Auslandsstudium mit Erasmus+

Allgemeine Informationen

Teilnehmende Länder

Die 33 im Erasmus+ Programm förderfähigen Länder sind (in alphabetischer Reihenfolge):
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland,
Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern sowie Mazedonien (FYROM), Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei.

Die Beteiligung der Schweiz als Erasmus+ Programmland ist ab dem Hochschuljahr 2014/2015 in Erasmus+ ausgesetzt.

Bitte melden Sie sich bei uns, falls Sie beabsichtigen in der Schweiz an einer Partnerhochschule zu studieren, da die Schweizer Regierung evtl. Fördermöglichkeiten bietet.

Bilaterale Verträge

Die Grundlage für die Erasmus+ Hochschulkooperationen sind vertragliche Regelungen („bilaterale Vereinbarungen“) zwischen jeweils zwei europäischen Hochschulen. In diesen bilateralen Vereinbarungen für fachbezogene Studienaufenthalte wird die Anzahl der Studierenden sowie die Dauer der Auslandsaufenthalte festgelegt. Ein Auslandsaufenthalt umfasst mindestens 3 und maximal 12 Monate innerhalb eines Studienabschnittes. An beiden Partnerhochschulen gibt es Erasmus+ Programmkoordinatoren, die die Austausche fachlich betreuen und ggf. koordinieren.

Siehe Link des International Relations Office: Erasmus+ Partnerhochschulen.

Vorteile Erasmus+ Studierendenmobilität

  • Mehrmalige Förderung von Erasmus+ Aufenthalten (Studium und/oder Praktikum)  sind möglich.
    • Je bis zu 12 Monate im Bachelor, Master, Doktorat.
    • Mindestlaufzeit für Erasmus+ Studienaufenthalte: 3 Monate.
    • Mindestlaufzeit für Erasmus+ Praktika: 2 Monate.
  • Studienbeiträge an den Partnerhochschulen müssen nicht gezahlt werden.
  • Gewährung eines Erasmus+ Mobilitätszuschusses für Erasmus+ Studienaufenthalte von 150 bis 270 € pro Monat (gestaffelt nach Ländergruppen).
  • Die Anerkennung von Studienleistungen kann im Vorfeld geklärt werden.
  • Standardisiertes Bewerbungsverfahren.
  • Unterstützung bei der Planung und Umsetzung des Auslandsstudiums durch die Partnerhochschule (z.B. Kontaktaufnahme mit der Partnerhochschule, Versendung der Bewerbungsunterlagen).
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch).
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern.
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung.

Erasmus+ Teilnahmevoraussetzungen

  • Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus+ Universitätscharta (ECHE).
  • An deutschen Hochschulen immatrikulierte Studierende können Erasmus+ Mobilitätszuschüsse in Anspruch nehmen.
    • Neben Deutschen und Staatsangehörigen eines am Programm teilnehmenden Landes können auch Staatsangehörige von Drittstaaten (nicht EU-Mitgliedsländer) am Erasmus+ Programm teilnehmen, die ein (vollständiges) Studium in Deutschland absolvieren, welches zu einem anerkannten Abschluss führt.
    • Es sind nur an der eigenen Hochschule immatrikulierte Studierende aus den Mitteln des Zuwendungsvertrages zu fördern.
  • Ein Erasmus+ Auslandsstudium ist ab dem dritten Studiensemester möglich (gilt nicht für Masterstudiengänge).
  • Die fachlichen Bewerbungsvoraussetzungen (akademische Leistungen) der Fakultät müssen erfüllt werden.
  • Die fremdsprachlichen Voraussetzungen der Partnerhochschule müssen erfüllt werden.
  • Motivation und Zielsetzung müssen erkennbar sein.

Auswahlkriterien

Die folgenden Kriterien sind für eine fristgerechte Auswahl entscheidend:

  1. fachliche Voraussetzungen
  2. ausreichende Sprachkenntnisse in der Unterrichtssprache
  3. Motivation
    1. frühzeitiges Interesse
    2. Form der Bewerbung
    3. Eindruck im Gespräch
    4. Zuverlässigkeit
  4. formale Voraussetzungen (vollständige Bewerbungsunterlagen, fristgerechte Einreichung)

Falls fachliche, sprachliche oder formale Voraussetzungen fehlen, wird die Bewerbung abgelehnt.

