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NachOs in Siegen: Zukunftswerkstatt als Blaupause für Future Skills, Transfer und regionale Innovation

Aktuelles , , Wissens- und Technologietransfer (WTT) , Von: Matthias Dickel

NachOs blickt nach vorn: In Siegen entdeckt das Team die „Zukunftswerkstatt“ als Modell für Future Skills, Transfer & regionale Innovation

Wenn das Ende einer Förderphase näher rückt, geht es nicht um den Abspann, sondern um die Anschlussfähigkeit: Was wird verstetigt, was skaliert, was neu verknüpft? Mit genau dieser unternehmerischen Energie setzt das NachOs-Team neu an. Die Frage lautet nicht: Was endet? Sondern: Was beginnt jetzt?

Auf der Suche nach innovativen Anschlussformaten fuhr das gesamte NachOs-Team und ein Vertreter des WTT (Wissens- und Technologietransfer Grow) vom 17. bis 18. Februar in die südwestfälische Universitätsstadt Siegen. Dort informierte sich die Delegation am Lehrstuhl für Dienstleistungsentwicklung in KMU und Handwerk eingehend über das Praxisseminar "Zukunftswerkstatt".

Das Konzept der Zukunftswerkstatt wurde von Professor Dr. Gustav Bergmann entwickelt und später von seinem Nachfolger Dr. Robert Kebbekus weiter ausgearbeitet. Die Grundideen des Bildungsprojektes stellten Robert Kebbekus und der Soziologe am Lehrstuhl Dr. Jürgen Daub in einem informativen Workshop vor.  Das Ziel dieses Lehrformates ist es, den Studierenden und regionalen Unternehmen einen Raum für innovative Projekte, zukunftsorientiertes Lernen und gesellschaftliches Engagement zu bieten. Die künftigen AbsolventInnen sollen gemeinsam mit den Praxispartnern kreative Lösungen für betriebliche Fragestellungen erarbeiten. „In dem Projekt sollen die  angehenden ExpertInnen weitgehend selbstorganisatorisch Ideen für die gestellten Probleme entwickeln und auch gruppendynamische Hürden eigeninitiativ bewältigen“, erläuterte Robert Kebbekus die zugrunde liegende Methodik. Die Lehrperson als Projektbegleitung gibt im Sinne von Gustav Bergmann nur den organisatorischen Rahmen vor: Sie eröffnet den Raum zur kreativen Entfaltung und agiert als MentorIn für die Studierenden und das Partnerunternehmen.

In den vergangenen Jahren hat sich die Zukunftswerkstatt der Universität Siegen zu einem regionalen Leuchtturmprojekt entwickelt. Mehr als 500 Studierende und 115 Praxispartner haben bislang teilgenommen. Die beteiligten Organisationen reichen vom südwestfälischen Hidden Champion bis zum beruflichen Gymnasium.

Das NachOs-Projektteam sieht in der konzeptionellen Übernahme des Bildungsprojekts an die Ostfalia Hochschule eine strategische Chance: zur nachhaltigen Verbesserung der Karriereperspektiven und Future Skills der AbsolventInnen sowie zur Stärkung der Innovationskraft der regionalen Wirtschaft durch gezielten Wissenstransfer. Als strukturelles Bindeglied kann der Wissens- und Technologietransfer (WTT) der Ostfalia entscheidend beitragen: Mit seinen Unternehmensnetzwerken und seiner Transfererfahrung ermöglicht er, dass sich das Format zu einer dauerhaften Kooperationsstruktur zwischen Hochschule und Praxis verstetigt.

„Das ist eine einmalige Chance für unsere Hochschule, um sich als innovationsfördernde und zukunftsfähige Bildungsinstitution in unserer Region zu präsentieren“, war das gemeinsame Fazit der VertreterInnen der Ostfalia Hochschule.

Die Zukunftswerkstatt ist somit mehr als ein Seminar und ein neues lehrdidaktisches Konzept. Sie ist ein Modell dafür, wie Hochschulen ihre Rolle als Impulsgeberinnen in der Region neu definieren können.

Hinten (vlr): Jesse Letter, Franziska Krause (beide NachOs), Burak Dönmez (WTT-Grow), Vorne (vlr) Dr. Robert Kebbekus (Universität Siegen, Matthias Dickel (NachOs). Foto: Jürgen Daub.
Hinten (vlr): Jesse Letter, Franziska Krause (beide NachOs), Burak Dönmez (WTT-Grow), Vorne (vlr) Dr. Robert Kebbekus (Universität Siegen, Matthias Dickel (NachOs). Foto: Jürgen Daub.

Ansprechperson

Matthias Dickel M.A., Dipl.-Kfm.

Projektmitarbeiter Hochschultransformation - Nachhaltige Ostfalia
Hochschulentwicklung - QM

Tel: +49 5331 939 10190

E-Mail: m.dickel@ostfalia.de