Eine smarte Boje – Innovatives Gewässer-Monitoring zur Algenfrüherkennung

Ostfalia-Forschungsteam punktet beim DATIpilot-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Toxische Algenblüten im Süßwasser werden mit dem Klimawandel immer häufiger. Und so steigen auch die damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Eine Arbeitsgruppe aus dem Studien- und Forschungsprogramm „Digital Technologies“ der Ostfalia Hochschule und der TU Clausthal adressiert genau dieses Problem und konnte sich jetzt mit ihrer Projektidee „AUTO-X“ bei der DATIpilot-Roadshow „Innovation on Stage“ des BMBF durchsetzen.

Damit gehört das Projekt zu 300 Ideen aus ganz Deutschland für Transfer- und Innovationsprojekte, die aus knapp 3000 eingereichten Skizzen für eine Förderung ausgewählt wurden. Mit einer überzeugenden Vorstellung beim „Elevator Pitch“-Termin in Wolfsburg konnte das Team das Projekt erfolgreich platzieren. Der Start ist für den späten Herbst 2024 geplant.

Im Projekt „AUTO-X“ arbeiten Prof. Dr. Reinhard Gerndt aus der Fakultät Informatik und Dr. Hedda Sander, Vorstandsmitglied des Zentrums für Risikomanagement und Nachhaltigkeit (ZWIRN) der Ostfalia, mit den „Hydroguard“-Gründern Tobias Apenzeller und Lorenzo Puglisi zusammen. „Hydroguard“ ist eine autonome Messstation, die Umweltparameter automatisch erfasst, um Algenblüten in Binnengewässern und an Badestränden vorherzusagen. Entwickelt haben Tobias Apenzeller und Lorenzo Puglisi diese smarte Boje im Rahmen ihres Digital-Technologies-Studiums, dem gemeinsamen Studiengang von Ostfalia und TU Clausthal. Aus den Studierenden wurden Gründer – mittlerweile führen die beiden ihr einstiges Studienprojekt als StartUp weiter und freuen sich, gemeinsam mit den Forschenden der Ostfalia das Projekt „AUTO-X“ umzusetzen.

Hydroguard spielt dabei eine entscheidende Rolle: Einmal im entsprechenden Gewässer platziert, misst die smarte Boje beispielsweise Werte, die auf Cyanobakterien im Wasser hinweisen, und meldet diese automatisch an eine Datenbank. Aufwändige analytische Überwachungen entfallen. „Wir wollen dieses kostengünstige Messsystem und die damit verbundene Datenbank nun mit einer App verbinden“, erklärt Prof. Dr. Reinhard Gerndt. „Kommunen und Gewässeranrainer, die Oberflächengewässer für Erholung, Tourismus oder die Wirtschaft nutzen, wären so fortlaufend über den Zustand ihrer Gewässer informiert und können frühzeitig Maßnahmen gegen das Fortschreiten oder die Wiederkehr der Algenblüte ergreifen.“

01_Pressefoto_AUTO-X-Projekt_DATIpilot_B Foto (Reinhard Gerndt/Ostfalia): Die „Hydroguard“-Gründer Tobias Apenzeller (links) und Lorenzo Puglisi auf dem Pitch-Termin der DATIpilot-Roadshow in Wolfsburg. Entwickelt haben die beiden die smarte Boje im Rahmen ihres Digital-Technologies-Studiums, dem gemeinsamen Studiengang von Ostfalia und TU Clausthal.

02_Pressefoto_AUTO-X-Projekt_DATIpilot Foto (BMBF): Dr. Hedda Sander und Tobias Apenzeller überzeugten mit ihrer Präsentation der Projektidee „AUTO-X“ beim Pitch-Termin der DATIpilot-Roadshow in Wolfsburg.

 

 

Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

Reinhard Gerndt
Fakultät Informatik
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Telefon: 05331 939 32120
E-Mail: r.gerndt@ostfalia.de

 

Text: Reinhard Gerndt/ZIM, 12.03.2024
Fotos: Reinhardt Gerndt/Ostfalia und BMBF