Bitte beachten Sie:

Falls es für Ihre geplante Gasthochschule mehr Bewerber als Freiplätze an Ihrer Fakultät gibt, entscheidet Ihre Fakultät darüber, wer den Freiplatz erhält und somit auch als Erasmus+ Studierender ein Erasmus+ Stipendium erhält. Falls Sie keinen Freiplatz erhalten, die Partnerhochschule aber zustimmt, dass Sie als zusätzlicher Erasmus+ Studierender dort studieren können, wird anhand des zur Verfügung stehenden Budgets darüber entschieden, ob Sie eine Erasmus+ Förderung erhalten oder aber als Zero Grant Studierender, d.h. ohne Erasmus+ Förderung, dort studieren können.

Die Verteilung der Studienplätze liegt in der Verantwortung der Fakultäten. Wie und wann eine Auswahl stattfindet ob formlos oder mit ergänzenden Bewerbungsunterlagen und Auswahlgesprächen, liegt in deren Ermessen.

Es ist leider nicht möglich über die Kooperation einer anderen Fakultät über Erasmus+ im Ausland zu studieren (fakultätsfremd).

Erasmus+ Mobilitätszuschüsse / Förderregelungen

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“).

Europaweit gelten die folgenden Mindesthöhen für Studienaufenthalte (SMS) in den drei Ländergruppen:

  • Gruppe 1 (monatlich 250 €): Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden
  • Gruppe 2 (monatlich 200 €): Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern
  • Gruppe 3 (monatlich 150 €): Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn
  • Sonderstatus Schweiz: Der Mobilitätszuschuss wird von der schweizer Seite bezahlt.

Die von der Ostfalia gewährten Mobilitätszuschüsse können von den oben angegebenen Beträgen abweichen. Bitte erfragen Sie die genauen Beträge bei uns. Für das Studienjahr 2017/18  betragen die Moblilitätszuschüsse an der Ostfalia  je nach Ländergruppe 270 € (Ländergruppe 1), 210 € (Ländergruppe 2) oder 150 € (Ländergruppe 3).

 
 
 
 
 
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Erasmus+ Studierende erhalten für ihren geplanten Erasmus+ Studienaufenthalt je nach zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln einen Erasmus+ Mobilitätszuschuss. Die Regelung für das akademische Studienjahr 2017/18 sieht vor, dass pauschal ein Mobilitätszuschuss von 4 Monaten gewährt wird. Der restliche Zeitraum des Erasmus+ Studienaufenthaltes wird als Zero Grant Zeitraum gefördert, d.h. dass Sie für die Monate keine finanzielle Förderung erhalten, aber von den weiteren Vorteilen eines Erasmus+ Studienaufenthaltes profitieren (z.B. zahlen Sie keine Studiengebühren an der Gasthochschule). 

Die Höhe Ihres Erasmus+ Mobilitätszuschusses  wird Ihnen mit dem Grant Agreement, das wir Ihnen vor Beginn Ihres Auslandsaufenthaltes zuschicken, mitgeteilt (geförderte und nicht geförderte Monate (Zero Grant Monate)) .

Zero-Grant Zeiträume werden auf Ihren insgesamt verfügbaren Erasmus-Förderzeitraum von 12 Monaten pro Studienphase angerechnet. Diese Information ist für diejenigen Studierenden wichtig, die schon einmal über Erasmus+ im Ausland waren oder erneut über Erasmus+ ins Ausland gehen möchten.

Wenn die vom DAAD zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel ausreichen, wird eine Aufstockung des Mobilitätszuschusses während des Auslandssemesters angestrebt. Das International Student Office wird sich dann ggfs. an Sie wenden.

Falls der Zeitraum Ihres Auslandsaufenthaltes laut Angaben der Abschlussbescheinigung Ihrer Gasthochschule (Letter of Confirmation) kürzer ist als der angenommene finanziell geförderte Zeitraum, müssen Sie einen Teil Ihres Mobilitätszuschusses zurückzahlen.

Erasmus+ Praktikanten (SMP) erhalten monatlich mindestens 100 € zusätzlich. Bitte informieren Sie sich hier.

Erasmus+ Kontingent

Ab dem akademischen Jahr 2014/15 gilt die Regelung, dass innerhalb eines Studienabschnittes (Bachelor, Master oder PhD) jeweils insgesamt 12 Monate mit dem Programm Erasmus+ im Ausland studiert und/oder ein Praktikum absolviert werden kann. Bis zur maximalen Anzahl von zwölf Fördermonaten können Studierende je Studienphase mehrere Studien- und /oder Praktikumsaufenthalte absolvieren. Für jede (erneute) Förderung gilt die Mindestlaufzeit von zwei Monaten für Praktika und drei Monaten für Studienaufenthalte.

