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Robotik-Expert*innen aus aller Welt zu Gast an der Ostfalia

Pressemitteilung , , Fakultät Elektro- und Informationstechnik, Fakultät Informatik

Internationale Fachkonferenz an der Ostfalia – es geht um den Einsatz von Robotern in der Lehre vom Kindergarten über die Schule bis hin zur Hochschule.

Pressefoto (Nadine Zimmer/Ostfalia): Stellten den internationalen Gästen die Roboter aus ihrem Projekt „Robotics for Everyone“ vor (v.l.nr.): Die Ostfalia-Forschenden Christine Roch, Fenja Eilts und Dagmar Meyer.
Pressefoto (Nadine Zimmer/Ostfalia): Stellten den internationalen Gästen die Roboter aus ihrem Projekt „Robotics for Everyone“ vor (v.l.nr.): Die Ostfalia-Forschenden Christine Roch, Fenja Eilts und Dagmar Meyer.
Pressefoto (Nadine Zimmer/Ostfalia): Prof. Dr. Dagmar Meyer erklärte den internationalen Gästen der Konferenz bei der Laborführung die unterschiedlichen Stärken und Einsatzfelder der Roboter im Labor für Assistive Technologien der Ostfalia.
Pressefoto (Nadine Zimmer/Ostfalia): Prof. Dr. Dagmar Meyer erklärte den internationalen Gästen der Konferenz bei der Laborführung die unterschiedlichen Stärken und Einsatzfelder der Roboter im Labor für Assistive Technologien der Ostfalia.

Drei Tage vollgepackt mit spannender Fachexpertise in Sachen Robotik und Bildung und zwar aus mehr als 20 Ländern – das ist die „Robotics in Education (RiE) Konferenz 2026“ (externer Link, öffnet neues Fenster), die noch bis Freitag, 17. April, an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel tagt. Robotik-Fachkräfte unter anderem aus Frankreich, Spanien, Tschechien, Estland, Griechenland, Zypern, Indien, Taiwan, Ecuador und den USA nahmen teil.

In knapp 60 wissenschaftlichen Beiträgen und anschließenden Diskussionen tauschten sich die Expertinnen und Experten aus aller Welt zu den neuesten Erkenntnissen rund um den Einsatz von Robotik in Lehr-Lern-Situationen aus. Die RiE 2026 ist die 17. Ausführung der Konferenz. Sie findet seit 2010 in wechselnden Ländern statt. 

Prof. Dr. Reinhard Gerndt aus der Fakultät Informatik der Ostfalia verantwortet die Konferenz in diesem Jahr gemeinsam mit seinem Kollegen Richard Balogh von der Slowakischen Technischen Universität in Bratislava. „Diese Konferenz ist die wohl bedeutendste internationale Konferenz zur Lehre mit Robotern und für die Robotik in Europa“, sagt Gerndt. „Wir freuen uns sehr, dass wir die RiE-Konferenz in diesem Jahr an die Ostfalia Hochschule holen konnten.“

Ina Schiering, Ostfalia-Vizepräsidentin für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer eröffnete am Mittwoch, 15. April, die internationale Konferenz mit 80 Teilnehmenden: „Was mich an dieser Konferenz am meisten begeistert, ist ihr starker Praxisbezug. Die Projekte, Plattformen und Methoden, die hier diskutiert werden, zeigen, wie Robotik abstrakte Konzepte greifbar machen, die Zusammenarbeit fördern und Lernende befähigen kann, aktiv in einer digitalen Welt mitzuwirken.“ 

Einleitende Keynotes für die Tagung kamen vom Neurobiologen Prof. Dr. Martin Korte von der TU Braunschweig, Experte für die zellulären Grundlagen von Lernen, Gedächtnis und Vergessen, Silke Schick, Spezialistin für innovative Technologien im Bildungsbereich bei der Betzold GmbH, sowie von Jérôme Laplace, Gründer von Generation Robots, einem der führenden europäischen Anbieter von Servicerobotern und Roboterausrüstung für Forschung und Industrie.

Begleitend zum Tagungsprogramm, das vor allem dem direkten Austausch unter den Robotik-Didaktikerinnen und -Didaktikern diente, gab es am Donnerstagnachmittag verschiedene Firmenpräsentationen, Workshops, eine Poster-Show und eine Laborführung zu den wichtigsten Innovationen. Themen waren Lehrroboter, Lehrmodule und Curricula für verschiedene Zielgruppen, ob nun für Kinder im Kindergartenalter über unterschiedliche Schulniveaus hinweg bis hin zur Lehre an Hochschulen. „Neben der Vermittlung von Robotik-Kompetenzen geht es ganz konkret auch um Methoden, um mit Robotern weitere MINT-Inhalte, wie die künstliche Intelligenz besser erfahr- und einfacher erlernbar zu machen“, so Ostfalia-Wissenschaftler Gerndt.

Auch Forschende der Ostfalia waren mit Beiträgen auf der RiE-Konferenz vertreten, wie zum Beispiel das Team rund um Prof. Dr. Dagmar Meyer mit dem aktuellen Projekt „Robotics for Everyone“ (Robo4Ever) – ein Projekt, das die Vermittlung von Future Skills in den Fokus stellt. Hier wird eine interdisziplinäre Lehrveranstaltung konzipiert, zu der Studierende aller Fakultäten eingeladen sind. Ganz ohne Programmierkenntnisse erhalten die Studierenden im Labor für Assistive Technologien der Ostfalia die Möglichkeit, sich in Teams am Beispiel mobiler autonomer Robotik mit zukünftigen Einsatzmöglichkeiten von Robotern vertraut zu machen. „Das fördert wichtige Future Skills wie interdisziplinäres Arbeiten und Innovationskompetenz“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. Dagmar Meyer. „Die Studierenden entwickeln zusammen eigene Ideen, wie autonome mobile Assistenzroboter sinnvoll eingesetzt werden können und vermitteln ihre Ideen den anderen Teams durch praktische Demonstrationen in einem futuristischen Modell-Szenario.“

Mehr zur Konferenz Robotics in Education (RiE): https://rie.science/2026/index.html (externer Link, öffnet neues Fenster)

Mehr zur Forschung rund um assistive Technologien erfahren Sie auch in der aktuellen Podcast-Folge: www.ostfalia.de/forschen/forschungsprofil/podcast (externer Link, öffnet neues Fenster)

Ansprechperson

Professor Dr.-Ing. Reinhard Gerndt

Internationalisierungsbeauftragter, Prüfungsausschussvorsitzender Digital Technologies, Institutsleitung IVS, Fakultät Informatik

Gebäude Am Exer 2, Raum 135, Wolfenbüttel

Sprechzeit: Montag 13:00 Uhr und nach Vereinbarung