Die Veranstaltung „Grenzenlos Wasser?“ am 24. April 2026, organisiert unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Röttcher gemeinsam mit dem Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände des Landkreises Uelzen sowie dem Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (ARL) (externer Link, öffnet neues Fenster), brachte rund 30 Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich des ARL Lüneburg sowie einigen weiteren bewässerungsintensiven Landkreisen der Region zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Wassermanagement zu diskutieren. Fachvorträge, Diskussionen und eine anschließende praxisorientierte Workshopphase boten eine Plattform für Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Verbänden und Netzwerken.
Wassermanagement braucht Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Felix Schmidt (Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Klaus Röttcher am INBW, Ostfalia) und Claudia Koops (Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg) begrüßten die Teilnehmenden stellvertretend für Prof. Dr. Klaus Röttcher und betonten die Bedeutung einer zukunftsfähigen Wasserbewirtschaftung. „Wasser ist längst kein rein lokales Thema mehr, sondern erfordert überregionale Zusammenarbeit“, so Koops. Eine zentrale Botschaft der Veranstaltung: Wasserschutz ist Gemeinschaft. Gemeinsam lassen sich Herausforderungen leichter bewältigen und tragfähige Lösungen entwickeln.
Praxis, Netzwerke und Innovation im Fokus
Clemens Löbnitz (externer Link, öffnet neues Fenster) stellte die Organisation der landwirtschaftlichen Beregnung vor und machte deutlich, wie wichtig funktionierende Verbandsstrukturen sind. Nora Köhn präsentierte das Wasserforum Lüneburg (externer Link, öffnet neues Fenster) als Plattform für Austausch und Vernetzung, die von vielen als entscheidender Erfolgsfaktor hervorgehoben wurde. Impulse aus dem Landkreis Gifhorn zeigten zudem, dass Innovation besonders dort entsteht, wo Verwaltung, Praxis und Forschung zusammenarbeiten. Ergänzend gab Alexander Jokisch (NLWKN (externer Link, öffnet neues Fenster)) einen Überblick über das Wassermengenmanagement in Niedersachsen und betonte die Bedeutung zukünftiger Förderprogramme.
Workshop: Gemeinsam Lösungen entwickeln
Im Workshop diskutierten die Teilnehmenden Themen wie Hochwasserschutz, großräumige Wasserbilanzierung und Fördermittelkoordination.
„Für uns in der Forschung ist eine solche Zusammenarbeit mit den Landkreisen sehr wichtig, um zu sehen, wo die Probleme in der Praxis liegen und umgekehrt unsere Erkenntnisse direkt auch mit der Praxis diskutieren und die Umsetzung begleiten zu können", sagte Felix Schmidt, der die Ostfalia Forschungsprojekte WassKli und 4D-Rain (externer Link, öffnet neues Fenster) betreut.
Fazit: Wasserschutz ist Gemeinschaft
Die Veranstaltung lieferte wertvolle Impulse und neue Kontakte für die Praxis. Nachhaltiges Wassermanagement gelingt nur gemeinsam und über administrative Grenzen hinweg. Wasserschutz ist Gemeinschaft - darin liegt die Chance für die Zukunft.
Hintergrund der Veranstaltung
Auf Initiative von Frau Beckmann, Landesbeauftragte ARL Lüneburg, sowie dem Landrat des Landkreises Uelzen, Dr. Heiko Blume, wurde 2023 das Wassernetzwerk Nordostniedersachsen ins Leben gerufen.
Seitdem kommen Vertreterinnen und Vertreter der unteren Wasser- und Naturschutzbehörden der beteiligten Landkreise zweimal jährlich zusammen – überwiegend am Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule. Ziel der Treffen ist der fachliche Austausch, die Diskussion gemeinsamer Herausforderungen sowie die Bündelung regionaler Interessen im Wassermanagement.
Die inhaltlichen Schwerpunkte variieren dabei je nach aktuellen Fragestellungen und Bedarfen der Teilnehmenden. Ergänzend nehmen regelmäßig auch Akteure der Landwirtschaftskammer sowie Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Ministerien teil, um den interdisziplinären Dialog zu stärken und praxisnahe Lösungen zu fördern.