Prof. Dr.-Ing. Andreas Ligocki, Leiter des Instituts für Konstruktion und angewandten Maschinenbau (IKAM) an der Ostfalia, forscht an der Schnittstelle von konstruktivem Maschinenbau, Mobilmaschinen und digitaler Umweltmesstechnik. Zum Valentinstag 2026 hat er der Ostfalia ein Herz in 3D gedruckt.
Ostfalia – Hochschule mit großem Herz
Alexa Knieriem, Ostfalia-Redaktion: Warum passt ein Herz heute perfekt zu Ihrem Fachgebiet?
Prof. Dr.-Ing. Andreas Ligocki: Wir sind die Hochschule mit einem großen Herz und auch die Fakultät Maschinenbau hat ein großes Herz. Außerdem ist heute Valentinstag, und dafür brauche wir auch schöne rote Herzen.
Was zeigt dieses Herz ganz konkret über die Möglichkeiten moderner additiver Fertigung?
Prof. Ligocki: Mit 3D-Druck kann man im Prinzip jede Form drucken, ob das nun ein Herz ist oder ein gebrochenes Herz, wir können alles.
Welche Rolle spielen CAD und digitale Konstruktion dabei – vom ersten Entwurf bis zum fertigen Druck?
Prof. Ligocki: Naja, das Herz muss ja irgendwo herkommen, insofern muss man sich das vorher ausdenken und das macht man im CAD. Im Anschluss wird es dann gesliced, also in Schichten geschnitten, und dann wird es gedruckt.
Auch wenn dieses Herz kein Bauteil ist: Wo werden ähnliche 3D-Druck-Technologien in Ihrer Forschung oder in der Praxis eingesetzt?
Prof. Ligocki: Wir verwenden sowohl in der Lehre, also im Studium, oder in der Forschung und in Projekten den 3D-Druck. Wir machen uns unsere eigenen Bauteile. Ein bisschen wie Pippi Langstrumpf: Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt.
FabLab als offene Werkstatt für Studierende
Was können Studierende an der Ostfalia im Bereich 3D-Druck und Konstruktion selbst ausprobieren?
Prof. Ligocki: Wir sind ja hier im FabLab und das ist im Prinzip eine offene Werkstatt. Das heißt, im Prinzip kann jede*r Studierende hierherkommen und das eigene Projekt oder die eigene Studienarbeit frei umsetzen.
Was würden Sie jungen Menschen sagen, die Technik spannend finden, aber Maschinenbau noch für "zu theoretisch" halten?
Prof. Ligocki: Einfach mal herkommen, dann sehen sie schon: Hier ist genug Praxis.