Internationale Achtung beim ersten virtuellen Wandersymposium der Ostfalia
"Wandern zwischen Outdoorboom und Klimawandel"

„Ein fruchtbarer Austausch in einer herausfordernden Zeit“, so Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack nach dem ersten virtuellen Symposium anlässlich des 10-Jährigen Jubiläums zur Wanderforschung am Institut für Tourismus- und Regionalforschung an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Salzgitter. Knapp 200 Teilnehmende aus Forschung und Praxis tauschten sich zu Fragestellungen der Besucherlenkung und zum veränderten Wanderverhalten in der Wanderbranche aus. Neben zahlreichen teilnehmenden aus Deutschland nahmen auch Forschende, Paktikerinnen und Praktiker aus Österreich und der Schweiz teil. Drei prägnante Keynotes eröffneten das Symposium, gefolgt von zwei Workshops zum Thema „Digitale Lösungen zur Besucherlenkung“ und „Wandern (Post-)Corona“, die die virtuelle Veranstaltung abrundeten. Den Abschluss bildete eine Diskussion und eine gemeinsame Betrachtung der Ergebnisse.

Wandern ist bei Jung und Alt beliebter denn je. Diese Erkenntnis ist eine von vielen Ergebnissen des Wandermonitors, der die Veränderungen und Bedürfnisse der Wandernachfrage jährlich erfasst. Auf dieser Grundlage sowie auf weiteren Forschungsergebnissen und Beiträgen aus der Praxis diskutierten die Teilnehmenden die Bedeutung und die damit einhergehenden Herausforderungen des Wanderns in Zeiten von sozialen Einschränkungen.

Jan Schubert aus der Gemeinde Pfronten im Allgäu und dort zuständig für die Ortsentwicklung hält mit einem Schulterblick auf die Veranstaltung fest: „Information und Inspiration, Wissen und Meinung digital komprimiert vermittelt – klasse!“. Besonders der Austausch zwischen Teilnehmenden aus der Praxis und Forschenden belebte die Atmosphäre. Im Fokus der Diskussion standen vor allem aktuelle Veränderungen, aber auch die Zeit nach Corona. „Schöne Ecken haben die Chance, neue Fans gefunden zu haben und nachhaltig davon zu profitieren“, so Simon Büttner, Thüringer Tourismus GmbH.

Es gilt, auf die aktuellen Veränderungen nicht nur kurzfristig mit digitalen Lösungen zu reagieren, sondern auch langfristige Strategien zu entwickeln, um weitere Herausforderungen wie die des Klimawandels zu bewältigen. „Da gibt es noch eine Menge zu besprechen“, stellt Walter Knittel vom der Donaubergland Marketing und Tourismus GmbH Tuttlingen abschließend fest.

Das Team der Arbeitsgruppe Wanderforschung des Instituts für Tourismus- und Regionalforschung der Ostfalia Hochschule in Salzgitter bedankt sich für die Teilnahme am ersten, virtuellen Wandersymposium. Alle Beiträge werden in einem Sammelband im Nachgang der Veranstaltung in der Reihe ‚Blickpunkt Wandertourismus‘ im Erich Schmidt Verlag veröffentlicht.

 

AnsprechpartnerInnen:

Prof. Dr. Heinz-Dieter Quack
Dekan
Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien
Tel. +49 (0) 5341 875 52020
E-Mail: h-d.quack@ostfalia.de

Dr. Franziska Thiele
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien
Tel. +49 (0) 5341 875 52350
f.thiele@ostfalia.de

Björn Beringer/Me/10.05.2021


Wandermonitor - Deutschlandweite Gästebefragung im Wandertourismus

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              Quelle: weseetheworld/ fotolia.com

Dass der Wandertourismus sein wenig beachtetes Nischendasein aufgegeben hat, ist unumstritten. Bereits seit den 1990er-Jahren erleben wir einen signifikanten Imagewechsel von einer eher betulichen zu einer Lifestyle orientierten Freizeitaktivität.In gleichem Maße hat sich die Gesamtnachfrage nach Wandern (in der Freizeit wie im Urlaub) in der Gesamtbevölkerung deutlich erhöht. Ein Vergleich der Ergebnisse der beiden nationalen Wanderstudien aus den Jahren  2010 und  2014 belegt diesen Nachfrageanstieg. Die deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung wandert! MIt dem sich verändernden Nachfrageverhalten und den daraus resultierenden Erwartungen der Gäste gehen auch Herausforderungen, wie der zunehmende Wettbewerb von Wanderregionen, einher, welche Destinationen vor merkliche Herausforderungen stellt. Die Frage nach dem nachhaltigen Erfolg des Wandertourismus muss jedoch auf Grund von unterschiedlichen topographischen und infrastrukturellen Bedingungen in den zahlreichen Wanderdestinationen regional sehr differenziert gestellt werden. Der Wandermonitor liefert hier seit 2015 jährlich Vergleichsdaten zur Charakterisierung des Wandertourismus in Deutschland. Vielerorts können direkte und indirekte wirtschaftliche Effekte des Wandertourismus induziert werden, an denen eine Region ohne erheblichen (Mehr-)Aufwand partizipieren kann. 

