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Ostfalia-Campustag: Die Organisatorinnen verraten, worauf es ankommt

Aktuelles , , Von: Britta Radkowsky

Alexa Knieriem und Denise Rosenthal organisieren den Campustag am 30. April am Ostfalia-Standort Wolfenbüttel. Hier geben sie Einblicke in die Orga des Events.

Alexa Knieriem und Denise Rosenthal
Schlagkräftiges Team und die Gesichter hinter dem Campustag: Alexa Knieriem (links) und Denise Rosenthal, Veranstaltungsmanagerinnen an der Ostfalia. Foto: Julia Günther/Ostfalia

Am 30. April 2026 verwandelt sich der Ostfalia-Campus Wolfenbüttel in ein Festivalgelände: Beim Campustag 2026 öffnen sich ab 15 Uhr die Türen für alle, die Lust auf Wissenschaft, Musik und Gemeinschaft haben. Das Programm ist prall gefüllt: Info-Meile, Open-Labs, Campus-Ralley, Mitmach-Aktionen, Cocktails, Food-Trucks, Ostfalia-Chor, DJ-Sets, Live-Musik, Kinderprogramm, hier findet garantiert jeder etwas, das ihn gut unterhält.

Die Geschichte des Campustags beginnt jedoch mit einer Lücke. “Es gab mal ganz früher ähnliche Formate”, sagt Alexa Knieriem, eine der Organisatorinnen, “die dann Corona-bedingt leider von der Bildfläche verschwunden sind.” Was blieb, war die Idee und der Wunsch, sie neu zu denken. 2024 wurde daraus ein Neuanfang. “Den Campustag in diesem Format gibt es seit 2024”, erinnert sich Alexa, “das war aber erstmal nur ein Testpilot.” Gemeinsam mit ihrer damaligen Kollegin habe sie das Konzept entwickelt. Vieles sei offen gewesen, vieles improvisiert – und doch habe man sich schnell auf eine zentrale Frage einigen können: Wie soll sich ein Campus eigentlich anfühlen?

Vom Ostfalia-Parkplatz ging es in das Herz der Hochschule

Die Antwort darauf ist heute sichtbar, wenn die Besucher*innen zwischen Innenhöfen, Wiesen und Seminarräumen schlendern. Denn der Ort hat sich verändert. “Früher waren die alten Formate auf dem großen Parkplatz”, erzählt Alexa, “mit Bühne und Ständen.” Heute ist der Parkplatz wieder das, was er sein soll, ein Parkplatz, den Gäste nutzen, die aus den Nachbarstädten kommen. Stattdessen wurde das Geschehen bewusst verlagert – hinein ins Herz der Hochschule. “Wir wollten, dass die Besucher den Campus richtig erleben und in die Seminarräume und Labore gehen können.” Es ist ein Perspektivwechsel, der mehr ist als nur logistisch. Er verändert, wie sich die Hochschule zeigt: nicht als Bühne, sondern als begehbarer Raum.

An einem solchen Tag kommen viele. “Rund 1500 Gäste”, schätzt Denise Rosenthal, ebenfalls zuständig für das Veranstaltungsmanagement an der Ostfala. “Es ist allerdings schwer zu sagen, weil sich alles über den Tag verteilt.” Erst sind es eher Familien, Schulklassen, Studieninteressierte. “Es beginnt ja auch mit dem Hochschulprogramm“, so Denise, ”da kommen viele Schüler*innen und Familien." Später verschiebt sich die Stimmung. “Gegen Abend wechseln die Gruppen, dann kommen mehr Studierende dazu, wenn das Rahmenprogramm startet.“ Dass sich daraus keine klar getrennten Welten ergeben, scheint fast programmatisch. ”Es durchmischt sich eigentlich ziemlich", so Denise. “Wer zufällig bleibt, entdeckt Neues – oder bleibt einfach länger als geplant.”

Der Campustag: Abwechslung, Spannung und Gemeinschaft

Dass dieser Spagat gelingt, ist kein Zufall, sondern Ergebnis vieler Gespräche. “Als das Konzept 2024 neu entwickelt wurde, waren wir auch im Austausch mit dem Präsidium”, führt Alexa aus. Die Frage: Wen will man erreichen? Die Antwort fiel bewusst breit aus. “Es sollte nicht nur ein klassischer Informationstag sein, sondern auch etwas, wo Mitarbeitende zusammenkommen können und Studierende einen Grund haben zu feiern.” Daraus entstand ein Format mit mehreren Ebenen: Beratung und Einblicke für Interessierte, Begegnung für die Region, Gemeinschaft für die Hochschule. Oder, in drei Worten, wie das Orga-Team es selbst formuliert: “abwechslungsreich, spannend, gemeinschaftlich”.

Hinter dieser Leichtigkeit steckt viel Arbeit. “Wir haben Ende Oktober angefangen”, sagt Denise, und meint damit: schon Monate vor dem eigentlichen Termin. Mails gehen raus, Programmpunkte werden gesammelt, Räume geplant. “Das Rahmenprogramm ist eher unser Baby, aber das Hochschulprogramm, da arbeitet die ganze Hochschule mit. Und ohne den AStA und den Hausdienst wäre die Umsetzung des Ganzen nicht möglich."

Am Veranstaltungstag selbst bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. ”Wir sind sehr stark eingespannt.“ Essen? “Erst so nach 20 Uhr.” Ein Gefühl von Ruhe stellt sich spät ein. “ Sehr spät“, sagen Alexa und Denise und lachen. Vielleicht erst dann, wenn alles läuft – oder schon vorbei ist. Und doch ist genau dieser Moment der Grund, warum sie es wieder tun. ”Diese euphorische Gefühl", sagt Denise, "wenn man sieht: Alle haben Spaß. Das ist einfach großartig!“