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GRÜNDEN@OSTFALIA: So haben Lukas und Lucas aus einer Idee ein Start-up gemacht

Aktuelles , , Wissens- und Technologietransfer (WTT) , Von: Maximilian David Kuzaj und Britta Radkowsky

Du hast eine Geschäftsidee? GRÜNDEN@OSTFALIA unterstützt dich auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Lukas Bartenstein und Lucas Dehmel sagen, wie es geht.

Lucas Dehmel und Lukas Bartenstein von Warden Robotics
Im Interview sprechen Lucas Dehmel (links) und Lukas Bartenstein von Warden Robotics, wie sie dazu gekommen sind, ihr Unternehmen zu gründen. Foto: Denise Rosenthal/Ostfalia

Wie wird aus einer Idee ein Unternehmen? Lukas Bartenstein und Lucas Dehmel haben im Studium einen autonomen Feuerlösch-Roboter entwickelt und treiben dessen Weiterentwicklung nun als Gründer voran. Dabei konnten sie auf die Unterstützung der Ostfalia zählen – vom ersten Messeauftritt bis zur Bewerbung um das EXIST-Gründungsstipendium. Wer selbst gründen möchte, findet bei GRÜNDEN@OSTFALIA Beratung und Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit. 

Im Interview erzählen die beiden, wie es zur Gründung von Warden Robotics (externer Link, öffnet neues Fenster) kam und wo sie derzeit stehen. 

Ostfalia: Wie ist aus euren Studienprojekt die Idee entstanden, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Lukas Bartenstein: Im Studium hatten wir ein schönes Projekt, das wir langfristig verfolgt haben. Irgendwann haben wir gemerkt, dass es sich lohnen würde, daraus ein Unternehmen zu gründen, und beschlossen, es einfach selbst zu machen.

Lucas Dehmel: Wir haben beide angefangen zu studieren, einer im Master, der andere im Bachelor. Ich bin der Jüngere von uns beiden. Wir haben direkt im ersten Semester mit dem Projekt begonnen und konnten es langfristig weiterverfolgen. Es wäre schade gewesen, diese Entwicklung einfach so stehen zu lassen. Wir haben viel Potenzial darin gesehen und sind jetzt hier gelandet.

Lukas Bartenstein: Wir haben mit der Entwicklung eines autonomen Feuerlösch-Roboters für die Recyclingindustrie begonnen. Er sollte autonom das Gelände abfahren, nach Brandherden Ausschau halten und mit dem Löschen beginnen. Als wir uns dann mit dem Gründungsgedanken angefreundet haben, begannen wir, mit Kunden zu sprechen. Dabei stellte sich heraus, dass für die meisten nicht die Brandbekämpfung das Problem ist, sondern die frühe Branderkennung.

Ostfalia: Ganz ehrlich, habt ihr damit gerechnet, das EXIST-Stipendium zu bekommen?

Lukas Bartenstein: Wir haben schon sehr darauf hingearbeitet und deshalb auch damit gerechnet. Wir haben versucht, das Team möglichst komplementär aufzustellen, uns den Markt angeschaut, einen Businessplan erstellt und mit Kunden gesprochen. Wir hätten uns schon sehr geärgert, wenn wir das Stipendium nicht bekommen hätten.

Ostfalia: Was war euer „Okay, wir machen das jetzt wirklich“-Moment?

Lucas Dehmel: Der kam, denke ich, noch vor dem EXIST-Stipendium. Mit dem Beginn der Kundengespräche, dem Rausgehen und auch dem Ausstellen auf der Hannover Messe, das uns durch die Ostfalia ermöglicht wurde, wurde das Ganze schon ernst genug, dass wir mehr Zeit investiert haben, als für das Studium nötig gewesen wäre. Ich würde sagen, das war der Punkt, an dem wir entschieden haben: Okay, jetzt können wir auch EXIST beantragen, weil wir es sowieso ernst meinen. Es war also eher andersherum als umgekehrt.

