Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften erweitert ihr Studienangebot um ihren ersten akkreditierten dualen Studiengang. Zum Wintersemester 2026/27 startet am Campus Wolfenbüttel der Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit Dual“ (B.A.). Damit bietet die Ostfalia als erste staatliche Hochschule in Niedersachsen einen dualen Studiengang Soziale Arbeit nach den Kriterien der Stiftung Akkreditierungsrat an. Der Studiengang erfreut sich sehr großer Nachfrage. Zum Studienstart 2026/27 stehen bis zu 35 Studienplätze zur Verfügung, die großenteils vergeben sind. Für die kommenden Jahre können weitere Kooperationspartner hinzugenommen werden, um ein möglichst weites thematisches Spektrum bieten zu können.
Gemeinsam entwickelt – gemeinsam verantwortet
Der neue Studiengang wurde in enger Zusammenarbeit mit Städten, Landkreisen, Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen entwickelt. Hochschule und Praxispartner haben das Curriculum gemeinsam konzipiert, um den Anforderungen moderner Sozialer Arbeit bestmöglich gerecht zu werden. Studieninteressierte bewerben sich direkt bei den kooperierenden Praxiseinrichtungen. Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist ein Arbeits- bzw. Studienvertrag mit einer dieser Kooperationseinrichtung – erst danach erfolgt die Einschreibung an der Hochschule, für die Hochschulzugangskriterien erfüllt sein müssen.
Das duale Studienmodell verbindet wissenschaftliches Studium und berufliche Praxis von Beginn an. Während der Vorlesungszeit verbringen die Studierenden drei Tage pro Woche an der Hochschule und zwei Tage in ihrer Praxiseinrichtung. Für Prüfungen sind sie freigestellt. In den vorlesungsfreien Zeiten sind sie ebenfalls in ihren Einrichtungen tätig. Nach sieben Semestern können sie den Bachelorabschluss sowie die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiterin beziehungsweise Sozialarbeiter erwerben. Ein zentrales Merkmal des Studiengangs ist die eigens entwickelte Modulreihe „Praxisbegleitung und Praxistransfer“, die den kontinuierlichen Theorie-Praxis-Transfer fördert. Kürzlich hat sich zudem ein Beirat am Campus Wolfenbüttel konstituiert. Dem Gremium gehören Vertreter*innen der Fakultät, eine zukünftige studentische Vertretung sowie Vertreter*innen aus der Praxis an – darunter freie und kommunale Träger. In seiner konstituierenden Sitzung legte der Beirat den Grundstein für eine gemeinsame Geschäftsordnung, die den Rahmen für die künftige Zusammenarbeit festlegen soll.
Meilenstein für die Ostfalia und die Soziale Arbeit in Niedersachsen
„Duale Studiengänge sind stark nachgefragt. Sie bieten neben der besonders engen Verzahnung von Theorie und Praxis unseren Studierenden und Partnerunternehmen eine klare Perspektive. Wir freuen uns, dass wir mit der Sozialen Arbeit neben unseren Studiengängen im Praxisverbund nun auch ein duales Studium nach den Kriterien der Stiftung Akkreditierungsrat anbieten können – im Bereich Soziale Arbeit als erste staatliche Hochschule in Niedersachsen“, sagt Prof. Dr. Thomas Benda, Vizepräsident für Lehre und Weiterbildung der Ostfalia.
Der neue Studiengang baut auf den langjährigen Erfahrungen der Fakultät Soziale Arbeit in der praxisnahen Ausbildung von Fachkräften auf. Gleichzeitig eröffnet er neue Möglichkeiten für Träger und Einrichtungen, qualifizierten Nachwuchs frühzeitig zu gewinnen und gezielt zu fördern.
„Berufspraxis und Hochschulausbildung sind in der Sozialen Arbeit seit langem eng miteinander verknüpft. Durch den neuen dualen Studiengang werden unsere Studierenden die Möglichkeit bekommen, Erkenntnisse aus dem Studium unmittelbar in die Berufspraxis einzubringen – und umgekehrt berufliche Herausforderungen wissenschaftlich einzuordnen. Ein besonderer Dank gilt unseren Partnereinrichtungen wie Städten, Landkreisen und freien Trägern aus der Region““, erklärt Prof. Dr. Sandra Verena Müller, Dekanin der Fakultät Soziale Arbeit.
Großes Interesse – weitere Partner willkommen
Die Nachfrage nach dem neuen Studienangebot ist bereits vor dem Start sehr hoch: Für das Wintersemester 2026/27 können keine weiteren Studierenden mehr aufgenommen werden. Die beteiligten Praxispartner reichen von Kommunen und Landkreisen bis hin zu freien sozialen Trägern. Für die kommenden Jahrgänge ist die Ostfalia offen für weitere Kooperationsanfragen interessierter Einrichtungen und Träger.
Weitere Informationen zum Studiengang:
www.ostfalia.de/s/bachelor/soziale-arbeit-dual (externer Link, öffnet neues Fenster)