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Herzliche Einladung zu unserer öffentlichen Ringvorlesung im Sommersemester 2024!
Die Teilnahme ist für alle kostenfrei.

mittwochs von 15.45 bis 17.15 Uhr
Hörsaal G116 im G-Gebäude (Poststraße 19, Wolfsburg)
und live über BigBlueButton LINK anklicken

Im Sommersemester präsentieren fünf Professor*innen der Fakultät Gesundheitswesen der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften am Campus Wolfsburg in der öffentlichen Ringvorlesung >Bildung und Gesundheit< aktuelle interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekte, wissenschaftliche Erkenntnisse und Diskurse sowie relevante praxisbezogene Themenstellungen, Herausforderungen und Konzepte im Kontext Bildung und Gesundheit.


 

 

29.05.2024

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Titel: Das Berufliche als Bildungsanlass. Berufspädagogische Perspektiven für das Gesundheitswesen

Der Vortrag beleuchtet Bildungsprozesse im Kontext beruflicher Tätigkeit und Ausbildung im Gesundheitswesen. Dazu werden aktuelle Herausforderungen wie z. B. die zunehmende Diversität der Patient*innen sowie ihre verstärkt auftretende Multimorbidität thematisiert und im Hinblick auf professionsbezogene sowie interprofessionelle Anforderungen an das Fachpersonal im Gesundheitswesen analysiert. Die unter diesen Herausforderungen agierenden Fachkräfte mit den wachsenden Anforderungen an ihr Kompetenzportfolio werden ebenso in den Blick genommen wie ihre Lehrkräfte sowie Praxisanleitungen im Rahmen einer beruflichen Ausbildung. Diesbezüglich stellt der Vortrag Lehr-/Lern-Settings und theoretische Fundierungen aus Berufspädagogik und Didaktik vor und unterzieht sie einer kritischen Analyse im Hinblick auf die darin eingebetteten Bildungsanlässe. Dazu liefert das Konzept Beruf den theoretischen und eben auch praktischen Hintergrund, dessen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und Kompetenzentwicklung der Vortrag u. a. anhand der genannten Beispiele herausarbeiten will.

Prof. in Dr. in phil. Ilka Benner ist staatlich anerkannte Altenpflegerin und Erziehungswissenschaftlerin. Im Jahr 2017 promovierte sie zu dem Thema Bildungsbenachteiligung am Übergang Schule-Beruf und ist seit dem 01.03.2024 Professorin für Berufspädagogik mit dem Schwerpunkt Lernortgestaltung und Lernortkooperation in den Gesundheitsberufen an der Ostfalia Hochschule am Standort Wolfsburg. Zuvor war sie Leiterin der Arbeitsgruppe Didaktik der Arbeitslehre am Institut für Erziehungswissenschaft an der Justus Liebig Universität Gießen und Verwalterin einer Professur Pflege (Dual) an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst am Gesundheitscampus Göttingen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Professionalisierung für interprofessionelles Arbeiten im Gesundheitswesen und im Lehrberuf, Übergang Schule-Beruf, Genderforschung in den Lehramtsstudiengängen und beruflicher Bildung, Berufsorientierung aus berufsbiografischer Perspektive, Inklusion und Diversität im Gesundheitswesen und Professionalisierung in der dritten Phase der Lehrkräftebildung.


Vergangene Termine

10. April: Akademisierte Kompetenz- und Handlungsfelder in der Notfallversorgung (Prof. Dr. med. habil. Christoph Wiese)

Die Akademisierung in der Notfallversorgung wurde durch die jüngste Erklärung der Regierungskommission zur Notfallversorgung in Deutschland explizit gefordert. Allerdings handelte es sich bei der Forderung um eine sehr einseitige Akademisierungssichtweise. Zuerst müssen wir klären, was Notfallversorgung überhaupt umfasst und welche Formen der Akademisierung in diesem Kontext sinnvoll und notwendig sein können, um eine Verbesserung der Notfallversorgung sowohl in Praxis und Wissenschaft zu erreichen. Lassen Sie uns also nach dem SMART Prinzip über spezifische und realistische Möglichkeiten sprechen und welchen Beitrag wir als Hochschule dazu beitragen können.

Prof. Dr. med. habil. Christoph Wiese ist Facharzt für Anästhesiologie. Er hat zusätzlich den Master of Health and Business Administration (MHBA) absolviert und leitet die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig. Seit dem 01.09.2023 ist er Professor für Notfallversorgung an der Ostfalia Hochschule am Standort Wolfsburg. Er verfügt über Zusatzbescheinigungen in der Notfallmedizin, Palliativmedizin, spezieller Intensivmedizin, spezieller Schmerzmedizin, psychosomatischer Grundversorgung sowie der Qualifikation als leitender Notarzt und ERC ALS Instructor. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Supraglottische Atemwegshilfsmittel in der Notfallversorgung, Palliativmedizinische Notfallsituationen in der Präklinik, Intensivmedizin und Anästhesie, Entscheidungen am Lebensende.

