Neuer Ausbildungsberuf im dualen Studiengang
„Energie- und Gebäudetechnik im Praxisverbund“:


Jetzt auch „Elektroniker/-in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“ möglich

Studierende am Versuchsstand im Labor für Heizungstechnik.

Die Berufsausbildung mit einem Studium kombinieren und damit in viereinhalb Jahren zum Gesellenbrief und zum Abschluss Bachelor of Engineering – das ist möglich mit einem Studium „Energie- und Gebäudetechnik im Praxisverbund“ an unserer Fakultät Versorgungstechnik der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Ab dem Wintersemester 20/21 wird auch der Ausbildungsberuf „ Elektroniker/in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik“ in dieses bewährte, duale Konzept aufgenommen.

Dazu haben die Ostfalia Hochschule, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade (HWK BLS), die Innung für Elektrotechnik Wolfenbüttel-Salzgitter sowie die Berufsbildenden Carl-Gotthard-Langhans-Schulen (CGLS) in Wolfenbüttel eine Kooperation geschlossen. 
„Praxisorientierung ist Kernbestandteil unseres Selbstverständnisses. Wir sind nah dran an den Unternehmen und ich freue mich, dass diese für beide Seiten wichtige Zusammenarbeit weiter ausgebaut wird“, sagt Ostfalia-Präsidentin Prof. Dr. Rosemarie Karger.

Während des Studiums „Energie- und Gebäudetechnik im Praxisverbund“ sind die Studierenden an der Fakultät Versorgungstechnik der Ostfalia eingeschrieben. Zusätzlich schließen sie mit einem Unternehmen einen Praktikantenvertrag. Studienphasen an der Ostfalia wechseln sich mit Praxisphasen im Unternehmen ab. Am Ende des Studiums werden dann gleichzeitig der Berufs- und der Hochschulabschluss verliehen.

„Die Verzahnung von berufspraktischer Ausbildung und Hochschulstudium ist besonders für zukünftige Führungskräfte und Betriebsnachfolger im Handwerk ein interessantes Angebot“, sagt Detlef Bade, Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

Die Innung für Elektrotechnik Wolfenbüttel-Salzgitter wird die praktische Qualifizierung der Studierenden in den Mitgliedsbetrieben unterstützen und die Gesellenprüfung abnehmen. Obermeister Michael Lindhofer sieht in der von den Studierenden zu absolvierenden Praxisphase eine Bereicherung für die Ausbildungsbetriebe. Der Obermeister erhofft sich durch die Hochschulabsolventinnen und -absolventen Chancen für die Besetzung von Stellen in der mittleren Führungsebene und für die Betriebsnachfolge in den Handwerksunternehmungen.

Das Studium „Energie- und Gebäudetechnik im Praxisverbund“ qualifiziert die Studierenden für den Bereich der öffentlichen Versorgung mit elektrischer Energie, Gas, Wärme und Wasser sowie der Gebäudetechnik. Gefragt sind die Ingenieurinnen und Ingenieure etwa bei der Planung von neuen Gebäuden und technischen Anlagen, aber auch bei der Sanierung und Optimierung bestehender Gebäude. Die weitere Entwicklung und der Einsatz moderner Techniken rund um die erneuerbaren Energien bestimmen das Berufsfeld in der Planung und Ausführung von versorgungstechnischen Anlagen. Dabei reichen die technischen Objekte vom Einfamilienhaus bis zum großen Industriebetrieb. Zentrale Anliegen sind neben der Reduzierung von Betriebskosten auch die Vermeidung von Emissionen und die Erhöhung der Nutzungsqualität und Behaglichkeit.

„Die Energie- und Gebäudetechnik hat einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, der aufgrund der umweltpolitischen Bedeutung noch steigen wird. Unsere Absolventinnen und Absolventen im Studiengang Energie- und Gebäudetechnik leisten einen wesentlichen Beitrag zum innovativen Umweltschutz und der Mitgestaltung der Energiewende“, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr. Benno Lendt.

Mehr Informationen für Studieninteressierte gibt es hier

Bewerbungen für das Wintersemester 20/21 über das Online-Bewerbungsportal der Ostfalia

(li.) Michael Lindhofer, Obermeister der Innung für Elektrotechnik Wolfenbüttel-Salzgitter und (re.) Michael Wolff, Geschäftsführer - Kreishandwerkerschaft Süd-Ost-Niedersachen (Foto: Innung).

Text: Nadine Zimmer
Foto: Ostfalia, Fakultät Versorgungstechnik Archiv

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