Direkt zum Inhalt


Kann künstliche Intelligenz die Natur retten? Frauke Fischer spricht im Wissensort Wolfenbüttel über KI im Naturschutz

Aktuelles , , Wissens- und Technologietransfer (WTT) , Von: Matthias Dickel

Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie der Zukunft – doch kann sie beim Schutz der biologischen Vielfalt eine entscheidende Rolle spielen? 

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Biodiversitätsforscherin, Unternehmerin und Autorin Frauke Fischer in einem Vortrag am 15. April 2026 um 16:00 Uhr im Wissensort Wolfenbüttel (WoW).

Die ökologischen Folgen des Einsatzes großer Sprachmodelle sind Gegenstand intensiver Debatten. Bereits heute verursachen das Training der Modelle und der Betrieb von Rechenzentren einen immensen Verbrauch an Strom und Wasser. Der Bedarf der Technologiekonzerne an immer leistungsfähigeren Prozessoren erhöht zudem den Verbrauch seltener Erden.

Der ökologische Fußabdruck der KI-Technologie ist hoch. Dennoch kann der Einsatz dieser neuen Technologie auch zur Lösung von Problemen im Naturschutz beitragen. Durch die Analyse des Verhaltens von Kleinlebewesen wie Insekten oder Vögeln mithilfe von KI-Modellen können Naturkatastrophen oder Krankheitsausbrüche frühzeitig erkannt werden. Auch bei der Entschlüsselung von Tierstimmen kann künstliche Intelligenz dazu beitragen, Rückschlüsse daraus zu ziehen, ob ein Ökosystem intakt ist oder aus dem Gleichgewicht gerät.

Doch Frauke Fischer warnt in ihrem gemeinsam mit Hilke Oberhansberg verfassten Buch „Kann KI die Natur retten?“ vor allzu großer Technikgläubigkeit. Bei allen Fähigkeiten von KI-Anwendungen dürfe der Mensch die Genialität der Natur nicht aus dem Blick verlieren:

„Tiere und Pflanzen haben über Millionen Jahre Fähigkeiten entwickelt, die jeder KI-Anwendung überlegen sind. Nur im Zusammenspiel von natürlicher und künstlicher Intelligenz lässt sich die biologische Vielfalt bewahren. Die Natur braucht keine App und keine KI – aber wir Menschen brauchen die Natur.“

Die Mast-Stiftungen stellen anlässlich des Vortrags 60 signierte Exemplare des Sachbuchs „Kann KI die Natur retten?“ für die Besucherinnen und Besucher bereit. Der Vortrag findet im Verbund mit der Klimakonferenz 2026 statt, die erstmalig an der Ostfalia Hochschule veranstaltet wird. Neben dem Landkreis und der Stadt Wolfenbüttel beteiligen sich die Mast-Stiftungen, Ostfalia Hochschule und das Projekt Nachhaltige Ostfalia (NachOs) an der Ausrichtung.

Veranstaltungsort

WoW – Wissensort Wolfenbüttel
Löwenstraße 1
38300 Wolfenbüttel
Telefon: +49 5331 / 86-162
E-Mail: wow@wolfenbuettel.de
Internet: http://www.wow.wf.de/ (externer Link, öffnet neues Fenster)

📍 Wissensort Wolfenbüttel (WoW)
📅15. April 2026
🕓16:00 Uhr

Zur Personensuche