Im Gemeinschaftszelt der ForschungRegion e. V. konnten Besucherinnen und Besucher am Samstag (13.6.) und Sonntag (14.6.) zwei verschiedene Projekte kennenlernen: Stefan Roth und Fabian Aust aus der Fakultät Elektro- und Informationstechnik präsentierten am Samstag, was die interaktiven Roboter Robbi und Nao alles können und begeisterten viele Besucher*innen mit den Interaktionen der Roboter. Ob nun mit Handstand, Luftgitarre oder Fußballspielen - Robbi und Nao gewannen viele Sympathien. Am Sonntag übernahmen dann die Fakultätskolleg*innen Samira Nazemi und Shouqiang Yang und zeigten den Besucher*innen anhand einer interaktiven Simulation, wie digitale Spuren aus dem Smart Home bei der polizeilichen Ermittlungsarbeit helfen könnten.
Die Kurzgespräche im Format „Meet the Scientists“ boten an beiden Tagen darüber hinaus Blitzlicht-Einblicke in weitere aktuelle Forschungsprojekte der Ostfalia. Mit dabei waren:
Prof. Dr. Kirsten Wegner zum autonomen Fahren im ländlichen Raum. In dem transdisziplinären Forschungsprojekt „SoFia - Sicheres autonomes kooperatives Fahren in der digitalisierten Distributionslogistik“ wird ein auf künstlicher Intelligenz (KI) basierendes elektronisches Fahrzeugmanagementsystem entwickelt. Dieses ermöglicht die sichere, automatisierte und kooperative Fahrt in der Distributionslogistik.
Gabriella Roland zum Thema Gebäudeautomation. Bei dem Projekt KIGeBe der Fakultät Versorgungstechnik der Ostfalia geht es darum, bestehende Gebäudeautomation durch den Einsatz von KI-basierten Software-Agenten zu optimieren. Durch die Analyse von Betriebsdaten und darauffolgender selbstständiger Anpassung an Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, mithilfe der KI-Agenten, sollen Energie und damit Treibhausgasemissionen eingespart werden.
Tom Lorenz und Kathrin Sophie Förster zur CompanionApp. Die App ist ein innovatives Tool, das von Mitarbeitenden der Fakultäten Soziale Arbeit und Informatik der Ostfalia gemeinsam mit Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und Betreuenden entwickelt wurde. Basierend auf dem Landmark-Training markiert die App markante Orientierungspunkte in der Umgebung und erleichtert so Navigation ohne komplexe kognitive Prozesse. Die App soll zunächst im Museum und in Folge auch in vielen anderen Kontexten wie dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder dem Weg zu Freunden zum Einsatz kommen. Auch die Erprobung mit weiteren Zielgruppen wie z.B. Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen oder progredienten Erkrankungen wie Demenzen wäre denkbar.
Samira Nazemi zur Frage „Wie können Geräte und Daten aus dem SmartHome genutzt werden, um die Ermittlungsarbeit in Kriminalfällen zu unterstützen?“. Im modernen Haushalt kommen zunehmend smarte Geräte zum Einsatz. Das Forschungsprojekt SmartHome Forensics der Ostfalia entwickelt Methoden, um digitale Spuren aus diesen Systemen forensisch zuverlässig zu erkennen, zu erheben und auszuwerten.
Prof. Dr. Harald Rau zur Frage „Was tun mit dem Müll? Oder: Eine Zukunft für altes Plastik aus dem Meer“. Das Revfin-Projekt der Ostfalia ist ein besonderes Beispiel interdisziplinärer Zusammenarbeit. Es arbeitet ein interdisziplinäres Team aus den Instituten für Recycling und Medienmanagement mit vietnamesischen Universitäten, Instituten und Unternehmen zusammen. Es zielt darauf ab, die Verschmutzung vietnamesischer Küstengewässer durch alte Fischernetze systematisch zu reduzieren und zugleich nachhaltige Recyclingstrukturen aufzubauen.