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Wasser für die Moorvernässung von Hochmooren im Klimawandel (NassMoor)

Aktuelles , , Fakultät Bau-Wasser-Boden , Von: Kockemüller/Mandelkow

Das Projekt "NassMoor untersucht nachhaltige Lösungen zur langfristigen Vernässung und dem Schutz von Hochmooren unter Klimawandelbedingungen.

Wiedervernässte Hochmoorfläche mit noch überwiegend freiem Wasserspiegel und Totholz.
Wiedervernässte Hochmoorfläche mit noch überwiegend freiem Wasserspiegel und Totholz. Foto: Nathalie Kockemüller/Ostfalia

Fehlende Daten über den Wasserhaushalt von Hochmooren – Projekt „NassMoor“ bringt Klarheit und zeigt Wege auf.

Derzeit liegen nur unzureichende Kenntnisse zum Wasserhaushalt von Hochmooren im Klimawandel vor, weshalb dieser Aspekt in bisherigen Planungen nur unzureichend berücksichtigt wurde. Dies hat zur Konsequenz, dass sich bisherige Strategien, wie das Errichten von Verwallungen oder das Anlegen von Pütten, in Zukunft als unzureichend erweisen könnten.

Das Forschungsprojekt "NassMoor" des Instituts für nachhaltige Bewässerung und Wasserwirtschaft im ländlichen Raum (INBW) an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hat deshalb zum Ziel, die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt von Hochmooren zu untersuchen und praxistaugliche Maßnahmen für eine nachhaltige Vernässung zu entwickeln. Dabei werden auch mögliche zukünftige klimatische Veränderungen berücksichtigt.

Zu den Methoden des Projekts gehören detaillierte Klimasimulationen, die dazu dienen, die zukünftige Wasserverfügbarkeit zu prognostizieren und geeignete Maßnahmen zu planen. Es werden Feld- und Laborversuche durchgeführt, mit dem Ziel, unter anderem die Verdunstungswerte bei unterschiedlichen Vernässungshöhen zu ermitteln. Darüber hinaus werden Strategien zur Wasserspeicherung entwickelt und weitere bauliche Maßnahmen in Betracht gezogen.


Eine Besonderheit des Projekts ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Experten der Fachbereiche Hydrologie, Wassermanagement und Naturschutz. Des Weiteren findet eine intensive Kooperation mit regionalen Akteuren statt, mit dem Ziel, praxisorientierte und umsetzbare Maßnahmen zu konzipieren. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Aktualisierung von Grundlagendaten, die eine nachhaltige und zukunftssichere Investition in den Klima- und Naturschutz ermöglichen.

 

Projektlaufzeit

01.01.2026 – 31.12.2028

Verbundpartner

  • Leichtweiß Institut der Technischen Universität Braunschweig

Kooperationspartner

  • Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände Landkreis Uelzen

  • NLWKN Betriebsstelle Süd

  • Gemeinde Gnarrenburg

Förderung

Gefördert durch die NBank mit einen Fördervolumen von 868.921,20 Euro.

Logokombination des Förderprogramms bestehned aus EU-Flagge und Niedesachsen-Wappen

Ansprechperson