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MINT-Offensive gestartet: Forschergeist schon in Kita und Grundschule wecken

Aktuelles , , Fakultät Maschinenbau , Von: David Mache

Naturwissenschaften und frühkindliche Bildung - beim Auftakt der MINT-Offensive mit der Stiftung Kinder forschen trafen sich Schulen und Kitas an der Ostfalia.

Prof. Dr. Reza Asghari begrüßt die Teilnehmer*innen zur Auftaktveranstaltung der MINT-Offensive am 27. Oktober 2026 an der Ostfalia in Wolfenbüttel.
Prof. Dr. Reza Asghari begrüßt die Teilnehmer*innen zur Auftaktveranstaltung der MINT-Offensive am 27. Oktober 2026 an der Ostfalia in Wolfenbüttel. Foto: Eric Haase/Büro MdB Prof. Dr. Reza Asghari

Die Stiftung Kinder forschen (externer Link, öffnet neues Fenster) hat sich auf die Fahnen geschrieben, schon bei den Jüngsten Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik zu wecken. Bei der Auftaktveranstaltung zur regionalen MINT-Offensive am 27. Oktober 2026 am Ostfalia-Campus Am Exer im Wolfenbüttel sind mehr als 20 Vertreter*innen von Schulen und Kitas aus dem Landkreis Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter zusammengekommen. Die Ostfalia Hochschule ist regionaler Netzwerkpartner der Stiftung.

Eingeladen hatte Prof. Dr. Reza Asghari. Er lehrt Entrepreneurship an der Ostfalia und der TU Braunschweig, ist Mitglied des Deutschen Bundestages (externer Link, öffnet neues Fenster) und des Stiftungsrates von Kinder forschen (externer Link, öffnet neues Fenster). Die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik seien die Grundlage der industriellen Wertschöpfung, betonte Asghari zur Begrüßung. Mehr als 90 Prozent der deutschen Exportgüter seien Industriegüter und technische Erzeugnisse. „Eine Gesellschaft, die Mathe abwählt, kann auf Dauer am Weltmarkt nicht bestehen.“

MINT-Bildung schon in Kita und Grundschule

Die gemeinnützige Stiftung Kinder forschen, früher bekannt als „Haus der kleinen Forscher“, ist Deutschlands größte Bildungsinitiative für Kitas, Horte und Grundschulen. Sie wird vom Bund grundfinanziert und unter anderem von der Siemens Stiftung (externer Link, öffnet neues Fenster), der Dietmar Hopp Stiftung (externer Link, öffnet neues Fenster) und der Dieter Schwarz Stiftung (externer Link, öffnet neues Fenster) gefördert. Kinder-forschen-Vorstandsvorsitzende Julia Saalmann stellte die Angebote für Kitas und Grundschulen vor. Die Stiftung wurde 2006 mit der Frage gegründet, wie MINT bereits in die frühe Bildung gelangen kann. Der Weg dorthin führt über das pädagogische Fachpersonal. Bundesweit sind 165 Organisationen als Netzwerkpartner beteiligt.

Ihre Fortbildungen für Erzieher*innen und Lehrer*innen setzen auf forschendes und entdeckendes Lernen und fördern kritisches Denken. Talente und Potenziale sollen früh erkannt werden, denn frühkindliche Bildung könne Weichen stellen und den Unterschied machen, so Saalmann. Das Angebot reicht von Fortbildungen wie „Messen, schätzen, staunen – Größen und Zufall entdeckenn“ (externer Link, öffnet neues Fenster) über Fachtage bis zu Zertifizierungen. Für Unterricht und Ganztag gibt es zudem Materialien zur MINT- und Leseförderung, etwa das Magazin „echt jetzt?“ (externer Link, öffnet neues Fenster), das gemeinsam mit der Stiftung Lesen (externer Link, öffnet neues Fenster) entsteht.

Vom neugierigen Grundschüler zum Maschinenbau-Professor

Wie sehr eine einzelne Lehrkraft einen Lebensweg prägen kann, erzählte Prof. Dr.-Ing. Udo Triltsch, Dekan der Fakultät Maschinenbau der Ostfalia, aus seiner eigenen Schulzeit: „Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an eine Sachkunde-Lehrerin in der Grundschule, die mit uns experimentiert hat. Das hat die Neugierde in mir geweckt, zu erfahren, wie Dinge funktionieren.“

Diese Erfahrung sieht er bis heute bestätigt. Die meisten Studienanfänger*innen in den Ingenieurwissenschaften kämen aus Interesse an Technik und nicht wegen einer Statistik zum Fachkräftemangel. „Dieses Interesse kann gar nicht früh genug geweckt werden, gerade auch bei Mädchen und jungen Frauen“, so Triltsch. Trotz der Krise in der Automobil- und Zulieferindustrie suchten viele Unternehmen in der Region Ingenieur*innen.

Auch Dr. Ralf Utermöhlen (externer Link, öffnet neues Fenster), Vizepräsident der IHK Braunschweig (externer Link, öffnet neues Fenster) und von Haus aus Chemiker, unterstrich die Bedeutung der MINT-Bildung. Grundkompetenzen in diesen Fächern seien entscheidend für die wirtschaftliche Stärke der Region. Dafür brauche es Erzieher*innen und Lehrer*innen als Partner*innen. Weitere Impulse kamen von Jan Erik Bohling, Stadtrat für Wirtschaft in Salzgitter (externer Link, öffnet neues Fenster), und Prof. Dr. Christoph Helm von der Curt Mast Jägermeister Stiftung (externer Link, öffnet neues Fenster). Zum Abschluss tauschten sich die Teilnehmer*innen über Bedarfe, Kooperationsmöglichkeiten und nächste Schritte aus.

Bildergalerie

Ansprechperson

Prof. Dr. rer. pol. Reza Asghari (kooptiert)

Professur für High-Tech Innovation & Entrepreneurship, Fakultät Recht

Am Exer 2d, 2. Etage
 

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

Weitere Informationen: www.entrepreneurship-hub.org (externer Link, öffnet neues Fenster)

Prof. Dr. rer. pol. Reza Asghari (kooptiert)