Lukas Bartenstein: Das stimmt. Obwohl wir schon sehr lange an dem Projekt gearbeitet haben und es auch oft stressige Phasen gab, hat es mir persönlich immer Spaß gemacht. Deshalb hatte ich gar kein Interesse daran, mich noch einmal woanders auf einen Job zu bewerben, der vielleicht weniger interessant ist.

Ostfalia: Was hat euch die Hochschule ermöglicht, was ihr alleine vielleicht nicht geschafft hättet?

Lukas Bartenstein: Auf jeden Fall die erste Ausstellung auf der Hannover Messe. Dort durften wir den Feuerlösch-Roboter, den wir im Studium entwickelt hatten, auf dem Gemeinschaftsstand ausstellen. Das hat uns viel Reichweite und Kontakte gebracht und letztendlich auch den Kontakt zu unserem Geschäftsführer, der dem Ganzen noch einen Schub gegeben hat.

Auch die Unterstützung des Gründungszentrums beim EXIST-Antrag war wichtig. Außerdem wurde an uns gedacht, wenn Netzwerkveranstaltungen anstanden oder sich neue Kontakte auftaten. So haben wir sehr eng mit dem Gründungszentrum zusammengearbeitet. Das hätten wir alleine in diesem Umfang vermutlich nicht immer so hinbekommen.

Und natürlich helfen auch die Marketingmaßnahmen immer wieder sehr dabei, Reichweite zu gewinnen, potenzielle Kunden anzulocken und Gesprächspartner zu finden. Das ist schon viel wert.

Ostfalia: Was brachte euch das Stipendium ganz konkret im Gründeralltag?

Lukas Bartenstein: Das Stipendium hat uns vor allem ermöglicht, ein Jahr lang in Vollzeit am Projekt zu arbeiten, ohne zusätzlich einen Nebenjob machen oder weitere finanzielle Einschnitte hinnehmen zu müssen. So konnten wir uns wirklich auf die Produktentwicklung und den Aufbau des Unternehmens konzentrieren.

Das war wichtig, denn in Teilzeit lässt sich so etwas nicht machen. Gerade bei einem so entwicklungsintensiven Thema, in das man erst lange Arbeit investieren muss, bevor man zahlende Kunden gewinnen kann, ist das ohne ein solches Stipendium eigentlich nicht möglich. Außer, man hat natürlich sehr tiefe Taschen – aber die hatten wir beide nicht.

Ostfalia: Und wo sehen wir euch in einem Jahr?

Lucas Dehmel: Wir sehen uns – und hoffen, dass auch Externe uns so sehen – in einem Jahr mit mehreren laufenden Pilotprojekten, eventuell auch schon mit dem ersten Produkt in der Zertifizierungsphase. Unser Plan ist, dass wir bis dahin entweder schon konkret in unserer ersten Finanzierungsrunde stecken oder bereits alle dafür nötigen Kontakte geknüpft haben.

Und natürlich sehen wir uns auch weiterhin hier in der Gegend, eventuell sogar hier an der Ostfalia, wo wir aktuell ja auch noch sitzen. Insgesamt sehen wir uns natürlich erst einmal erfolgreich.

Lukas Bartenstein: Noch erfolgreicher! Wenn ihr Interesse am Gründen habt, eine Idee oder auch einfach den Gedanken, zu gründen, könnt ihr euch gerne an GRÜNDEN@OSTFALIA wenden. Dort wird euch weitergeholfen.

GRÜNDEN@OSTFALIA live erleben: Der nächste Startup-Lunch ist am 28.10.2026, 10 bis 14 Uhr, im WOW! WissensOrt Wolfenbüttel, Löwenstraße 1

Ob konkrete Gründungsidee oder einfach Interesse an dem Gründungsthema, Austausch und Vernetzung: In regelmäßigen Abständen findet unser Ostfalia-Startup-Lunch statt. 

Hier geht's zur Anmeldung zum Ostfalia-Startup-Lunch am 28.10.2026

Ansprechperson

M. A. Maximilian David Kuzaj

Projektmitarbeiter Transfer und Transformation & GROW, Wissens- und Technologietransfer (WTT)

Raum F008b, Wolfenbüttel

M. A. Maximilian David Kuzaj