Dabei werden im Reha-System langfristig deutlich bessere Behandlungsergebnisse erzielt als in der Akutversorgung (erheblich bessere Abstinenzquoten). Fatalerweise wird aber nur ein sehr kleiner Teil der Betroffenen (ca. 3%) in stationären Suchtrehabilitationseinrichtungen behandelt. Es dauert zudem im Schnitt fast 13 Jahre, bis ein suchtkranker Mensch eine Rehabilitationsbehandlung antritt, obgleich gemäß den aktuellen ärztlichen Leitlinien die Rehabilitation die anzustrebende Behandlung der Wahl sein sollte. Ursächlich für diese lange Zeitspanne sind zum einen die artifizielle Trennung der Kostenträgerstruktur (Krankenkasse vs. Rentenversicherung) mit den entsprechenden Barrieren an den Schnittstellen. Zum anderen trägt aber auch das „Wesen“, oder besser die Neurobiologie der Suchterkrankung, mit einem hohen Maß an Verleugnung und Abwehr wesentlich zur ungünstigen Versorgungslage bei.

Im Rahmen der angebotenen Lehrveranstaltung werden daher folgende Inhalte vermittelt:

  • Neurobiologische Grundlagen der Suchtentstehung und deren Bedeutung für die Behandlung (Neuroanatomie, Funktionsweise des Gehirns, wie entsteht Sucht?)
  • Überblick über die wesentlichen legalen und illegalen Suchtmittel sowie stoffungebundene Süchte (geschichtliche Hintergründe, Wirkungen, Folgen)
  • Vorstellung des Suchthilfesystems (Prävention, Rehabilitation, Nachsorge, Selbsthilfe, gesetzliche Grundlagen, ICF, bio-psycho-soziales Krankheitsmodell)

Im Rahmen einer praktischen Übung können Studierende ihr erworbenes Wissen im letzten Abschnitt der Vorlesung dann in Form von Patientengesprächen in Kleingruppen von 2-3 Studierenden anwenden (Suchtanamnese erstellen; individuelle Hintergründe der Suchtentstehung und deren Folgen eruieren). Wegen des Patientenkontaktes findet die Vorlesung in Blockform in der Fachklinik Erlengrund in Salzgitter Ringelheim statt.

Die Fachklinik ist über den Bahnhof in SZ-Ringelheim (ca. 10 Minuten Fußweg) auch gut mit der Bahn zu erreichen. Für die Mittagspausen (12.15 – 12.45 Uhr) besteht die Möglichkeit, in der Fachklinik für 4 € ein Mittagessen zu bestellen.

Teilnehmerbegrenzung: 24 Studierende
Die Anwesenheit während des gesamten Seminars wird erwartet.

Seminartermine am Freitag, 13.03., 20.03., 27.03. jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr

Prüfungsleistung: Mündliche Prüfung in der Fachklinik am 27.03.2020, 14:00 – 16:00h. 


Modul 12c

4. Semester


Sodomann | Gebärdensprache

In diesem Kurs wird die Welt der Gebärdensprache und die speziellen Eigenschaften der Gehörlosigkeit erlernt. Auch wird die deutsche Gebärdensprache mittels körperlichen, gestischen und mimischen Ausdrucksmöglichkeiten nähergebracht. Spezielle Anforderungen sind nicht notwendig, "aktive Mitarbeit" ist wünschenswert. Diese Lehrveranstaltung ist auf Initiative des FARA in das Lehrangebot aufgenommen worden. Sie soll prinzipiell für Studierende aller Semester zugänglich sein.


Manavbasi | Leichte Sprache

Ungefähr 6,2 Millionen Menschen oder 12,1 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland können nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben. Dadurch haben sie oft Schwierigkeiten den Alltag selbständig zu bewältigen. Aus diesem Grund sind verständliche Informationen eine wesentliche Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Hier kommt das Konzept Leichte Sprache zum Einsatz, das den Betroffenen das Leben erleichtert. Leichte Sprache bezeichnet eine vereinfachte Ausdruckweise, die für und mit Menschen mit geistiger Beeinträchtigung entwickelt wurde. Aber von leicht verständlichen Informationen profitieren auch viele andere Personenkreise. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit Lernschwierigkeiten, Menschen mit Migrationshintergrund, Jugendliche sowie ältere Menschen mit Demenzerkrankung. Leichte Sprache kann als Instrument für Selbstbestimmung und Partizipation eingesetzt werden und somit gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.

