„Demokratie leben!“ - Wirksamkeit von Innovationsprojekten
Im Auftrag des BMBFSFJ evaluiert die Ostfalia die Wirksamkeit von Innovationsprojekten im Bereich Demokratieförderung im Bundesprogramm „Demokratie leben!“.
Die Ostfalia Hochschule wurde vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) mit der Evaluation der Innovationsprojekte im Handlungsfeld „Demokratieförderung“ beauftragt. Im Zentrum der Untersuchung steht die Wirksamkeit der geförderten Projekte. Mittels eines mehrstufigen, wirkungszentrierten Evaluationskonzeptes (proVal-Ansatz) wird sowohl die prinzipielle als auch die tatsächliche Wirksamkeit von Projekten analysiert und deren Qualitätsentwicklung formativ begleitet.
Zahlen und Fakten
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2025-28 Laufzeit
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32 Innovationsprojekte
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8 Wirkungsevaluationen
Projektbeschreibung und Methodik
Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ fördert das BMBFSFJ in seiner dritten Förderperiode Projekte zur Demokratie- und Präventionsarbeit. Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften wurde mit der Evaluation des Handlungsfeldes „Demokratieförderung“ im Programmbereich der Innovationsprojekte beauftragt. Die darin geförderten Projekte sollen neue inhaltliche und methodische Ansätze sowie neue Wege der Zielgruppenerreichung entwickeln und erproben.
Das mehrstufige Evaluationskonzept legt den Fokus auf die Wirksamkeit der Projekte und basiert auf dem proVal-Ansatz zur wirkungszentrierten Evaluation und Qualitätsentwicklung. Die Untersuchung gliedert sich in zwei zentrale Schritte:
- Analyse der prinzipiellen Wirksamkeit: Alle geförderten Projekte werden auf der Grundlage zuvor entwickelter Qualitätskriterien in den Dimensionen Konzept-, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität in zwei Erhebungswellen analysiert . So wird geprüft, ob die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Projektarbeit vorliegen. Zur Unterstützung der Qualitätsentwicklung werden eine Online-Lernplattform und Lernwerkstätten zum Thema „Selbstevaluation und wirkungszentrierte Projektarbeit“ angeboten.
- Untersuchung der tatsächlichen Wirksamkeit: Bei einem ausgewählten Teil der Projekte führen wir spezifisch zugeschnittene Wirkungsevaluationen durch. Hierbei kommen quantitative und qualitative Methoden zum Einsatz, um tatsächliche sowie unbeabsichtigte Wirkungen zu untersuchen und Lern- und Entwicklungsprozesse anzustoßen.
Projektfortschritt
- November 2025: Durchführung der 1. Befragung zur Selbstevaluation der Innovationsprojekte.
Bei der jährlich durchgeführten Befragung erheben wir Daten zu von uns entwickelten Wirkungsindikatoren auf der Mittlerzielebene des Bundesprogramms. Damit sollen Belege für die Wirksamkeit der Projekte gesammelt und der Fortschritt der Zielerreichung im Zeitverlauf sichtbar gemacht werden. - September 2025: Freischaltung der Moodle-Lernplattform.
Die von uns betreuten Innovationsprojekte haben nun Zugang zur Online-Lernplattform „Selbstevaluation und wirkungszentrierte Projektarbeit“. Die dort befindlichen Materialien (u.a. Wissensgrundlagen, Reflexionsfragen, Quizze, Methodensammlungen und Werkzeuge und Vorlagen für die Praxis) sollen den Projekten mit praktischen Hinweisen helfen, ihre Projekte aus einer wirkungszentrierten Perspektive zu reflektieren, ihre Projektpraxis daran auszurichten und somit optimale Wirkungsvoraussetzungen zu schaffen. - August 2025: Durchführung der ersten Lernwerkstätten.
Mit jeweils 10 bis12 Projekten arbeiten wir in den jährlich stattfindenden zweitägigen Lernwerkstätten zur Frage „(Wie) wirkt Demokratieförderung?“. Themen der diesjährigen Lernwerkstätten sind unter anderem Grundlagen der Selbstevaluation, Methoden der Datenerhebung und die wirkungszentrierte Konzeptqualität mit Übungen zur Konkretisierung der Programmziele und Entwicklung von Wirkungsindikatoren. - Ab Juli 2025: Vorbereitung und Durchführung der Interviews mit Expert*innen zur Untersuchung der Fachlichkeit im Programmbereich der Demokratieförderung.
