NEU! Juristische Promotion in Warschau in Kooperation mit der BELS

Die BELS wird künftig mit der juristischen Fakultät der polnischen Privatuniversität SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau kooperieren, um ihren Absolvent*innen – auch berufsbegleitend – den Weg zu einer juristischen Promotion in englischer Sprache an der SWPS in Warschau zu ebnen.

1. An wen richtet sich das neue Angebot?

In erster Linie richtet sich das Angebot an erfolgreiche Absolvent*innen eines Masterstudiums an der BELS sowie an entsprechend qualifizierte wissenschaftliche Mitarbeiter*innen der BELS.

Darüber hinaus können sich aber auch externe Interessenten um eine Aufnahme in das Promotionsprogramm bewerben, wenn sie über einen Mastertitel (LL.M.) oder mindestens über das erste juristische Staatsexamen verfügen.

Alle Bewerber*innen müssen sich in Auswahlgesprächen für eine Aufnahme in das Promotionsprogramm qualifizieren. Auswahlkriterien sind nicht allein die Abschlussnoten im Master- bzw. Staatsexamen, sondern auch ein überzeugendes Promotionskonzept sowie die Fähigkeit und Bereitschaft, dieses Konzept im vorgegebenen Zeitrahmen umzusetzen.

Neben dem Forschungsinteresse am eigenen Promotionsthema wird im Promotionsstudium auch ein allgemeines juristisches Interesse an rechtshistorischen, rechtsphilosophischen und rechtsmethodologischen Fragen sowie an aktuellen Rechtsproblemen insbesondere im internationalen Wirtschaftsrecht erwartet.

Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind unabdingbar.

2. Welches Ziel lässt sich durch das Promotionsstudium erreichen?

Ziel des Promotionsstudiums ist die Erlangung eines international anerkannten Doktortitels an der juristischen Fakultät der SWPS University of Social Sciences and Humanities in Warschau. Der dort erlangte Titel eines Doktors des Rechts (Dr.) kann nach dem Beschluss der deutschen Kultusministerkonferenz vom 21.09.2001 i.d.F. vom 26.06.2015 in Deutschland ohne eine Herkunftsbezeichnung geführt werden.

3. Wer ist der internationale Kooperationspartner für das Promotionsstudium an der BELS?

Die SWPS University of Social Sciences and Humanities ist die größte polnische Privatuniversität mit Hauptsitz in Warschau und weiteren Niederlassungen in ganz Polen.

Die juristische Fakultät der SWPS verfügt über das staatlich anerkannte Recht zur Promotion und – als einzige juristische Fakultät einer Privatuniversität in Polen – auch zur Habilitation. Im Fakultätsranking steht die juristische Fakultät der SWPS in Polen auf Platz 5. Ihre Abschlüsse sind international anerkannt.

Die Kooperation mit der BELS bietet insbesondere den Master-Absolvent*innen der BELS, aber auch entsprechend qualifizierten externen Bewerber*innen mit dem juristischen Mastertitel (LL.M.) oder dem juristischen Staatsexamen die Möglichkeit, innerhalb einer Regelstudienzeit von zwei Jahren in einem strukturierten Promotionsstudium – auch berufsbegleitend – einen international anerkannten Doktortitel zu erwerben.

4. Welche Voraussetzungen muss man für eine erfolgreiche Promotion erfüllen?

Abgesehen von den bereits unter Ziff. 1 genannten Voraussetzungen wird von allen in das Promotionsprogramm aufgenommenen Doktorand*innen erwartet, dass sie eine Doktorarbeit in englischer Fachsprache zu einem juristischen Thema als Nachweis einer selbständigen wissenschaftlichen Leistung anfertigen.

Ferner müssen alle in das Promotionsprogramm aufgenommenen Doktorand*innen an drei Blockveranstaltungen pro Semester teilnehmen, die von Dozent*innen der BELS und der SWPS im Rahmen des Promotionsstudiums angeboten werden. Inhaltlich sind die Lehrveranstaltungen im Rahmen des Promotionsstudiums schwerpunktmäßig auf die Grundlagen des Rechts sowie auf internationale Bezüge des geltenden Rechts ausgerichtet.

Jede Blockveranstaltung umfasst sieben Doppelstunden, die sich auf zwei Tage gegen Ende der Woche bzw. am Wochenende verteilen. Die drei Blockveranstaltungen finden in jedem Semester einmal an der BELS in Wolfenbüttel und zweimal an der SWPS in Warschau statt.