Ziel des Seminars ist, die Vorteile der Leichten Sprache in der Sozialen Arbeit auszuarbeiten, die Kenntnisse in praktischen Übungen zu vertiefen und die Erfahrungen aus den Exkursionen in Kleingruppen auszuwerten. Hierfür werden auch Best Practice Beispiele aus der Region zur Veranschaulichung herangezogen.


Modul 13a

5. Semester


Stölner | Personalmanagement – Grundlagen

Das Seminar behandelt grundlegende Themen des Personal-managements. Ausgehend von den begrifflichen Grundlagen werden Personalplanung, -gewinnung, -honorierung, -beurteilung sowie -entwicklung als zentrale Bausteine anhand von Texten und Fallbeispielen besprochen.


Stölner | Organisationen der Sozialen Arbeit – politische, ökonomische und gesellschaftliche Aspekte

Im Seminar werden historische und theoretische Grundlagen, Fragen der Steuerung, organisatorische Strukturen sowie europäische Entwicklungen im Bereich der Sozialen Dienste behandelt. Darüber hinaus wird die Bedeutung sozialer Dienste in zentralen Politikfeldern skizziert sowie die Dienstleistungsbeziehungen aus der Perspektive der Professionellen und der Klienten bzw. Konsumenten betrachtet.


Modul 13c

5. Semester


Brenssell | Partizipative Praxisforschung in der Sozialen Arbeit

Partizipative Forschungsansätze folgen zwei Grundsätzen:
1. forschen „mit“ statt „über“ Menschen, d.h. sie beteiligen Menschen als Akteure am Forschungsprozess. 
2. Sie verfolgen einen emanzipatorischen Anspruch, d.h. sie wollen diskriminierende/ausschließende gesellschaftliche Bedingungen verändern.
Welche Möglichkeiten partizipativer Forschung gibt es? Wie lassen sich Methoden wie „ Photovoice“ im Rahmen des Studiums oder eine Abschlussarbeit umsetzen? Worin liegen Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen partizipativer Praxisforschung in der Sozialen Arbeit? In dem Seminar lernen Sie unterschiedliche Methoden und Projekte partizipativer Forschung kennen. Sie können Ideen für eigene Forschungsprojekte – z.B. im Rahmen Ihrer BA Arbeit - bekommen und diese im Rahmen des Seminars weiterentwickeln.  Oder wir können als Seminar gemeinsam ein kleines partizipatives  Forschungsprojekt entwickeln. 2017 zum Beispiel haben wir im Seminar zur Frage „Was denkst Du?“ gemeinsam eine Aktionsforschung an der Fakultät initiiert, aus der der Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit hervorgegangen ist; 2018/19 haben wir einen OPEN SPACE zum Thema „Plastik und Soziale Arbeit“ veranstaltet.


Rost | Die Praxis qualitativer Forschung – Planung, Datensammlung und Analyse

Die Blockveranstaltung bietet eine Einführung in Grundlagen der qualitativen Sozialforschung sowie die Einübung elementarer Vorgehensweisen des qualitativen Forschens. Im Einzelnen umfasst das die methodologischen Grundlagen und die Planung des Forschungsprozesses (1. Tag), die Formen der Datenerhebung (2. Tag) und die Auswertung qualitativer Daten (3. Tag).

Die Teilnehmenden lernen, Ansprüche und Ergebnisse qualitativer Forschung angemessen einzuschätzen sowie eigene qualitative Forschungsprojekte – z.B. im Rahmen der Bachelorarbeit – planen und durchführen zu können.


Modul 14

4. Semester


Baur | Schule in der Migrationsgesellschaft – integrative Strategien in Deutschland und Frankreich

Schulen stehen unter dem Druck, Integrationsaufgaben in der Gesellschaft zu übernehmen. In ihnen spiegelt sich die wachsende soziale Spaltung in den Städten und die soziale Exklusion von Kindern und Jugendlichen wider, die in benachteiligten Quartieren leben und häufig einen Migrationshintergrund haben. Ähnliche Problemlagen zeigen sich in den europäischen Nachbarländern, wie z.B. Frankreich.

