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Konzertaufnahme als Praxisprojekt: Studierende vertonen Orchestersound

Aktuelles , , Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien , Von: Mandy Fleer

Studierende des Studiengangs Digitales Storytelling zeichneten ein Konzert auf und sammelten wertvolle Praxiserfahrung in der Audioproduktion.

Studierende stehen am Mischpult

Wie vielfältig und praxisnah Lehre an der Ostfalia sein kann, zeigt das Projekt „Aufzeichnung eines Konzerts“, das im Seminar „Audioproduktion“ von Tonio Vakalopoulos mit Studierenden des Studiengangs Digitales Storytelling am Ostfalia-Campus Salzgitter umgesetzt wurde.

Im Seminar lernen die Studierenden die Produktion von Podcasts und anderen sprachbasierten Audioformaten kennen. Ein besonderer Bestandteil der Lehrveranstaltung ist dabei auch die Aufnahme komplexerer Produktionen wie eines klassischen Konzerts mit Chor und Orchester.

Kooperation mit der Braunschweiger Domsingschule

Für diesen Teil des Seminars konnte die Braunschweiger Domsingschule als Projektpartner gewonnen werden. Die Jugendkantorei führte gemeinsam mit dem Domsinfonieorchester das Magnificat des britischen Komponisten John Rutter auf. Für die Studierenden bedeutete das eine besondere Herausforderung: Sie entwickelten ein Konzept, um Sänger*innen sowie Musiker*innen professionell akustisch abzunehmen. Dazu verwandelten sie den Aufführungsort kurzerhand in ein temporäres Tonstudio.

„Die Aufgabenverteilung war unter den Studis gleichmäßig aufgeteilt. Wir haben unzählige Mikrofone im Orchester und im Chor aufgebaut und verkabelt“, berichtet Student Levin Meyer. Anschließend ging es darum, die einzelnen Instrumente und Stimmen korrekt einzupegeln: „Mit Hilfe der Musiker*innen haben wir die einzelnen Instrumente auf eine gleiche Lautstärke gepegelt. So konnten wir im Mischpult die einzelnen Instrumente anpassen, damit ein voller und ausgewogener Klang entsteht.“

Arbeiten unter realen Produktionsbedingungen

Während der Aufzeichnung entstanden insgesamt 26 einzelne Tonspuren. Diese wurden anschließend von den Studierenden in der Postproduktion weiterbearbeitet, gemischt und gemastert. „In der Postproduktion haben wir diesen Klang noch bearbeitet, um mit verschiedenen Tricks einen perfekten Sound zu erzeugen“, erzählt Levin. Dabei arbeiteten alle Studierenden an verschiedenen Aspekten der Produktion – von der Mischung bis zum finalen Mastering.

Das Projekt brachte die Studierenden auch mit typischen Herausforderungen aus der Praxis in Kontakt: „Herausfordernd war der zeitliche Druck. Wir mussten so arbeiten, dass das Orchester keine Zeit durch uns verliert. Deshalb mussten wir in allem sehr zügig sein.“ Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Das Ergebnis ist ein professioneller und zugleich angenehm leichter Klang, der besonders Liebhaber klassischer Musik anspricht. Ein Auszug der Aufnahme ist auf SoundCloud (externer Link, öffnet neues Fenster) zu hören.

Fortsetzung im nächsten Semester

Für Levin bleibt vor allem der Lerneffekt: „Das Projekt hat mir viele Einblicke in die Tonwelt gegeben. Ein Orchester aufzuzeichnen ist keine besonders leichte Übung. Umso sicherer bin ich jetzt am Set, bei weniger anspruchsvollen Aufzeichnungen.“

Der Erfolg des Projekts spricht für sich: Aufgrund der positiven Resonanz von Studierenden und der Braunschweiger Domsingschule findet das Projekt im Sommersemester erneut statt – mit einer neuen musikalischen Darbietung und einer neuen Gruppe von Studierenden, die ihre Fähigkeiten in der Audioproduktion unter realen Bedingungen erproben können.

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