Diese Fragen gilt es zu beantworten:
  • Wie entwickelt sich das Wandern aktuell?
  • Welche Präferenzen pflegt der Wanderer?
  • Wer wandert wann, wo und wie häufig?
  • Welche Anforderungen stellen Wanderer an die Wanderhard- und -software?

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Ziel des deutschlandweiten Wandermonitorings ist es, aussagekräftige Besucherdaten zur Charakterisierung des Wandertourismus zu erfassen, um das wandertouristische Angebot kontinuierlich zu verbessern und den sich ständig verändernden Bedürfnissen der Wanderer anzupassen. Dabei stehen die Erfassung der demographischen Besucherprofile, die Charakteristika der Wanderungen sowie ein jährlich wechselndes Schwerpunktthema zum wandertouristischen Angebot im Fokus der Betrachtung. Mit dem Wandermonitor wollen wir Wissenschaft und Praxis zusammenführen und die Ressourcen beider Seiten bündeln. Wanderdestinationen erhalten belastbare Zahlen, um zum einen das wandertouristische Angebot in den Regionen anpassen zu können sowie zum anderen ihr Marketing zielgruppengerecht zu gestalten. 
 

>>Hier wandern Sie zum aktuellen Onlinefragebogen<<

 

Teaser Wandermonitor  

Schwerpunktthemen

2020  -  Einfluss von Wetter bzw. Witterung auf Entscheidungsprozesse
2019  -  Alternative Übernachtungsmöglichkeiten
2018  -  Zielgruppen
2017  -  Gastronomie
2016  -  Wertschöpfung
2015  -  Zufriedenheit

 

 

Die Teilnahme am Wandermonitor ist für Orte, Regionen, touristische Vermarktungsorganisationen und Wegebetreibende kostenlos. Einmal jährlich erhalten alle teilnehmenden Orte/ Regionen die Ergebnisse auf Basis aller Befragten.

Nähere Informationen zum Wandermonitor finden Sie hier:

 

Worum geht`s?

Wie ist der Wandermonitor 2020/21 aufgebaut?

Ziel des deutschlandweiten Wandermonitorings ist es, aussagekräftige Besucherdaten zur Charakterisierung des Wandertourismus zu erfassen. Dabei stehen die Ermittlung der demographischen Besucherprofile, die Charakteristika der Wanderungen sowie ein jährlich wechselndes Schwerpunktthema zum wandertouristischen Angebot im Fokus der Betrachtung.

Erhebungsart

Online-Erhebung, die optional und auf eigene Kosten durch persönliche, Offline-Befragungen ergänzt werden kann (z.B. via Tablet-PC). Eine Anleitung zur Durchführung der Befragung via Tablet finden Sie hier.

Erhebungszeitraum Jahr 2020 und 2021
Basis der Auswertung Nutzer der Wanderwege in Deutschland (Wanderer)
Schwerpunktthema Einfluss von Wetter bzw. Witterung auf Entscheidungsprozesse
Technische Unterstützung Unipark, SPSS

Warum teilnehmen?

Warum sollten Sie am Wandermonitor teilnehmen?

  1. Die Teilnahme am standardisierten Verfahren des Wandermonitors ist kostenfrei.
  2. Sie unterstützen die Erhebung von deutschlandweiten Daten über Wanderer.
  3. Sie erhalten nach Ablauf der einjährigen Befragung die Ergebnisse des Wandermonitors in Form eines automatisiert erstellten Chartberichts und damit aktuelle Daten zur Zielgruppe der Wanderer aus erster Hand.

Warum andere teilnehmen?

„Die Ergebnisse aus dem Wandermonitoring sind Gold wert. Nicht nur die kontinuierliche Erfassung der demographischen Daten und der Charakteristika der Wanderungen, sondern gerade die jährlich wechselnden aktuellen Themen liefern wichtige Erkenntnisse über den (Wandel im) Wandertourismus – unabdingbar für Marketing und Verbesserung der Infrastruktur von Wanderregionen.

Dabei hält sich der Aufwand für die einzelnen Destinationen in Grenzen und die Zusammenarbeit mit der Hochschule ist wunderbar unkompliziert und effektiv.“

Stadt Albstadt, Ulrike Wieland


 „Die Datengrundlage des Wandermonitors dient uns seit 2016 als Leitfaden in der täglichen Arbeit.

Wir erhalten wichtige Erkenntnisse, die uns dabei helfen, das Marketing und die touristische Infrastruktur unserer Fernwanderwege für die Anforderungen unserer Zielgruppe zu optimieren.“

Projektstelle Wandern Landkreis Waldshut, Julian Zöller

Wo kann ich mich anmelden?

Kontakt

Bei Interesse an einer Zusammenarbeit senden Sie einfach das ausgefüllte Formular per E-Mail an wanderforschung@ostfalia.de.

Forschungsgruppe Wandern an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

- Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel -
Karl-Scharfenberg-Fakultät - Verkehr-Sport-Tourismus-Medien
Karl-Scharfenberg-Str. 55/57
38229 Salzgitter

Telefon: +49 (0)5341 875 52020
Telefax: +49 (0)5341 875 52022
E-Mail: wanderforschung@ostfalia.de

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