Wissens- und Technologietransfer

Der Wissens- und Technologietransfer der Ostfalia ist Ihre erste Kontaktstelle, wenn Sie Verbindung in die Hochschule suchen, um beispielsweise auf das Wissen der Experten und Expertinnen zurückzugreifen oder fachliche Fragestellungen zu diskutieren. Neben dieser Aufgabe umfasst der Service:

  • Unterstützung von Forschungskooperationen im Rahmen von Antrags- und Auftragsforschung
  • Informationen zu den Forschungsschwerpunkten und -projekten an der Ostfalia
  • Kontaktvermittlung zu den Professorinnen und Professoren der Ostfalia
  • Beratung zu finanziellen Fördermöglichkeiten von Projekten in Kooperation mit Unternehmen, Verbänden, Institutionen und Forschungseinrichtungen – regional, national sowie international
  • Beratung zu Erfindungsmeldungen, Patenten und Schutzrechten
  • Organisation von Veranstaltungen zur Initiierung von Kooperationen und zum Austausch von Ideen und Wissen

 

Um den bestmöglichen Service zu bieten, arbeitet der Wissens- und Technologietransfer eng mit folgenden Partnern zusammen:

 

Third Mission

Third Mission: Transfer an der Ostfalia

Im Interview erzählen Gert Bikker, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer, und Martina Lange, Leiterin des Wissens- und Technologietransfers, was sich hinter „Third Mission“ verbirgt und was die Ostfalia dabei für eine Rolle einnimmt.

 


Immer häufiger wird über „Third Mission“ an Hochschulen geredet – was bedeutet das?

Gert Bikker: Hochschulen haben verschiedene Aufträge oder „Missionen“. Die Lehre und die Forschung an Hochschulen sind seit jeher Bestandteil dieser Missionen. Da die Ostfalia als Hochschule sehr anwendungsorientiert lehrt und forscht, ist der Transfer in die Praxis quasi naturgegeben und eng mit Lehre und Forschung verbunden. Nun rückt die dritte Mission, die „Third Mission“, immer weiter in den Fokus – mit ihr wird ein erweiterter Transferbegriff beschrieben.

Martina Lange: Transfer bedeutet an dieser Stelle nicht nur, dass Hochschulen Wissen und Technologien in die Gesellschaft transferieren. Viel mehr bezeichnet Third Mission einen multidirektionalen Prozess. In Interaktion mit der Zivilgesellschaft leisten die Hochschulen ihren Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, in dem sie gemeinsam auch kulturelle, soziale und politische Dimensionen berücksichtigen und Wissen entsprechend auch disziplinübergreifend anwenden.

 


Was verändert sich dadurch an der Ostfalia?

Gert Bikker: Durch den hohen Anwendungsbezug in der Forschung an der Ostfalia arbeiten die Professorinnen und Professoren in ihren Forschungsprojekten bereits transferorientiert gemeinsam mit Unternehmen und Verbänden. Das Neue ist, dass die Zusammenarbeit auf weitere gesellschaftliche Gruppen ausgeweitet wird und vermehrt Themen aus der Gesellschaft aufgegriffen werden – sozusagen stärker nachfrageorientiert gearbeitet wird.

Martina Lange: Die bestehenden Kooperationen werden weiter ausgebaut und mit Hilfe von verschiedenen Formaten intensiviert. Zum Beispiel organisiert die Ostfalia „Runde Tische“ bei denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Professorinnen und Professoren aus verschiedenen Fachbereichen über konkrete Digitalisierungsstrategien diskutieren oder soziale Einrichtungen mit den Forschenden zusammen kommen, um ihre Bedarfe im Bereich Transfer zu ermitteln.

 


Die Ostfalia hat eine Transferstrategie. Was sind die zentralen Inhalte der Transferstrategie und was bedeutet das für die Praxis?

Gert Bikker: Die Transferstrategie leitet sich aus der Gesamtstrategie der Ostfalia ab. Die Ostfalia versteht sich als Bestandteil des regionalen Innovationssystems und verstärkt ihre Aktivitäten zur Weiterentwicklung der Region über neue Wege des Transfers. Zentrale Themen sind dabei eine nachhaltige Gründungskultur und die Förderung von Unternehmensgründungen, (zivil-)gesellschaftliche Akteure vermehrt in Forschungs-, Innovations- und Transferprozesse einzubeziehen sowie Beratungs- und Unterstützungsstrukturen zu schaffen, um die internationale Vernetzung der Hochschule im Bereich der Forschung zu fördern. Weiterhin sind der Ausbau der Forschungsfelder der Ostfalia, die Ausweitung von Kooperationen mit Wirtschaft, anderen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Institutionen sowie die Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Wolfenbüttel im Bereich Technologietransfer und Innovationsberatung wichtige Bestandteile der Transferstrategie.

 


Zu guter Letzt: Wie werden solche Projekte finanziert?

Gert Bikker: Die Forschung an der Ostfalia ist vor allem über Drittmittel finanziert. Über die europäische Förderung läuft zum Beispiel gerade das Projekt GrowIn 4.0 an der Ostfalia. Das Projekt hat das Ziel, auf KMU zuzugehen und sie bei der Umsetzung von Industrie 4.0-Technologien und -Dienstleistungen zu unterstützen. Auch über das Förderprogramm Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werden Transfer-Projekte ermöglicht, ebenso über bilaterale Kooperationen, wie zum Beispiel mit dem Landkreis Wolfenbüttel. Über dies sieht der aktuelle Koalitionsvertrag des Landes Niedersachsen vor, den Transfer im Sinne von „Third Mission“ strukturell und institutionell zu verbessern. Entsprechende Landesförderung ist angekündigt – wir sind gespannt.

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