Neben ihren exzellenten Leistungen engagiert sich die Ostfalia-Studentin Mia Funding Sörensen in zahlreichen Projekten der Hochschule. Dafür wurde sie nun mit dem FH-Preis des Zonta-Clubs Salzgitter-Wolfenbüttel geehrt. Mia Funding Sörensen begann im Wintersemester 2020 ihr Studium der Elektro- und Informationstechnik an der Ostfalia und schloss den Bachelorstudiengang als Jahrgangsbeste ab. Derzeit studiert sie im 4. Semester des Masterstudiengangs „Intelligente Systeme“. Seit mehreren Semestern wirkt sie in der studentischen Arbeitsgruppe „RoboCup“ mit, in der humanoide Roboter entwickelt werden, die autonom Fußball spielen. Sie nahm an nationalen und internationalen Wettbewerben und Workshops teil und vertrat das Team im vergangenen Jahr als Teamleitung beim internationalen RoboCup in Salvador.
Im Forschungsprojekt „Smart Home Forensic“, das in enger Kooperation mit der Polizei Niedersachsen durchgeführt wird, arbeitet sie daran, wie Daten aus Smart-Home-Systemen rechtssicher zur Aufklärung von Einbrüchen genutzt werden können.
Hierzu hat sie einen Projektdemonstrator entwickelt, mit dem sie die Hochschule und das Projekt bereits auf Fachmessen und in Fernsehbeiträgen vertreten hat. Zudem engagiert sie sich in der Studienkommission der Fakultät Elektro- und Informationstechnik sowie in der Berufungskommission „Technische Informatik“.
Fabiola Scholz, die den Preis für den Zonta-Club Salzgitter-Wolfenbüttel übergab, betont die besondere Vorbildfunktion der Preisträgerin für Studentinnen in den Ingenieurwissenschaften. Sie ist selbst Alumna der Fakultät und erinnert sich noch gut daran, wie sie 1980 an der damaligen Fachhochschule ihr Studium der Elektrotechnik begonnen hat: „Bei meiner Erstsemesterbegrüßung überreichte mir Professor Eberhard aus einem ganz einfachen Grund eine gelbe Rose: Ich war damals die einzige Frau, die an dieser Hochschule Elektrotechnik studierte. Diese Rose war eine Geste der Anerkennung, aber sie zeigte auch, wie außergewöhnlich der Weg einer Frau in den Ingenieurwissenschaften damals noch war.“
Heute ist es für Fabiola Scholz ein persönliches Anliegen, junge Frauen zu ermutigen, technische Studiengänge zu wählen, Verantwortung zu übernehmen und Führungspositionen anzustreben.
Sie würdigte die herausragenden Leistungen von Mia Funding Sörensen in Studium und Forschung sowie ihr Engagement in Projekten und Hochschulgemeinschaft bei der diesjährigen Erstsemesterbegrüßung der Fakultät und überreichte ihr als Anerkennung die Zonta-Urkunde, ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro und – ganz im Sinne der Tradition und des Club-Symbols – einen Strauß gelber Rosen. Das Preisgeld wurde vom „Verein der Freunde International e.V.“ zur Verfügung gestellt.
Hintergrund:
Zonta International ist ein weltweites Netzwerk berufstätiger Frauen, das sich seit 1919 in mehr als 60 Ländern für Menschenrechte, Bildung und die Beseitigung von Benachteiligung einsetzt. Die Union deutscher Zonta Clubs fördert und unterstützt Frauen und Mädchen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene durch Programme, Projekte, Preise und Stipendien. Die Zonta International Foundation for Women finanziert seit 1984 internationale Projekte und Auszeichnungen und gewinnt dafür Spenderinnen, Spender und Sponsoren.