In der Lehrveranstaltung werden die Herausforderungen für Schulen in schwieriger Lage, ihre Lösungsansätze in Deutschland und Frankreich und abzuleitende Handlungsfelder für die Soziale Arbeit in Schule und Quartier betrachtet. Neben der Analyse der in Deutschland vorzufindenden Bedingungen werden Ergebnisse des Forschungsprojekts „Schulische Integration von Geflüchteten in Paris“ (Baur - SoSe 2019) und methodische Herangehensweisen eingebunden.


Brenssell | Auswirkungen der Globalisierung auf die Soziale Arbeit

Noch vor kurzem wurde viel über drei transnationale Freihandelsabkommen diskutiert – CETA TTIP und TISA – die auch die Bedingungen Sozialer Arbeit nachhaltig beeinflussen würden.  Auch „Der Paritätische“ beteiligt sich an den Protesten und war auf der größten bundesweiten Demonstration gegen die geplanten Freihandelsabkommen 2015 präsent (http://www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/ceta-ttip-tisa-co/faq-zu-ceta-ttip-jefta-co/). Freihandelsabkommen sind nur ein Beispiel für globale Formen von Macht, die die Bedingungen und Spielräume der Sozialen Arbeit mitbestimmen.  Im Seminar lernen Sie internationale Akteure und Institutionen wie IWF, Weltbank, transnationale Konzerne kennen und wir werfen einen Blick auf die großen aktuellen Krisen – Finanzkrise, ökologische Krise, Klimakrise, Ernährungskrise … - um ihre globalen Zusammenhänge zu verstehen.

Was sind globale treibende Kräfte, Akteure und Konstellationen und wie gewinnen sie Einfluss auf die Soziale Arbeit? Anhand von Filmen und Texten gehen wir im Seminar folgenden Fragen nach:  welche lokalen sozialen Konsequenzen hat globale Politik? Welche Kritik wird formuliert, etwa vom Weltsozialforum oder von der globalisierungskritischen Bewegung? Welche Alternativen gibt es? Was wollen Bewegungen wie „Fridays for future“ „De-Growth“, „ Care-Revolution“, das „Weltsozialforum“ oder Nichtregierungsorganisationen wie „attac“ erreichen und wie deckt sich dies mit Zielen der Sozialen Arbeit? Das Seminar führt ein und greift aktuelle Themen auf.


Jünemann | Soziale Ungleichheit - Gender

Im Seminar wird u.a. im Rahmen qualitativer Sozialforschung ein in der Gruppe entwickelter Interviewleitfaden sowie dessen Umsetzung und Auswertung zu Fragen sozialer Ungleichheit aus der Genderperspektive behandelt werden, so dass die Chance zu einem Theorie-Praxis-Austausch gegeben ist.


Neuber | Gewalt und Geschlecht – ein undurchsichtiger Zusammenhang

Hat Gewalt ein Geschlecht? Auf den ersten Blick scheint sie männlich – das zumindest legen die Statistiken nahe und auch Ansätze der Männlichkeitsforschung betonen den Zusammenhang von Männlichkeit und Gewalt.

Wir werden uns in diesem Seminar kritisch und differenziert mit diesem scheinbar eindeutigen Befund auseinandersetzen und den Zusammenhang von Gewalt und Geschlecht näher beleuchten. Dazu erfolgt eine grundständige Einführung zu den Dimensionen der Kategorie Geschlecht und eine Beschäftigung mit dem Gewaltbegriff. Darüber hinaus werden wir uns mit verschiedenen Studien zum Thema Gewalt und Geschlecht (bspw. Gewalthandlungen und Gewaltbetroffenheit von Frauen und Männern; häusliche Gewalt; Gewalt in der Pflege; Jugendgewalt) beschäftigen.


