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Hochschule als Zukunftslabor: Lernen im Dialog mit Wirtschaft und Gesellschaft

Aktuelles , , Wissens- und Technologietransfer (WTT) , Von: Matthias Dickel

NachOs zu Gast an der Universität Siegen: Mit der Zukunftswerkstatt wird kooperatives Lernen zum Motor nachhaltiger Hochschultransformation.

Letzte Woche war ich mit meinen KollegInnen vom Projekt Nachhaltige Ostfalia (NachOs) zu Gast an der Universität Siegen. Dr. Robert Kebbekus vom Lehrstuhl für Dienstleistungsentwicklung in KMU und Handwerk stellte uns die „Zukunftswerkstatt“ vor – ein Praxisseminar, in dem Studierende Unternehmen bei konkreten betrieblichen Herausforderungen beraten und zugleich selbst unternehmerisches Denken erlernen. Kooperatives Lernen als Erfolgsmodell: Für mich ist das ein zukunftsfähiges Konzept nachhaltiger Hochschulentwicklung.

Die Rückreise traten wir mit spürbarer Aufbruchsstimmung an. In einer Phase, in der Weichen neu gestellt werden, stellt sich weniger die Frage nach dem Ende einzelner Formate als nach den nächsten Entwicklungsschritten. Aufgeben ist keine Option – vielmehr geht es darum, das gemeinsame Ziel einer nachhaltigen Hochschule konsequent weiterzuverfolgen.

„Die Welt ein bisschen besser machen“ – so lautet das formelhafte Bekenntnis des Silicon Valley. Ein merkwürdiges Understatement schwingt darin mit, fast so, als wolle man die Wucht technologischer Disruptionen gegenüber den Menschen da draußen rhetorisch entschärfen, um sie nicht zu verängstigen.

Im Angesicht des fortschreitenden Klimawandels helfen langsame Veränderungen und semantische Verschleierungen nicht weiter – auch dann nicht, wenn politische Akteure Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz aus Rücksicht auf unterschiedliche Anspruchsgruppen relativieren. Die Transformation der Wirtschaft und der Gesellschaft muss weitergehen, ansonsten verspielen wir die Überlebenschancen künftiger Generationen. Es sind Einschnitte und Änderungen erforderlich, die offen diskutiert, aber auch sozial abgefedert werden müssen.

Hier kommen die Hochschulen ins Spiel. Mit ihrer Forschung und ihrem Wissenstransfer können sie Impulsgeber und kritisches Korrektiv zugleich sein. Die Einführung eines Nachhaltigkeitsberichts sendet ebenso ein starkes Signal wie die systematische Auseinandersetzung mit alternativen Wirtschaftsmodellen. Nachhaltigkeit, Sustainability und Thrivability gehören nicht an den Rand, sondern in den strategischen Kern der Hochschulpolitik.

Wissenschaftliche Forschung liefert nicht nur die Daten über den Klimawandel – sie bietet Orientierung in Zeiten struktureller Unsicherheit. Hochschulen tragen damit eine gesellschaftliche Verantwortung, die weit über Lehre und Forschung hinausweist.

Ansprechperson

Matthias Dickel M.A., Dipl.-Kfm.

Projektmitarbeiter Hochschultransformation - Nachhaltige Ostfalia

Hochschulentwicklung - QM

Tel:+49 5331 939 10190

E-Mail:m.dickel(at)ostfalia.de(öffnet Ihr E-Mail-Programm)