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Ostfalia-Forschung: Roboter Momo besucht das Klinikum Wolfenbüttel

Aktuelles , , Fakultät Elektro- und Informationstechnik, Fakultät Informatik , Von: Britta Radkowsky

Beim Infotag im Klinikum Wolfenbüttel lernten Mitarbeitende, Patient*innen und Besucher*innen Roboter Momo kennen und diskutierten über Einsatzmöglichkeiten.

Prof. Dr. Tobias Dörnbach (oben links) und Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer (unten links) besuchten mit dem sozialen Roboter Momo (unten Mitte) das Klinikum Wolfenbüttel.
Soziale Robotik zum Anfassen: Prof. Dr. Tobias Dörnbach (oben links), Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer (unten links) und Faycal Nait Irahal (wissenschaftlicher Mitarbeiter, oben Mitte) stellten im Klinikum Wolfenbüttel den kleinen Roboter Momo (unten Mitte) vor. Foto: Laura Mühlhausen/Klinikum Wolfenbüttel

Klein, aber oho: Der soziale Roboter Momo war jetzt zu Gast im Klinikum Wolfenbüttel. Gemeinsam mit der Innovationsstation des Klinikums präsentierten Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer,  wissenschaftlicher Mitarbeiter Faycal Nait Irahal (beide Fakultät Elektro- und Informationstechnik) und Prof. Dr. Tobias Dörnbach (Fakultät Informatik) den Mitarbeitenden, Patient*innen und Besucher*innen den kleinen Kerl. Die Gäste konnten Momo selbst erleben, mit ihm ins Gespräch kommen und sich über mögliche Einsatzfelder im Klinikalltag informieren. Der Infotag bot zugleich die Gelegenheit, Ideen aus der Praxis in die weitere Forschung einfließen zu lassen.

Kooperation zwischen Hochschule und Klinikum

Mit der Veranstaltung möchten das Klinikum Wolfenbüttel und die Ostfalia ihre Zusammenarbeit im Bereich der sozialen Robotik weiter ausbauen. “Wir möchten gern enger mit dem Klinikum und besonders auch mit der Innovationsstation kooperieren“, sagt Prof. Meyer. Die Innovationsstation habe das Ziel, den Mitarbeitenden regelmäßig neue Entwicklungen in Pflege und medizinischer Versorgung vorzustellen. ”Aus einem gemeinsamen Forschungsantrag entstand die Idee, hin und wieder vor Ort über unsere Aktivitäten im Bereich der sozialen Robotik zu informieren.“

Positive Resonanz und viele neue Ideen

Die Resonanz auf Momo fiel durchweg positiv aus. “Die Menschen fanden Momo spannend und haben sich gern mit ihm unterhalten“, berichtet Meyer. Nur wenige seien zunächst etwas zurückhaltend gewesen und hätten lieber beobachtet. Vor allem Pflegekräfte und Pflegeschüler*innen hätten das Potenzial des Roboters aber sofort erkannt. ”Sie hatten auch gleich Ideen, was man noch realisieren sollte." Ganz oben auf der Wunschliste habe das Singen gestanden. Auch die Kommunikation in Fremdsprachen oder das Übersetzen von Erläuterungen seien als sinnvolle Einsatzmöglichkeiten genannt worden. "Darüber haben wir heute in meinem Team schon gesprochen“, sagt Meyer.

Entlastung im Klinikalltag

Aus Sicht der Forschenden könnte ein sozialer Roboter künftig an vielen Stellen im Klinikalltag unterstützen. Besonders vielversprechend sei die Übernahme allgemeiner Auskunftsaufgaben. Meyer: "Momo könnte einfache Fragen zu nichtmedizinischen Themen beantworten, wie etwa: Was steht auf dem Essensplan, wann hat der Kiosk geöffnet?“ Dadurch ließe sich das Klinikpersonal im Alltag entlasten.

Auch als Orientierungshilfe sieht Meyer großes Potenzial. Während des Infotags hätten mehrere Personen nach einem Diagnostikbereich gesucht, der aufgrund von Bauarbeiten verlegt worden war. “Ein Roboter könnte diese Menschen sogar zu ihrem Ziel bringen.” Darüber hinaus könne Momo Angehörigen allgemeine Informationen vermitteln und ihnen in einer belastenden Situation Orientierung geben. "Aufgeregte Angehörige, die eventuell nicht sofort verstanden haben, was der eingelieferten Person fehlt oder was nun passiert, könnten durch ein Gespräch mit dem Roboter beruhigt und ausführlich informiert werden.“

Impulse für die Forschung

Der Austausch mit den Mitarbeitenden des Klinikums lieferte dem Forschungsteam zahlreiche Anregungen für die Weiterentwicklung der sozialen Robotik. "Das große Interesse und die positive Resonanz der Klinikmitarbeitenden waren super. Für uns ergaben sich durch zahlreiche Gespräche viele neue Impulse für die Weiterführung unserer Forschungsaktivitäten“, fasst Meyer zusammen.

Besonders positiv hebt sie außerdem die Zusammenarbeit mit dem Klinikum hervor: “Besonders hervorzuheben ist auf jeden Fall die große Offenheit des Klinikums für Neues und die wunderbar unkomplizierte Zusammenarbeit.”