Am Montag, den 14. September, startete die Fakultät Soziale Arbeit der Ostfalia in die Orientierungstage des Wintersemesters 2026/27. Weil in diesem Jahr die Nachfrage erneut sehr hoch war, war der Hörsaal am Campus Exer bis auf den letzten Platz gefüllt. Insgesamt 223 Erstsemester nahmen teil, darunter 205 Studierende des grundständigen Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit und erstmals 18 Studierende des neuen dualen Studiengangs. Damit ist zugleich ein Meilenstein für die gesamte Hochschule erreicht: Mit dem dualen Bachelor Soziale Arbeit bietet die Ostfalia erstmals einen Studiengang an, der die Kriterien eines echten dualen Studiums erfüllt und Theorie und Praxis von Beginn an eng miteinander verzahnt.
Dekanin Prof. Dr. Sandra Verena Müller hieß die neuen Studierenden herzlich willkommen und beglückwünschte sie zu ihrer Studienwahl. Sie verwies darauf, dass sich viele Fakultäten deutschlandweit mit sinkenden Studierendenzahlen auseinandersetzen müssten, während das Interesse an der Sozialen Arbeit ungebrochen groß sei. Nach ihrer Einschätzung liegt das auch an der besonderen Bedeutung menschlicher Beziehungsarbeit, die im Zentrum des Berufsfeldes steht und gerade in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt an Wert gewinnt.
In ihrer Rede ordnete die Dekanin den Studienstart auch in den gesellschaftlichen Kontext der vergangenen Wochen ein. Sie erinnerte an den Angriff in Stade und den Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin. Den Betroffenen und ihren Angehörigen sprach sie ihr Mitgefühl aus. Für die Soziale Arbeit seien solche Taten mehr als isolierte Ereignisse, da sie sich gegen genau die Werte richteten, für die die Profession stehe: dass Menschen nämlich unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion oder Einkommen sicher leben und an der Gesellschaft teilhaben können. Müller rief die neuen Studierenden dazu auf, das im Studium erworbene Wissen nicht nur als Fachkompetenz, sondern als Haltung zu begreifen, Diskriminierung entgegenzutreten und Räume für marginalisierte Perspektiven zu schaffen.
Im Anschluss stellte sich Simone Prager als dezentrale Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät vor. Sie berät Studierende in enger Abstimmung mit dem zentralen Gleichstellungsbüro der Ostfalia zu Fragen der Vereinbarkeit von Studium und Care-Aufgaben, etwa bei eigenen Kindern oder der Pflege von Angehörigen, sowie bei Erfahrungen mit Diskriminierung oder sexueller Belästigung. Gespräche in ihrer Sprechstunde sind immer vertraulich. Zudem machte sie direkt auf eine Aktion des Gleichstellungsbüros aufmerksam, das im Oktober die zweitägige Reihe „#wir.verändern" mit Workshops und Vorträgen zum Thema Sexismus in Studium und Arbeitswelt veranstaltet.
Zum Abschluss der Begrüßung führte der Organisator der Orientierungstage, Helge Keller, durch das Programm der kommenden Tage, das neben den organisatorischen Informationen inhaltliche Einblicke ins Studium mit viel Raum zum gegenseitigen Kennenlernen verbindet. Ein erfahrenes Team von Tutor*innen aus höheren Semestern begleitet die neuen Studierenden dabei in Kleingruppen und sorgt für einen lockeren Einstieg ins Studium. Auch informelle Programmpunkte wie gemeinsame Nachmittage auf dem Campus oder Kneipentouren in Wolfenbüttel und Braunschweig sind ein wichtiger Teil der Orientierungstage.
Die Fakultät Soziale Arbeit wünscht allen neuen Studierenden einen guten Start in ihr Studium an der Ostfalia.