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Verabschiedungsfeier der Absolvent:innen der Fakultät Soziale Arbeit des Wintersemester 25/26

Aktuelles , , Fakultät Soziale Arbeit , Von: Stefan Thiede-Mysliwietz
Die Absolvent:innen der Fakultät Soziale Arbeit aus des Wintersemester 25/26.

Am vergangenen Freitag beging die Fakultät Soziale Arbeit in einem gelungenen Festakt den erfolgreichen Abschluss ihrer Studierenden. Die Veranstaltung wurde mit einer herzlichen Begrüßung durch die Dekanin Prof. Dr. Sandra Verena Müller eröffnet. Sie hieß nicht nur die Absolvent:innen sowie ihre Familien willkommen, sondern begrüßte auch zahlreiche Gäste und Kolleg:innen in der voll besetzten Aula. Bei strahlendem Sonnenschein verbreitete Géza Gál, Leiter der TU Big Band Braunschweig, bereits zu Beginn mit seinem musikalischen Können an Trompete, Digeridoo und Klavier eine Portion gute Laune unter den Anwesenden.

In ihrer Festrede betonte Prof. Dr. Müller die Bedeutung des erreichten Meilensteins und den Übergang in einen neuen spannenden Lebensabschnitt. Während sie im vergangenen Jahr die Digitalisierung und das Aufkommen von künstlicher Intelligenz thematisierte, rückte sie dieses Mal die zunehmende soziale Ungleichheit sowie den Mangel an bezahlbarem Wohnraum in den Mittelpunkt. Sie bezeichnete diese Entwicklungen als eine der Herkulesaufgaben unserer Gesellschaft. Sie verdeutlichte, dass Wohnen ein Menschenrecht darstellt und der Zugang zu sicherem Wohnraum zunehmend zu einem Privileg wird. Die Folgen, wie beengte Wohnverhältnisse für Kinder oder der Verlust der vertrauten Umgebung für ältere Menschen, prägen den sozialen Alltag vieler Menschen.

Die Dekanin rief die künftigen Fachkräfte dazu auf, sich für strukturelle Veränderungen einzusetzen und innovative Wohnprojekte sowie Ansätze wie „Housing First“ zu verfolgen. Sie ermutigte die Absolvent:innen ihre Stimme und ihr Handeln zu nutzen, um die Welt ein Stück gerechter zu gestalten. Dabei hob sie hervor, dass die Entscheidung für diesen Berufsweg zukunftsträchtig war, da die Soziale Arbeit eine Disziplin bleibt, die nicht so schnell durch künstliche Intelligenz ersetzt werden kann wie andere Arbeitsfelder. Mit ihrem Appell, mutig, solidarisch und kritisch zu bleiben, schloss sie ihre Rede und wünschte allen viel Erfolg für die Zukunft.

Das Grußwort aus der Praxis kam von Maic Lindner, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AWO Braunschweig kurzfristig für Rifat Fersahoglu-Weber einsprang. Er berichtete von seiner persönlichen Verbindung zur Ostfalia, als ehemaliger Lehrbeauftragter am Standort Wolfsburg und betonte, dass die Profession der Sozialen Arbeit besonders in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und wachsender Unsicherheiten wichtiger denn je ist. Lindner hob die wertvolle Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und der praktischen Arbeit hervor, die sich beispielsweise in gemeinsamen Forschungsprojekten zur Perspektivklärung für junge Menschen zeigt. Er machte den Absolvent:innen Mut für ihren beruflichen Weg und betonte, dass Haltung sowie Engagement entscheidende Faktoren für eine sinnstiftende Tätigkeit sind.

In seinem Beitrag stellte Lindner zudem drei zentrale Themen für die berufliche Zukunft vor. Dazu gehörten Innovation sowie Betriebswirtschaft und der Einsatz von künstlicher Intelligenz. Er präsentierte das Spiel „Wertopia“, das im Innovationslabor der AWO (externer Link, öffnet neues Fenster) entwickelt wurde, um jungen Menschen spielerisch Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit zu vermitteln. Zudem verdeutlichte er, dass Soziale Arbeit und wirtschaftliche Ziele kein Gegensatz sein müssen, wenn man durch lösungsorientierte Kommunikation gemeinsam an einem Tisch sitzt. Auch die künstliche Intelligenz sah er als Chance, um Routineaufgaben zu übernehmen und dadurch wieder mehr Zeit für die direkte Arbeit mit den Klient:innen zu gewinnen.

Im Anschluss an die inspirierenden Reden erfolgte der Höhepunkt der Veranstaltung mit der feierlichen Übergabe der Urkunden. Einen besonderen Akzent zum Abschluss des offiziellen Teils war der professionelle Auftritt von Studierenden aus dem Projekt „Musik in der Sozialen Arbeit“ unter Leitung von Adela Walther, die mit ihrer Darbietung für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten. Der gemütliche Teil der Feier fand beim traditionellen Sektempfang seine Fortsetzung, bei dem die Absolvent:innen gemeinsam mit ihren Gästen auf den Erfolg anstießen. Auch die Fotobox wurde wieder begeistert genutzt, um diesen besonderen Tag in Bildern festzuhalten.

Die Fakultät gratuliert allen Absolvent:innen herzlich zu ihrem Abschluss und wünscht ihnen für ihren weiteren beruflichen wie privaten Lebensweg alles Gute.

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