Stopczynski | Zwischen Wahn und Wirklichkeit, Internationale Kunst – Psychose – Kreativität

Wahn und Normalität bezeichnen Kategorien, durch die unsere Gesellschaft zur qualitativen Einordnung von menschlichen Verhaltensmustern gelangt. Was die Norm konstituiert und damit simultan ihr Pendant, den Wahnsinn, wird gesellschaftlich stets verhandelt und unterliegt keinen objektiven und festgelegten Definitionen. Im Gegenteil, die Sozialgeschichte lehrt uns, dass der „Wahnsinn“ stets dem Duktus der vorherrschenden Gesellschaft unterlag – ob als „nützlicher Wahnsinn“ in der Antike oder „unnütze Bedrohung“ der neuen rationalen Ordnung im 18.Jahrhundert. Erst durch die institutionelle Definition von Normalität konnte Wahnsinn als außergewöhnliches Phänomen menschlichen Verhaltens Beachtung finden: Bezeichnung durch Entgrenzung. Betrachtet man daher die Geschichte der Pathologie im Hinblick auf den Wahnsinn, so lässt sich eine stetige Grenzverschiebung bis hin zu der diskutierten Auflösung von Norm und Wahn als antagonistische Kategorien feststellen. Die Kunst hat sich diese Grenzverschiebung seit jeher zu Eigen gemacht und konventionelle Verhaltensmuster Sichtweisen und soziale Rollen (Gender etc.) hinterfragt und aktive verändert. Ihre entgrenzende gesellschaftliche Funktion hat der Volksmund durch die Bezeichnung „ verrückter Künstler“ oder „wahnsinniges Genie“ stets Rechnung getragen. In der Kunst haben sich so Methoden entwickelt diese Grenzüberschreitungen zu provozieren – oftmals wird gerade daran der Grad der Kreativität oder der Wert des Künstlerischen bemessen. Diese Kreativität findet sich ebenfalls in bildnerischen Arbeiten psychisch erkrankter Menschen wieder, welche aber aus der Kunstwelt eine andere Beurteilung erfahren. Anhand dieser Widersprüchlichkeit bekommt der komplexe theoretische Diskurs eine Zugänglichkeit.

In diesem Seminar werden wir verschiedene aktuelle Organisationsformen der bildnerisch tätigen Menschen mit psychischer Erkrankung untersuchen, um die Herausforderungen und Schwierigkeiten des aktuellen Diskurs zur Ausgrenzung psychisch kranker Menschen zu thematisieren. In Betrachtung einzelner Fallbeispiele, wie der „Die Schlumper“ in Hamburg, Atelier „Zinnober“ in Magdeburg, Radio „La Colifata“ in Buenos Aires, „ Shobu Gakuen“ in Japan und der Einrichtung „Kaos“ in Brüssel werden wir einen internationalen Überblick verschiedener Herangehensweisen im Umgang mit Art Brut gewinnen und über die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung sprechen.


5. Semester


Grünhagen | Arbeit mit Geflüchteten im Sozialraum

In diesem Blockseminar bearbeiten wir das Spannungsverhältnis der Sozialen Arbeit mit Geflüchteten: Gesetzgebung und gesellschaftliches Klima stellen Sozialarbeitende vor große Herausforderungen in ihrer Arbeit.

Ein Abriss über die Flüchtlingssozialarbeit, Entwicklung der Asylgesetzgebung sowie deren Auswirkungen auf die soziale Arbeit mit Geflüchteten Menschen werden Thema sein. Darüberhinaus beschäftigen wir uns mit dem Thema Interkulturelles Verstätndnis und machen am letzten Tag eine Exkursion nach Hannover in das Büro des Unterstützerkreises Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V. Dort wird es Gespräche mit Geflüchteten sowie Sozialarbeitenden geben.


Kresimon | Transnationale Perspektiven auf Integration und Inklusion

In der sozialen Arbeit spielen die Themen der Integration und Inklusion eine herausragende Rolle. In den verschiedenen Ländern Europas hat die jeweils spezifische kulturelle, soziale und politische Entwicklung der gesellschaftlichen und ökonomischen Kontexte zu unterschiedlichen Ansätzen und Strategien sozialer Arbeit und der Bekämpfung von sozialer Ungerechtigkeit und Ausgrenzung geführt.

In einer zunehmend interkulturellen Gesellschaft ist es ist für uns nicht nur wichtig sondern auch hilfreich und spannend, Modelle sozialer Arbeit kritisch vergleichen zu können und diese als bereichernd in unsere Kompetenzen und Handlungsansätze zu integrieren.

