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Lerncoaching an der Ostfalia: So kommst du gut durch den Studienalltag

Aktuelles , , Von: Vera Huber

Wie Studierende ihr Lernen gezielt verbessern können, erklärt Lerncoach Beate Busch im Interview. Außerdem gibt sie praktische Tipps für Studium und Lernalltag.

Als Lerncoachin berät Beate Busch Studierende an der Fakultät Informatik.
An jeder Fakultät der Ostfalia steht den Studierenden bei Bedarf ein*e Lerncoach*in zur Seite. So auch Beate Busch (rechts) an der Fakultät Informatik. Foto: Vera Huber/Ostfalia

An der Ostfalia muss du nicht weit laufen, um im Studienalltag Unterstützung zu bekommen – so gibt es z. B. an jeder zwölf Fakultäten der Hochschule eine*n Lerncoach*in, die dir hilft, Herausforderungen im Studium zu meistern und individuelle Strategien für deine persönlichen Anliegen zu entwickeln – dazu gehören Zeitmanagement, Selbstorganisation und vieles mehr. 

Eine dieser Lerncoaches ist Beate Busch, Ansprechpartnerin für Studierende der Fakultät Informatik. Im Interview gibt sie Einblicke in ihren Berufsalltag und erläutert, wie Studierende vom Angebot des Lerncoachings profitieren können.

Lerncoaching an der Ostfalia: Ein einzigartiges Konzept

Vera Huber, Ostfalia-Redaktion: Frau Busch, wie lange sind Sie schon als Lerncoachin an der Ostfalia und was hat Sie an dieser Stelle besonders gereizt?
Beate Busch: Ich habe im Juni 2010 als Lerncoachin an der Fakultät Informatik begonnen. Während meines Studiums der Erziehungswissenschaften habe ich den Schwerpunkt pädagogisch-psychologische Beratung gewählt. Die Zusammenarbeit mit Studierenden ist für mich besonders reizvoll, weil die Entscheidung für ein Studium und dessen Gestaltung sehr individuell sind. Diese Individualität spiegelt sich in den Coachingprozessen wider und sorgt auch heute noch dafür, dass ich meinen Beruf liebe.

Gibt es vergleichbare Angebote an anderen Hochschulen bzw. inwiefern hat die Ostfalia hier ein Alleinstellungsmerkmal?
Beate Busch: Alle Studierenden an Hochschulen und Universitäten können sich an die Beratungsstellen der Studierendenwerke wenden. Darüber hinaus gibt es häufig Studierende oder Mitarbeitende an den Fakultäten, die Beratungsaufgaben übernehmen. Das Konzept der Ostfalia ist jedoch einzigartig: jeder Fakultät ist ein*e Lerncoach*in zuordnet. Dadurch wird professionelle Beratung direkt dort angeboten, wo das Studium stattfindet. 

Individuelle Beratung - freiwillig und vertraulich

Wie gestaltet sich ein „klassisches Lerncoaching“?
Beate Busch: Die Beratungsprozesse sind so individuell wie die Studierenden, die das Lerncoaching mit ihren studienbedingten und persönlichen Anliegen aufsuchen. Die Gespräche sind freiwillig und vertraulich. Es geht zunächst immer darum, die Situation und die gewünschte Veränderung herauszuarbeiten. Lerncoaches stellen gezielte Fragen, hören zu, entwickeln gemeinsam mit den Studierenden Handlungsoptionen und begleiten den Prozess der Erprobung und Reflexion. 

Was sind die häufigsten Anliegen, mit denen Studierende zu Ihnen kommen?
Beate Busch: Häufig möchten die Studierenden über ihre Situation im Studium sprechen. Sie wünschen sich Unterstützung bei der Gestaltung eines Studienalltags, der zu ihnen passt und möchten sich auf Prüfungen vorbereiten. Ebenso geht es in den Gesprächen oftmals um Stresserleben, psychische Belastungen und Erkrankungen, die sich auf den Verlauf des Studiums auswirken. Einen weiteren Schwerpunkt bildet in den Beratungen die Phase des Studienabschlusses. 

Welche Tipps können Sie hier geben?
Beate Busch: Die Studierenden betonen in der regelmäßig stattfindenden Evaluation des Beratungsangebot immer wieder, dass sie besonders das individuelle Vorgehen im Lerncoaching schätzen und dass sie keine „Standard-Tipps“ bekommen. Sie fühlen sich gesehen und mit ihrem Anliegen ernst genommen. Studieren, lernen, der Umgang mit Prüfungen oder mit persönlichen Veränderungen braucht Entscheidungen und Reflexion im jeweiligen Kontext.

Was raten Sie neuen Studierenden für einen erfolgreiches Studium an der Ostfalia?
Beate Busch: Nutzen Sie die Angebote der Hochschule, sei es zur fachlichen Unterstützung, zur sozialen Vernetzung oder auch zu Bewegung und Sport. Fragen Sie, beteiligen Sie sich, hören Sie den Lehrenden und Kommiliton*innen zu. Bewahren Sie Ihre Begeisterung für die Themen oder entdecken Sie sie ganz neu. 

Persönlich und gut vernetzt

Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis als Lerncoachin?
Beate Busch: Das ist nach über 16 Jahren eine sehr schwere Frage. Ich erlebe so viele schöne Momente in Beratungen, wenn ich teilhaben darf, wie sich Denken und Fühlen verändert, Menschen ihr Leben gestalten. Ich sitze gern im Publikum bei der Zeugnisübergabe. Immer wieder erreichen mich Mails und oder Studierenden kommen persönlich vorbei, um mir zu erzählen, welche Impulse des Lerncoachings ihren Alltag und ihr Studium verbessert haben. 

Gibt es noch etwas, was über das Lerncoaching an der Ostfalia an dieser Stelle berichtet werden sollte?
Beate Busch: Die Lerncoaches an den Fakultäten sind immer ansprechbar für alle Themen. Sie sind gut vernetzt und können bei Bedarf weiter verweisen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit als Lerncoaches stehen immer die Studierenden und ihre individuellen Anliegen.

Ansprechperson

Dipl.-Pädagogin Beate Busch

Arbeits- und Organisationspsych. M.A., Mediatorin, Lerncoaching, Fakultät Informatik

Gebäude Am Exer 2, Raum 171, Wolfenbüttel

Themen: Unterstützung bei der Bewältigung des Studiums, z.B. Organisation des Studienalltags, Lerntechniken, Klausurvorbereitung, Vereinbarkeit von Studium und anderen Verpflichtungen

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Dipl.-Pädagogin Beate Busch