Das Verkehrsaufkommen steigt weltweit, die Mobilitätsbedarfe verändern sich und mit ihnen die Anforderungen an Mobilitätslösungen in Hinblick auf Schnelligkeit, Zuverlässigkeit, Wirtschaftlichkeit, Flexibilität, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. Digitalisierung ist eine wesentliche Grundlage für neue Lösungsansätze und Geschäftsmodelle, beispielsweise durch neuartige (autonome) Fahrzeugsysteme und -funktionen auf der Basis von Umfelderkennung, Selbstlokalisierung, Navigation, Mensch-Maschine-Schnittstellen, sowie Kommunikation, Interaktion und Kooperation. Zukünftige Mobilitätskonzepte werden durch eine stärkere Kombination unterschiedlicher Mobilitätsträger geprägt sein und den Transport von Personen und Güter weiter integrieren. Die Intermodalität erfordert eine bessere Vernetzung der Mobilitätsträger untereinander sowie mit den Nutzenden und damit eine transportsystemübergreifende Betrachtung von Technologien und Prozessen zur Erhebung, Auswertung und Bereitstellung von Daten. Die Leitidee lautet: Vom intelligenten Fahrzeug zur integrierten Mobilität durch Digitalisierung.

MultimodaleMobilitaet

Auf Initiative der Landesregierung wurde mit Beteiligung niedersächsischer Wissenschaftlern/innen gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur das Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) ins Leben gerufen. Das Zentrum besteht seit dem 01.01.2019 und koordiniert die anwendungsorientierte Digitalisierungsforschung einschlägiger niedersächsischer Einrichtungen und ihrer Forscher/innen. Kern des Zentrums sind sechs so genannte Zukunftslabore. Diese sind (virtuelle) Plattformen, in denen sich niedersächsische Wissenschaftler/innen aus Forschungseinrichtungen und Hochschulen mit Praxispartner/innen vernetzen, über aktuelle Forschungsfragen austauschen, Ideen für anwendungsorientierte Forschungsprojekte generieren und diese gemeinsam bearbeiten.

Frau Prof. Dr.-Ing. Liu-Henke beteiligt sich aktiv am Aufbau des Zukunftslabors Mobilität. Innerhalb des Collaborative Research Fields Intelligente Fahrzeugsysteme und -funktionen forciert sie die Entwicklung, Absicherung und Integration praxistauglicher, modularer und intelligenter Fahrzeugfunktionen in einem vernetzten Verkehrssystem, für z.B. hochautomatisiertes Fahren bei intermodaler Mobilität. In enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie wird hierbei die Methodik zur domänenübergreifenden Entwicklung und Absicherung von Fahrzeugfunktionen unter Berücksichtigung kognitiver, physischer und psychischer Insassenbedürfnisse erarbeitet und erweitert. Der mit dem Projekt angestrebte Wissens- und Technologietransfer wird durch die Entwicklung und den Einsatz von Demonstratoren und zielgerichteten Veröffentlichungen unterstützt.

Beteiligte wissenschaftliche Einrichtungen am Zukunftslabor Mobilität :

  • TU Braunschweig - Institut für Softwaretechnik und Fahrzeuginformatik
  • TU Braunschweig - Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement, Institut für Automobilwirtschaft und industrielle Produktion
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Braunschweig - Institut für Verkehrssystemtechnik
  • TU Clausthal - Institut für Informatik
  • TU Clausthal - Institut für Software and Systems Engineering
  • Georg-August-Universität Göttingen - Arbeitsgruppe Data Fusion
  • Leibniz Universität Hannover - Institut für Kommunikationstechnik
  • Leibniz Universität Hannover - Institut für Kartographie und Geoinformatik
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg - Abteilung Hybride Systeme
  • OFFIS Institut - Bereich Verkehr
  • Hochschule Osnabrück - Institut für Produktion und Logistik (LOGIS.NET)
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften - Institut für verteilte Systeme
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachgruppe Regelungstechnik und Fahrzeugmechatronik

Zum Start beteiligte Praxispartner: 24

Projektbearbeitung:

Förderung: Das Projekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen gefördert.

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