Künstliche Intelligenz und Large Language Models zur Unterstützung von recyclinggerechtem Produktdesign (KI4Cycle-LLM)
Künstliche Intelligenz und Large Language Models zur Unterstützung von Demontageprozessen und recyclinggerechtem Produktdesign (KI4Cycle-LLM)
Die Kreislaufwirtschaft gilt als eine der zentralen Strategien für die nachhaltige ökonomische und ökologische Entwicklung in Industrieländern und innerhalb der Europäischen Union. Zu den wirtschaftlichen Vorteilen gehören die Verringerung der Abhängigkeit von kritischen importierten Rohstoffen, eine höhere Stabilität durch Abkopplung von Weltmarktvolatilitäten, die Reduzierung von Kosten über effizientere Nutzung von Materialien und Komponenten, sowie die Förderung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen. Ein zentrales Problem besteht darin, dass Nachhaltigkeitskriterien, Demontageeignung und ökologische Bewertungen immer noch schwierig in Konstruktionsprozesse integrierbar sind. Trotz der Vielzahl existierender Normen, Regelwerke und Konstruktionsrichtlinien, die meist in Textform vorliegen, ist deren Umsetzung in eine automatisierte, regelbasierte Konstruktion bislang noch nicht gelöst. Konstrukteur:innen benötigen tiefgreifendes Fachwissen, um relevante Richtlinien im Entwicklungsprozess zu berücksichtigen.
Mit der rasanten Entwicklung von Large Language Modellen (LLM) eröffnet sich erstmalig die Chance, diese Schranken zu überwinden. LLM-Technologien können vielfältige nicht-strukturierte Informationen auslesen, auswerten und in den Konstruktionsprozess einbinden. Sie bieten zudem neue Wege zur KI-gestützten Extraktion von Wissen aus unterschiedlich strukturierten Datenquel len, seien dies native CAD-Daten, standardisierte Dateien oder Scans von Explosionszeichnungen wie beispielsweise Montageanweisungen. Dadurch wird es möglich, Demontageprozesse effizient zu analysieren, mit den Vorgaben aus Normen und Richtlinien abzugleichen und automatisiert Optimierungspotenziale zu identifizieren. Erwartete Ergebnisse des Projekts sind die Bereitstellung von KI-basierten Werkzeugen zur Verbesserung von Produktdesign und Demontage sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Industrie. Nicht zuletzt stärken die im Projekt entwickelten Lösungen die Resilienz der produzierenden Wirtschaft, schaffen neue Wertschöpfungsnetzwerke und leisten einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen, klimaneutralen und innovationsgetriebenen Zukunft „made in Niedersachsen“.
Gefördert wird das Projekt über den Zeitraum vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2028 durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Niedersachsen.
Ihre Ansprechpersonen
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Prof. Dr.-Ing. Max Juraschek
Gebäude C, Raum 103, Wolfsburg
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Prof. Dr.-Ing. Martin Müller
Gebäude F, Raum 128, Wolfsburg
Institutsleiter IFBW