 

24.04.2024

Titel: Der (un-)informierte Patient: Nutzerorientierung, Selbstmanagement, Empowerment – Leerformeln oder Wege zu einer mehr präventiv ausgerichteten Gesundheitsversorgung? (zur Präsentation)

Seit vielen Jahren wird die Anbieterdominanz im deutschen Gesundheitswesen beklagt und nach Wegen zu mehr Nutzer- bzw. Patientenorientierung gesucht. Eigenverantwortung, Empowerment und ein verbessertes Selbstmanagement scheinen geeignete Ansätze zu sein, wie auf die Notwendigkeit einer stärker präventiv ausgerichteten Gesundheitsversorgung wegen der zunehmenden Bedeutung chronischer Erkrankungen reagiert werden kann. Die Veranstaltung beleuchtet die Voraussetzungen, Chancen und Implikationen eines solchen Perspektivwechsels.

Prof. Dr. rer. pol. Stephan Burger ist Leitender Direktor der MedicalContact AG und seit 1996 Lehrbeauftragter sowie seit 2009 Honorarprofessor an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Zuvor war er in leitenden Funktionen tätig beim BKK Bundesverband, als Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Beirats der Betrieblichen Krankenversicherung und im Referat Gesundheitspolitik im Bundeskanzleramt.

 

08.05.2024

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Titel: Von Dinosauriern und Tagen in der Bastelecke: Kindliche Interessenentwicklung im Übergang von der Kita zur Schule

Individuelle Interessen strukturieren die Kind-Umwelt-Interaktion, geben Kindern Anstoß zur Erkundung neuer Inhalte und Themen und dienen dabei als Sicherheit spendende Plattform zur Exploration unbekannter Lernpfade. Darüber hinaus erlernen sie im Rahmen ihrer Interessenentwicklung wichtige metakognitive Fähigkeiten, die beim Start in der Schule und der weiteren Bildungsentwicklung sehr helfen. Interessen bieten somit einen hervorragenden Ansatzpunkt zur inklusiven Beobachtung und Förderung frühkindlicher Bildungs- und Entwicklungsprozesse und stehen daher im Zentrum dieses Vortrags der Ringvorlesung. Dazu wird in theoretische und empirische Grundlagen der kindlichen Interessen(-entwicklung) eingeführt und anhand von videobasierten Fallbeispielen werden praxisnah unterschiedliche Interessenentwicklungsverläufe von Kindern im Kindergarten und im Übergang zur Grundschule vorgestellt und gemeinsam interpretiert. Die Vorlesung (Antrittsvorlesung des Vortragenden) wird dazu bewusst interaktiv gestaltet sein und das Plenum immer wieder aktiv mit einbeziehen.

Prof. Dr. phil. Michael Lichtblau ist Tischler und Psychologe und seit dem 01.03.2024 Professor mit dem Schwerpunkt frühkindliche Entwicklungs- und Bildungsprozesse im Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik und Gesundheit der Ostfalia Hochschule am Standort Wolfsburg. Zuvor war er seit 2008 an der Leibniz Universität Hannover am Institut für Sonderpädagogik tätig und hat in dieser Zeit auch Professuren an anderen Universitäten vertreten. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Interessenentwicklung von Kindern, Inklusion in Kita und Schule, Transition Kita-Schule, Kooperation zwischen Familie und Bildungseinrichtung, Beobachtung und Förderung in der frühpädagogischen Praxis.

 

22.05.2024

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Titel: Bewegung in Bildung und Gesundheit – Impulse für eine Kindheitspädagogik der Vielfalt

Prof. in Dr. in paed. Melanie Lietz ist seit dem 01.02.2024 Professorin für Kindheitspädagogik mit dem Schwerpunkt Bildung und Gesundheit im Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik und Gesundheit der Ostfalia Hochschule am Standort Wolfsburg.
Ihren beruflichen Werdegang vor der Annahme des Rufes und ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte stellt Prof. in Dr. in paed. Lietz im Interview mit der Fakultät Gesundheitswesen dar.
Ihre Arbeitsschwerpunkt sind: Bildung und Gesundheit in kindheitspädagogischen Handlungsfeldern; methodisch-didaktische Zugänge in der (inklusiven) Gesundheit(s)Bildung in Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe; Psychomotorische Kompetenzentwicklung von Kindern für Sicherheit und Gesundheit in Institutionen der Kindheit; Gesundheit (Resilienz) bei Geschwisterkindern von Menschen mit Behinderung; Kindheitspädagogik der Vielfalt: Individuelle Entwicklungsvoraussetzungen und Bildungsverläufe von Kindern; Zirzensische und psychomotorische Elemente als Medium zum Erwerb von Vorläuferkompetenzen für das Erlernen von Kulturtechniken; digitales und analoges Lernen, ästhetische Zugänge, forschendes Lernen, Bewegung und Körperlichkeit als Zugänge in der Bildungsarbeit mit Kindern. Systemische Beratung zur Stärkung der Resilienz.

 


 

Kontakt
Sie erreichen das Organisationsteam der Ringvorlesung bei Fragen per Mail: ringvorlesung-g[at]ostfalia.de.