Insbesondere in den Bereichen der Inklusion von behinderten Kindern in das normale Schulsystem, wie auch der Inklusion von Menschen mit psychiatrischen Problemhintergründen, kann Italien auf eine rund 40 jahrelange Tradition zurückblicken, weit vor den Forderungen der UN Behindertenkonvention von 2006.

Diese Geschichte, wie auch die Methoden (z.B. Sozialraumorientierung, Inklusionsförderung in Schulen) und Instrumente (z. B. soziale Unternehmen – Kooperativen zur Arbeitsintegration) die dort entstanden sind, werden wir in dem Blockseminar näher betrachten und deren Bedeutung auch für die soziale Arbeit in Deutschland analysieren.


Mouratidis | Interkulturelle Kommunikation und Beratung im Praxisfeld der Sozialen Arbeit

Zunehmend erforderlich ist die Interkulturelle Kommunikation in der Sozialarbeit, in der schulischen sowie in der beruflichen Bildung. Das alltägliche Zusammentreffen von Deutschen und Zugewanderten ist längst Realität. Wir leben - insbesondere in den städtischen Ballungsräumen - in einer multikulturellen Gesell-schaft.

Die Studierenden sollen interkulturelle Kommunikation verstehen, entwickeln und in ihrer Arbeit anwenden. Durch die theoretische als auch praktische Auseinandersetzung sollen die Teilnehmer/innen unterstützt werden, in der Arbeit mit den Klient/innen einen vorurteilsfreien und offenen Umgang zu erreichen. Dazu wird eine Reihe von Übungen durchgeführt die in der interkulturellen Beratung Anwendung finden. Im ersten Drittel des Seminares erfolgt die Vermittlung von literaturgestützter Theorie (Vortrag durch Power Point, Gruppenarbeit, Verteilung von Handouts), im zweiten Drittel erfolgen die Übungen (Sensibilisierung für interkulturelle Aspekte, Meine Wurzeln, Stereotyp und Vorurteile, Kommunikation und Handeln im interkulturellen Kontext). Im letzten Drittel erfolgt eine Reflexion der gewonnen Erkenntnisse.


Neuber | Gender, Diversity und Intersektionalität in der Sozialen Arbeit

Auch wenn es in den letzten Jahrzehnten viele Veränderungen gegeben hat, ist Geschlecht nach wie vor eine der entscheidenden Ungleichheitskategorien. Es ist aber nicht die einzige.

Dieser Einwand wird in der Intersektionalitätsforschung berücksichtigt, indem die Kategorie Geschlecht in ihrer Verwobenheit mit Kategorien wie beispielsweise Klasse und Ethnizität, aber auch Alter, sexueller Orientierung oder Religion analysiert wird.

Gegenwärtig findet sich ein weiterer Ansatz und damit verknüpft eine Vielzahl von Konzepten in der sozialarbeiterischen Landschaft: Diversity. Es geht in den verschiedenen Debatten somit um Vielfalt und Ungleichheit. Vielfalt ist der Sozialen Arbeit immanent und die klassischen Aufgabenfelder der Sozialen Arbeit sind von unterschiedlichen Ungleichheitskategorien strukturiert. Diese Ungleichheitskategorien und die damit korrespondierenden Diskriminierungen formieren und begrenzen die Lebensgestaltungsmöglichkeiten der Adressatinnen und Adressaten Sozialer Arbeit und sie sind zentrale Analysekategorien sozialarbeiterischer Theorie und Praxis. Ziel des Seminars ist die theoretische Reflexion auf Geschlecht, Diversity und Intersektionalität in der Sozialen Arbeit und ihr Potenzial für eine reflexive Soziale Arbeit.


Scheuermann | Gender und Theater: Künstlerische Zugänge zu Geschlechterkonstruktionen

Sowohl im Theater als auch in der Genderforschung kommt dem Begriff der (Selbst-)Inszenierung eine zentrale Rolle zu.

Die Genderforschung bezeichnet die Performance von Männern und Frauen, die alltägliche habituelle Inszenierung auch als "Konstruktion von Gender". Sie widmet sich unter anderem der Erforschung der Auswirkungen dieser Konstruktionen. 