5. Wie lange dauert das reguläre Promotionsstudium?

Das reguläre Promotionsstudium ist auf vier Semester, also auf zwei Jahre angelegt. Es besteht die Möglichkeit einer Verlängerung um ein Jahr.

6. Wie gestaltet sich das Promotionsverfahren?

Jede Doktorand*in hat während der gesamten Promotionsphase möglichst jeweils zwei Betreuer*innen, nämlich eine Betreuer*in an der BELS in Wolfenbüttel sowie eine Tutor*in an der juristischen Fakultät der SWPS in Warschau. Beide stehen in regelmäßigem Kontakt miteinander. Der Promotionsbeauftragte der BELS nimmt eine Mittlerfunktion zwischen der deutschen und der polnischen Rechtsfakultät wahr und ist Ansprechpartner für die Doktorand*innen in allen organisatorischen Fragen.

Das Thema für die Doktorarbeit wird im Einvernehmen mit der jeweiligen Betreuer*in an der BELS bzw. der jeweiligen Tutor*in an der SWPS festgelegt. Die Doktorand*innen haben abgesehen von der Teilnahme an den unter Ziff. 4 genannten Blockveranstaltungen pro Semester keine regelmäßigen Anwesenheitspflichten.

Die Betreuer*in der Doktorarbeit an der BELS sollte in allen die Inhalte der Doktorarbeit betreffenden Fragen Hauptansprechpartner*in vor Ort für die jeweilige Doktorand*in sein. Ergänzend hat jede Doktorand*in an der SWPS in Warschau eine individuelle Tutor*in, die den Fortgang der Arbeiten begleitet und insbesondere auch mit Blick auf das in Warschau durchzuführende Promotionsverfahren mit der Doktorand*in bespricht.

Nach einer Regelstudienzeit von zwei Jahren sollte die Doktorarbeit abgeschlossen sein. Nach den ab dem 1. Oktober 2019 in ganz Polen geltenden neuen gesetzlichen Vorgaben werden für jedes Promotionsverfahren drei Gutachter*innen bestellt, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Expertise geeignet sind, die Dissertation fachlich angemessen zu beurteilen. Anders als in Deutschland darf die Betreuer*in des Promotionsvorhabens („Doktorvater“/„Doktormutter“) nicht auch als Gutachter*in einer Dissertation fungieren, die aus einem von ihr betreuten Promotionsvorhaben hervorgegangen ist. Andere Professor*innen der BELS und der SWPS können aber als Gutachter*innen bestellt werden.

Wenn alle Gutachten vorliegen, findet vor einer Prüfungskommission an der SWPS in Warschau eine mündliche Doktorprüfung in englischer Sprache statt („Verteidigung der Doktorarbeit“). Zur Prüfungskommission gehören die Gutachter*innen der Dissertation, im Falle ihrer Bestellung durch den Universitätsrat der SWPS auch die jeweilige Betreuer*in des Promotionsvorhabens.

Anders als in Deutschland muss in Polen die Doktorarbeit nach erfolgreicher Doktorprüfung nicht obligatorisch publiziert werden, damit der Doktorand*in der Doktortitel verliehen werden kann. Eine freiwillige Buchpublikation ist aber ratsam. Die Betreuer*in der BELS und die Tutor*in der SWPS sind bei Bedarf behilflich bei der Suche nach einem geeigneten Verlag für die Publikation. Diese muss von der Autor*in durch einen in Deutschland sogenannten Druckkostenzuschuss selbst finanziert werden.

Das Promotions- und Prüfungsverfahren richtet sich nach der Promotionsordnung der juristischen Fakultät der SWPS in Warschau sowie nach den einschlägigen staatlichen Vorschriften zur Vergabe von akademischen Titeln und zur Erhebung von Prüfungsgebühren in Polen.

7. Mit welchen Kosten ist voraussichtlich zu rechnen?

Die Doktorand*innen zahlen pro Semester eine Gebühr für das Promotionsstudium und die fachliche Betreuung während der Anfertigung der Doktorarbeit (Semestergebühr). Bei Einreichung der Doktorarbeit zur wissenschaftlichen Begutachtung sind außerdem noch die in Polen anfallenden staatlichen Prüfungsgebühren zu zahlen.