  • Studierende können in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) mehrfach gefördert werden
  • Je Studienzyklus können zwölf Monate gefördert werden
  • Studienaufenthalte können ab drei Monaten während des Studiums gefördert werden
  • Praktika können ab zwei Monaten (bislang drei Monate) während und nach Abschluss des Studiums gefördert werden

Bitte beachten Sie, dass Sie einen Überblick über Ihr Erasmus+ Kontingent behalten müssen, da der DAAD vor jedem geplanten Erasmus+ Aufenthalt Angaben darüber haben möchte, ob Sie schon über das Erasmus+ Programm im Ausland waren und wie viele Monate innerhalb Ihrer Studienphase der Auslandsaufenthalt andauerte (laut Abschlussbescheinigung der Gasthochschule bzw. Praktikumszeugnis des Unternehmens). Auch Zero Grant Aufenthalte (d.h. Erasmus+ Auslandsaufenthalte ohne finanzielle Förderung bzw. Zeiträume ohne finanzielle Förderung während eines Erasmus+ Auslandsaufenthaltes mit finanzieller Förderung) zählen hier mit.

Erasmus+ und Krankenversicherung

Die nationale Krankenversicherung bietet mit der Europäischen Krankenversicherungskarte im Allgemeinen auch für den Aufenthalt in einem anderen EU-Land einen Grundversicherungsschutz. Die Abdeckung durch die Europäische Krankenversicherungskarte oder eine private Versicherung ist jedoch möglicherweise unzureichend, insbesondere, wenn ein Rücktransport oder besondere medizinische Eingriffe vonnöten sind.

  • Wichtig für die Europäische Krankenversicherungskarte:
    Sie ist kein Ersatz für eine Reiseversicherung. Inbegriffen sind weder Leistungen der privaten Gesundheitsversorgung noch andere Kosten, die Ihnen entstehen könnten (z.B. Rückflug in Ihr Heimatland, Wiedererwerb verlorenen oder gestohlenen Eigentums)
  • Sie deckt nicht Ihre Kosten, wenn Sie speziell zum Zweck einer medizinischen Behandlung eine Reise unternehmen
  • Sie garantiert keine kostenlose Behandlung. Die Gesundheitssysteme einzelner Länder sind unterschiedlich. So ist es möglich, dass Leistungen, für die Sie im Inland nichts bezahlen müssen, in anderen Ländern kostenpflichtig sind.

Es ist daher ratsam eine ergänzende private Krankenversicherung abzuschließen.

Es besteht für Erasmus+ Studierende die Möglichkeit auf eigene Kosten an der Gruppenversicherung des DAAD teilzunehmen. Kranken-/Unfall- und Haftpflichtversicherung sind inbegriffen. Nähere Auskünfte erhalten Sie beim DAAD, Versicherungsstelle Tel.: 0228/882-294 oder unter http://www.daad.de/ausland/service/downloads/de/4431-versicherungen/ bzw. unter http://eu.daad.de/studierende.

Erasmus+ und BAföG

Hinsichtlich der Anrechnung des Erasmus+-Mobilitätszuschusses auf den BAföG-Bedarf werden die aktuellen Anrechnungsvorschriften im BAföG nicht geändert.

Auch für die durch das neue Erasmus+ Programm erhöhten Mobilitätszuschüsse von bis zu 500 € für Studienaufenthalte bleibt es bei der Anrechnungsregelung des § 21 Abs. 3 Nr. 2 BAföG, welche unterschiedslos für alle begabungs- und leistungsabhängigen Stipendien gilt. Danach sind Stipendien, die einen Monatsdurchschnitt von 300 € übersteigen, als Einkommen zu berücksichtigen und auf den jeweiligen Bedarf anzurechnen. Im Rahmen des Erasmus+ Programmes müssten daher ggf. bis zu 200 € entsprechend angerechnet werden.

Bitte lesen Sie unter folgendem Link : http://www.das-neue-bafoeg.de.

Studieren mit Kind / mit Behinderung

Studierende mit Kind oder mit Behinderung können einen Zuschuss für Mehrkosten im Rahmen eines Erasmus+-Aufenthalts erhalten. Dies gilt für alle Erasmus+ Mobilitätslinien (Studium, Praktika, Mobilität zu Unterrichtszwecken und Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken).

Kontaktdaten DAAD

Weitergehende Information und Beratung zu den Erasmus+ Mobilitätsmaßnahmen bietet der

Deutsche Akademische Austauschdienst
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
Kennedyallee 50
53115 Bonn

Tel.: +49(0)228/882-578
Fax: +49(0)228/882-555
eMail: eu-programme@daad.de
Web: https://eu.daad.de/KA1/de/

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