Mit jeweils 2 Expert*innen aus den Themenfeldern „Demokratieskepsis“, „Strukturschwache Regionen und Räume mit exponierter Problemlage“, „Innovative Ansätze zu aktuellen Herausforderungen der Demokratieförderung“ und „Konflikttransformation“ führen wir qualitative Leitfaden-Interviews durch. In diesen Gesprächen bitten wir die Expert*innen unter anderem um ihre Einschätzungen zu den aktuellen Herausforderungen des jeweiligen Themenfeldes, geeigneten Ansatzpunkten zur Bearbeitung dieser Herausforderungen und Empfehlungen zur Erreichung bisher nicht oder schlecht erreichter Zielgruppen. - Mai 2025: Start der Ausgangsanalysen der Projekte.
Bei den 32 betreuten Innovationsprojekten finden derzeit Ausgangsanalysen statt. Im Rahmen von Projektbesuchen werden die Konzepte auf der Grundlage von Qualitätskriterien zur wirkungszentrierten Projektarbeit in Form von Auditgesprächen erfasst und auf ihre prinzipielle Wirksamkeit hin untersucht. Dabei ergeben sich vielfältige Einblicke in Projekte aus den Themenfeldern „Demokratieskepsis“, „Strukturschwache Regionen und Räume mit exponierter Problemlage“, „Innovative Ansätze zu aktuellen Herausforderungen der Demokratieförderung“ und „Konflikttransformation“. - April 2025: Unser Projektteam ist vollständig.
Unsere neuen Kolleginnen Tabea Kratzenstein und Merle Werner vervollständigen unser Projektteam als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen. Wir freuen uns außerdem, Herrn PD Dr. Rainer Strobl als erfahrenen Evaluationsforscher in unserem Team als Gastwissenschaftler begrüßen zu dürfen. - März 2025: Unser Projektteam wächst.
Wir freuen uns, dass Dr. Jana Klemm nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin zu unserem Team gehört. - Januar 2025: Start des Projekts.
Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Olaf Lobermeier. Stellvertretender Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Holger Wunderlich. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Ostfalia Julia Dösselmann und Annett Schultz werden im Projekt von Beginn an mitarbeiten.
Veröffentlichungen und Materialien
- Expertise: Die Expertise „Wirkungsmodelle und ihr Potenzial für Evaluation und Qualitätssicherung in der Demokratieförderung“ von Dr. Jana Klemm und PD Dr. Rainer Strobl bietet vertiefende Einblicke in den methodischen Ansatz des Projekts.
- Informationen zum Bundesprogramm (externer Link)
- Informationen zu den Innovationsprojekten (externer Link)
Team und Kontakt
Bei Fragen zum Projekt richten Sie Ihre Anfrage bitte an die zentrale E-Mail-Adresse: demokratieleben-s@ostfalia.de
Projektleitung:
- Prof. Dr. Olaf Lobermeier
Stellvertretende Projektleitung:
- Prof. Dr. Holger Wunderlich
Externe Beratung und Unterstützung:
- PD Dr. Rainer Strobl
Projektmitarbeiterinnen:
- Julia Dösselmann
- Dr. Jana Klemm
- Tabea Kratzenstein
- Annett Schultz
- Merle Werner
Projektleitung
Prof. Dr. Olaf Lobermeier
Professur für Sozialwissenschaftliche Methoden, Fakultät Soziale Arbeit
Gebäude Am Exer 6, Raum 113, Wolfenbüttel
M.A. Julia Dösselmann
Gebäude Am Exer 6, Raum 110, Wolfenbüttel
M.A. Tabea Tamira Kratzenstein
Gebäude Am Exer 6, Raum 19, Wolfenbüttel
M.A. Merle Werner
Gebäude Am Exer 6, Raum 19, Wolfenbüttel
stellvertretende Projektleitung
Prof. Dr. rer. soc. Holger Wunderlich
Professor für Sozialraumorientierung und Sozialarbeitsforschung, Fakultät Soziale Arbeit
Gebäude Am Exer 6, Raum 108, Wolfenbüttel
Sprechstunde für Studierende findet im Wechsel Dienstags oder Mittwochs statt.
Die notwendige Anmeldung können Sie In meinem StudIP-Profil unter "Terminvergabe" vornehmen.
Dr. Jana Klemm
Gebäude Am Exer 6, Raum 110, Wolfenbüttel
Dipl.-Soz. Annett Schultz
Gebäude Am Exer 6, Raum 110, Wolfenbüttel