Pro Semester fallen während der Regelstudienzeit (4 Semester) Semestergebühren in Höhe von ca. 3.000,- Euro an. Die Semestergebühren werden zu Beginn des Semesters fällig und sind auf ein Konto der SWPS zu überweisen.

Für den Fall, dass nach vier Semestern eine Verlängerung des Promotionsstudiums erforderlich wird, weil die Doktorarbeit noch nicht fertiggestellt und eingereicht werden konnte, reduziert sich die Semestergebühr.

Die im Zusammenhang mit der Doktorprüfung entstehenden einmaligen Kosten betragen zurzeit ca. 3.500,- Euro. Hier könnten sich im Zusammenhang mit der zum 1. Oktober 2019 in Polen in Kraft tretenden Hochschulreform noch Veränderungen ergeben, wenn die Ausführungsvorschriften des polnischen Wissenschaftsministeriums vorliegen. Diese und weitere Aktualisierungen werden hier regelmäßig zeitnah mitgeteilt.

Unter Berücksichtigung aller bei der SWPS und der BELS entstehenden Kosten, der staatlichen Prüfungsgebühren sowie der eigenen Reise- und Unterkunftskosten der Doktorand*in ist bei einem viersemestrigen Regelstudium nach derzeitigem Stand mit Gesamtkosten in Höhe von ca. 20.000 Euro zu rechnen.

8. Ab wann wird ein Promotionsstudium möglich sein?

Angestrebt wird ein Beginn des Promotionsprogramms zum kommenden Wintersemester im Oktober 2019, spätestens zum nächsten Sommersemester im März 2020.

Die Mindestzahl der Doktorand*innen für das Promotionsstudium beträgt fünf Doktorand*innen, die Höchstzahl fünfzehn.

Im Falle von ausreichend vielen Bewerber*innen könnten ab Ende September 2019 erste Auswahlgespräche stattfinden, um das Promotionsprogramm noch im Wintersemester zu beginnen.

9. Wie und wo kann man sich für das Promotionsstudium bewerben?

Die Bewerbung für das Promotionsstudium erfolgt durch ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben in englischer Sprache.

Insbesondere sollten sich aus dem Bewerbungsschreiben abgesehen vom bisherigen Werdegang die fachlichen Schwerpunkte und beruflichen Interessen der Bewerber*in ergeben. Im Falle einer berufsbegleitenden Promotion wäre eine Verknüpfung der eigenen beruflichen Praxiserfahrung mit einem theoretischen Forschungsthema optimal.

Dem Bewerbungsschreiben sind beizufügen

  • ein kurzes Exposé (max. 2 Seiten) für ein mögliches Promotionsvorhaben in englischer Sprache
  • eine Kurzbibliographie mit einschlägiger Fachliteratur (max. 10 Positionen)
  • beglaubigte Kopien der Zeugnisse, die die Erfüllung der unter Ziff. 1 genannten Voraussetzungen belegen (können nach Rücksprache zeitnah nachgereicht werden).

Bewerber*innen, darunter insbesondere BELS-Alumni, die bereits konkrete Vorstellungen über eine mögliche Betreuer*in an der BELS haben, sollten frühzeitig das Gespräch mit der betreffenden Professor*in suchen und im Falle von deren grundsätzlichem Einverständnis zur künftigen wissenschaftlichen Begleitung des Vorhabens dies auch bereits in der Bewerbung vermerken. In allen anderen Fällen steht die Aufnahme in das Promotionsstudium unter der Voraussetzung, dass sich an der BELS und/oder an der juristischen Fakultät der SWPS für das jeweilige konkrete Forschungsthema ein fachlich entsprechend ausgewiesenes Mitglied der Fakultät findet, das bereit ist, die wissenschaftliche Betreuung des Promotionsvorhabens zu übernehmen.

Bewerbungen zum Beginn des Promotionsstudiums im WS 2019/20 sind bis zum 26. September 2019 in digitaler oder postalischer Form zu richten an den Promotionsbeauftragten der BELS:

Dr. jur. Christoph-Eric Mecke

1) E-Mail-Adresse:

c.mecke@ostfalia.de

2) Postadresse:

Fakultät Recht / Brunswick European Law School (BELS)

Salzdahlumer Straße 46/48

38302 Wolfenbüttel

10. Weitere Fragen?

Wenn Sie weitere Fragen haben, richten Sie diese bitte – nach Terminvereinbarung auch telefonisch – an den Promotionsbeauftragten der BELS (vgl. Ziff. 9).

Stand: 27. August 2019

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