Im Biografisch-Dokumentarischen Theater werden die eigene Biografie und die eigenen Interessen der Darstellenden zur Grundlage des Probenprozesses und der späteren Inszenierung. Die Teilnehmenden inszenieren ihre eigenen Geschichten und Meinungen (mit Licht, Ton, Bewegung, Sprache, einer Mischung aus Lügen und Wahrheiten usw.) für die Bühne und verschränken sie oft mit weiteren Texten zum Thema. Auf diese Weise wird die eigene Biografie in Bezug zu einem gesellschaftlich relevantem Thema gesetzt und die Frage gestellt: Welche Verbindungen zwischen mir (meiner Biografie, meiner Persönlichkeit) und dem Thema bestehen? Welches Interesse an dem Thema ergibt sich daraus? 

Im Seminar werden einige Grundlagen der Biografisch-Dokumentarischen Theaterarbeit vermittelt und auf Diskurse der Genderforschung angewandt. Die Teilnehmenden entwickeln mit Hilfe der Seminarinhalte eigene kleine Präsentationen in Kleingruppen, die am letzten Termin vor den anderen Teilnehmenden des Seminars aufgeführt werden. Eine Anwesenheit bei allen Terminen ist dringend erforderlich, da die Inhalte aufeinander aufbauen. 


4. / 5. Semester


Vorschau Sommersemester 2020 / Wintersemester 2020/2021

Boeckh | Soziale Arbeit in UK (Exkursion nach Liverpool)

Was werden wir machen?

Wir besuchen unsere neue Partnerhochschule in Liverpool und führen einen Workshop zum Themenfeld „Antidiskriminierungsarbeit“ mit den englischen Studierenden durch. Aktive Mitarbeit ist hierbei erforderlich. Wir werden zudem Praxiseinrichtungen besuchen.

Sprachkenntnisse: Englisch - keine Sorge, Ihr Schulenglisch wird ausreichen!

geplante Reisezeit: im WS 2020/2021 eine Woche im Oktober / November 2020

Anmeldung: persönlich im SoSe 2020 am 18.3 und 25.3.2020 (10:00 - 10:45 Uhr; Raum 25)

Vorbereitungsseminar: 18.5. und 25.5.2020 (14:15 – 16:45 Uhr)

Anzahl Teilnehmende: 10

Eigenanteil: ca. 150 Euro

Damit sind die Kosten für Hotel, Flug, An- und Abreise zum Flughafen und ÖPNV in Preston abgedeckt. Dazu kommen persönliche  Ausgaben für Essen, Trinken und Souvenirs sowie einen Ausflug nach Manchester.

Prüfung: Hausarbeit


Modul 15

6. Semester


Diverse Lehrende | Qualitätsentwicklung durch supervisionsorientierte Verfahren

Supervisionsorientierte Verfahren dienen der Reflexion professionellen Handelns von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. In der Lehrveranstaltung stehen Selbstwahrnehmung und Selbsterfahrung der Studierenden im Mittelpunkt, da persönliche Reflexionsfähigkeit in der Praxis für gute Soziale Arbeit unerlässlich ist. Die im Seminar besprochenen Themen werden entsprechend der supervisorischen Verschwiegenheitsverpflichtung vertraulich behandelt.

Neben grundlegenden Informationen erhalten Sie einen Einblick in die Arbeitsformen Supervision, Coaching und Kollegiale Beratung. Erwartet wird eine verbindliche aktive Mitarbeit. Die Inhalte der Lehrveranstaltung sind Bestandteil der Modulprüfung M 15.


Jahn | Berufsspez. Fallseminar D - Betriebssozialarbeit

In der Arbeitswelt spielt die Betriebssozialarbeit eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der physischen und psychischen Gesundheit der Beschäftigten.In dem Seminar werden der Nutzen der Betriebssozialarbeit, das abwechslungsreiche Aufgabengebiet für Sozialpädagogen / Sozialarbeiter und die vielfältigen Methoden- und Interventionsmöglichkeiten in und für Betriebe aufgezeigt.

Die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche in der Betriebssozialarbeit werden u.a. auch durch den Einbezug diverser Praxisvertreter (VW, SZST, KMU) zusätzlich zu den Themen Beratung, Coaching, Supervision vorgestellt. Ergänzend wird ein geschichtlicher Einblick geboten und die Messbarkeit der Wirkung von Betriebssozialarbeit hinterfragt. Aktuelle Themenbetrachtungen der Personalentwicklung, des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) sowie das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) runden das Seminarangebot ab.

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